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Podcast(s): Durch den Podcatcher gejagt #17 (2016)

Ich glaube ich muss jede Ladung an Podcast-Empfehlungen mit “hat mal wieder nicht geklappt, den Post schneller und etwas knapper raus zu hauen” eröffnen. Ihr kennt das ja. Aber egal, hier sind nun wieder drölfzigtausend Sendungen, die jeder gehört haben sollte Viel Spaß!


Filme

  • Dem kaputten Audio-Interface geschuldet, kam eine Weile nichts vom Spätfilm – bis jetzt! Episode #50 wurde schon vor einer Weile (eigentlich als Hardware-Test) aufgezeichnet und enthält Daniel’s und Paula’s eigene Antworten zum Spätfilm’schen Proust-Fragebogen, durch den sich eigentlich Gäste in der Sendung quälen müssen (u. A. ich selbst, als ich mich zur Besprechung von IN BRUGES aufgedrängt selbst eingeladen habe). Ein schöner Einblick in die beiden Filmgeschmäcker. Dem aber nicht genug – im Rahmen des #followbruary auf Letterboxd hat Daniel sich einen Haufen Lieblingsfilme seiner Follower, die er selbst noch nicht kannte, ausgesucht und haut fast täglich neue Spätfilm-Telegramme raus, in denen er mal mit, mal ohne Gast die Filme kurz anhand der Eckdaten vorstellt und eine (meist) spoilerfreie Einschätzung gibt. Die Dauer liegt zwischen zehn und zwanzig Minuten. Um den Rahmen nicht zu sprengen, hier nur eine selektive Auflistung (hörenswert sind alle): #52 zu PICNIC AT HANGING ROCK#54 zu INTERSTELLAR (Feat. Paula), #56 zu UNDER THE SKIN (Feat. meiner Wenigkeit), #57 zu MAD MAX: FURY ROAD#58 zu LA GRANDE BELLEZZA (Feat. nochmal meiner Wenigkeit) und #61 zu FRANK. Puh. 10+ Podcasts pro Monat raushauen, das geht steil!
  • In Nerdtalk #423 gibt es neben den üblichen spaßigen Flusen zum einen eine wirklich schöne Besprechung von ANOMALISA seitens Lars, zum anderen brechen beide Hosts, angestoßen durch die Besprechung von HELL (hier mein Review) eine Lanze für das deutsche Genrekino und stellen die berechtigte Frage: Wieso wird “das gleiche” aus den USA gefeiert, aber zerrissen wenn es aus dem eigenen Land kommt?
  • Reichlich Podcasts zu THE HATEFUL EIGHT (hier mein Review): Geht los mit Wasting Away #44 (in dem zusätzlich CREED (hier mein Review)und der scheinbar unfassbare DEATH WISH 3 besprochen werden). Batz und Sebastian finden den Film nicht schlecht, halten ihn aber für den schwächsten Tarantino – gehe ich (fast) mit. Weiter geht’s bei Second Unit #179, die durch und durch begeistert sind und eine großartige Diskussion zum Status des Kinos an die Filmbesprechung anhängen. Herrlich: In Longtake #31 (Spoilertalk) legt Kinomensch die Parallelen zwischen TH8 und der Vorratsdatenspeicherung dar und hat auch sonst noch einige feine Interpretationen am Start. Einiges an Lob und eine Höchstwertung feuert Phil in Nerdtalk #424 ab. Da hingegen, gehe ich (leider) nicht mit, aber freue mich über diffizile Meinungen. Die Sendung lohnt sich im weiteren zudem noch sehr, weil Lars den Klassiker BRAZIL bespricht. Etwas mehr Kritik, hat ein Teil der Herrschaften vom Lichtspielcast in Sendung #38, auch wenn das Fazit keineswegs schlecht ist – allerdings ist Dennis absolut hin und weg. Ebenfalls etwas verhalten gibt sich das Bahnhofskino und würde, auch wenn Patrick in Episode #155 immer wieder betont, dass er trotz durchgehenden Kritisierens eigentlich gut unterhalten war, am liebsten ganze Szenen aus dem Film streichen. Die “kritischsten“ Stimmen kommen von der Cinecouch, die in Episode #138 frustriert ausführt, warum der Film für sie aus diversen Gründen nicht wirklich funktioniert hat, womit sie am ehesten auch für mich sprechen. Podcast(s): Durch den Podcatcher gejagt #17 (2016) weiterlesen

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Meinung: Media Monday #201

Nummer eins der nächsten 100 – Media Monday #201. Weiter gehts.


1. Den Preis für den schlechtesten deutschen Filmtitel oder Untertitel bekommt ein alter Film von David CRONENBERG. Original: FAST COMPANY. Deutscher Verleihtitel: 10.000 PS -VOLLGASRAUSCH IM GRENZBEREICH. Wer zum Teufel hat sich DAS ausgedacht?

2. Für den Monat Mai habe ich mir fest vorgenommen eine sportliche Veränderung in meinem Leben zu schaffen.

3. Spiele gibt es viele: Habe ich aber die Wahl zwischen Brett, Karten-, Rollen- oder Computerspiel schmeiße ich die Xbox an und daddel ne Runde.

