Archiv der Kategorie: Slice-Of-Life

Film geschaut: T2 Trainspotting (2017)


T2 Trainspotting (IMDb) – Schwarze Komödie/Groteske/Drama, UK, 2017 – Regie:  Danny Boyle, SkriptJohn HodgeIrvine Welsh, Kamera: Anthony Dod Mantle, Musik: VA, Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): © by Sony Pictures Home Entertainment


Review
Das 20 Jahre später erschienene Sequel zu TRAINSPOTTING ist (im positivsten denkbaren Sinne) ein ziemlich seltsamer Film. Ohne je eine wirkliche Linie in seinem Werk zu finden (bzw. sie vielleicht gar nicht finden zu wollen), geht Danny Boyle mit gewohnt ultra-stylishem (!) Händchen für Audiovisualität der Frage nach, was man über die Gruppe abgedrehter ex-Junkies nach so langer Zeit eigentlich erzählen kann und will, oder ob Substanz völlig egal ist, weil er (und wir) auch zufrieden sind, wenn Spud und co. einfach ein zweites Mal völlig über die Stränge schlagen und wir alle gemeinsam laut „Fuck it!“ brüllen.

“You had your time, you had the power. You’ve yet to have your finest hour.”

Findet er die Antwort? Vielleicht, vielleicht nicht – wenn dem tatsächlich so sei, ist sie wohl ein buntes Mosaik, das ein Stückchen aller denkbaren Antworten auf alle denkbaren Fragen in sich trägt. TRAINSPOTTING 2 gestaltet sich nämlich als wüstes Wechselbad aus Stimmungen und verrückten Einfällen. Film geschaut: T2 Trainspotting (2017) weiterlesen

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Film geschaut: Paterson (2016)


Paterson (IMDb) – Slice-Of-Life, Drama, USA, 2016 – Regie: Jim Jarmusch, Skript: Jim Jarmusch, Kamera: Frederick Elmes, Musik: Carter Logan, Sqürl, Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Weltkino


Review
Viertel nach 6. Aufstehen, eine Paar Worte mit der verschlafenen Liebsten wechseln, zum Frühstück Cerealien aus einer Schwarz/Weißen Schale. Dann der Weg zur Arbeit, noch ein Paar Worte, dieses mal mit dem frustrierten Vorarbeiter, Busfahrt 9 to 5. Dann Feierabend, Weg nach Hause, Begutachten der neusten künstlerischen Kreationen im kleinen gemeinsamen Häuschen, dann Diner, dann Gassi gehen, Kneipe, ein Bier am Tresen. Dabei die letzten paar Worte mit dem alten, weisen Barkeeper. Schlafen. Reset. Und wieder von vorn…

Protagonist Paterson befindet sich in einer Schleife der Wiederholung, seine Tage ähneln sich, wie ein Ei dem anderen – doch völlig konträr zum dogmatisch-verpflichtenden Streben nach Mehr in der zeitgenössischen Gesellschaft, stürzt ihn dieser Zustand nicht in eine Sinnkrise, veranlasst ihn nicht zur ständigen Suche nach Verbesserungs-Optionen und potentiellen Möglichkeiten des Aufstiegs. Im Gegenteil – Paterson ist glücklich. Zufrieden. Mit dem kleinen Haus, dem unspektakulären Job. Seinem Leben, genau so wie es ist.  Film geschaut: Paterson (2016) weiterlesen

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