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Meinung: Media Monday #187

Puh, fast hätten mir akkord-Konferenz-Programm von 8-22.30 Uhr und anschließender Stress mit dem Hotel-WLAN einen Strich durch den Media Monday gemacht, aber ich lasse mich trotz massiver Zersmashung nicht hindern. 7 Fragen zu beantworten kannmuss ich doch noch hin kriegen – vielleicht mal etwas kürzer!


1. Spannend wird es doch eigentlich immer erst dann, wenn aus der vorhersehbaren nächsten Szene, plötzlich ein unbeschriebenes, diffuses Blatt wird.

2. Entgegen vorherrschender Meinung finde ich ja, dass THE WOLF OF WALL STREET richtig mies ist, denn a) sind die Drogen Exzesse für etwa 45 Minuten skurril und witzig, aber dann dreht der Film sich einfach stundenlang im Kreis, und langweilt schnell , weil er stumpf seine Linie fährt, ohne auch nur irgend etwas neues zu bringen und b) hatte ich nach der Sichtung wirklich stark das Gefühl, dass Scorsese diese porträtierten Typen unheimlich klasse findet – um sie dekonstruieren, zu hinterfragen, oder zu kritisieren ist der Film nämlich viel zu sehr auf “Riesenspaß” ausgelegt, daran ändert auch nicht der 10minütige Alibi-Abstieg der Hauptfigur am Ende etwas. Meinung: Media Monday #187 weiterlesen

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Horrorctober 2014, Film #8: Daybreakers (2010)


Trailer © by Tiberius Film


Es ist #horrorctober!
Was das ist und wer da mit macht, könnt ihr auf dieser Sammelseite der Cinecouch nachlesen. Wer meinen textuellen Ergüssen zum dunkelsten aller Genres regelmäßig beiwohnen will, kann natürlich diesen Blog hier, aber auch gern meiner Letterboxd-Liste, oder mir auf Twitter folgen. Nun zum Film…


Fakten
Jahr: 2010
Genre: Horror, Vampirfilm
Regie: Michael Spierig, Peter Spierig
Drehbuch: Michael Spierig, Peter Spierig
Besetzung: Ethan Hawke, Willem Dafoe, Sam Neill, Vince Colosimo, Isabel Lucas, Emma Randall, Mungo McKay, Claudia Karvan, Jay Laga’aia, Damien Garvey
Kamera: Ben Nott
Musik: Christopher Gordon
Schnitt: Matt Villa


Review
Schon sieben Filme im Horrorctober geschaut und noch keinerlei Bekanntschaft mit spitz-verlängerten Eckzähnen in blassen, Menschen-artigen Wesen ohne Puls gemacht? Das geht so nicht!

DAYBREAKERS sollte der Vampir-Flick meiner Wahl werden, denn völlig unabhängig vom Inhalt des Films, sind bereits Ethan Hawke (in letzter Zeit zu einem meiner Favoriten im zeitgenössischen US-Kino avanciert), Willem Dafoe (sowieso schon immer einer meiner Favoriten) und Sam Neill (der zugegebenermaßen bessere Zeiten hatte) mehr als Grund genug, sich unter den gegebenen Vorzeichen dieses kleine Genrefilmchen anzuschauen. Und genau das erwartete ich auch: einen überdurchschnittlich gut gespielten, inhaltlich durchschnittlichen, kleinen Film.
Horrorctober 2014, Film #8: Daybreakers (2010) weiterlesen

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Film: Boyhood (2014)


Trailer © by Universal Pictures Germany GmbH


Fakten
Jahr: 2002 – 2014
Genre: Coming-Of-Age, Episodenfilm, Drama
Regie: Richard Linklater
Drehbuch: Richard Linklater
Besetzung: Ellar Coltrane, Patricia Arquette, Ethan HawkeLorelei LinklaterMarco PerellaSteven Chester Prince,
Kamera: Lee Daniel, Shane F. Kelly
Musik: –
Schnitt: Sandra Adair


Review
Zu sagen, BOYHOOD sei ein außergewöhnliches Filmprojekt, ist vielleicht die Untertreibung des (filmischen) Jahrhunderts. Kind sein, Aufwachsen, Jugendlicher sein, zum jungen Erwachsenen werden – das wurde alles schon hundert-, vielleicht tausendfach gezeigt. Probleme mit den Eltern, Probleme mit den Mitschülern, das erwachen der ersten Liebe, ebenso ihr scheitern – auch das kennen wir zur Genüge. Aber immer nur in kleinen Dosen. Sonst zeigten die jeweiligen Filme zumeist Phasen von Wochen oder Monaten, manchmal Jahren, oder eine Zweiteilung in eine Epoche der frühen Kindheit und noch eine Epoche der Jugend.

Aber Richard Linklater will mehr.
Er will das Aufwachsen von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter zeigen.
Kontinuierlich. Film: Boyhood (2014) weiterlesen

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