Schlagwort-Archive: Daniel Brühl

Film: A Most Wanted Man (2014)


Trailer © by Universum Film GmbH


Fakten
Jahr: 2014
Genre: Thriller, Agentenfilm
Regie: Anton Corbijn
Drehbuch: Andrew Bovell, John Le Carré
Besetzung: Philip Seymour Hoffman, Rachel McAdams, Willem Dafoe, Grigoriy Dobrygin, Nina Hoss, Daniel Brühl, Rainer Bock, Robin Wright, Herbert Grönemeyer, Martin Wuttke
Kamera: Benoît Delhomme
Musik: Herbert Grönemeyer
Schnitt: Claire Simpson


Review
Standbild.
Eine Kaimauer in Großaufnahme.
Ruhig und unablässig schwappt das Wasser des Hamburger Hafenbeckens auf und ab.
Unheilvoll setzt ein dunkler orchestraler Score ein, während ein Mann aus dem Wasser heraufsteigt.

Bereits in diesen ersten Einstellungen aus A MOST WANTED MAN signalisiert Anton Corbijn klar, welche Linie sein dritter Spielfilm einschlagen wird: Die nächsten zwei Stunden werden langsam, werden grau und werden kalt. Das transportieren wenige Bilder, die gänzlich nonverbal eine große Wirkung erzeugen. So etwas wird im Laufe des Films kein Einzelfall bleiben – Corbijn lässt durchweg keine Zweifel aufkommen, dass er nach 40 Jahren voller Fotografie und Filmregie eine genaue Vorstellung von der Macht des Bildes hat. Genaugenommen sitzt jeder Schuss. Jede Einstellung zum Einrahmen und Bestaunen. Die Kamera (geführt nicht von Corbijn selbst, sondern Benoît Delhomme) weiß was sie tut, weil Corbijn auf visueller Ebene genau weiß was er will. In diesem Fall das Bild einer dunklen, abgründigen, hoffnungslosen Realität zeichnen. Von Dingen berichten, die uns sonst verborgen bleiben.
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Quentin Tarantino #6: Inglourious Basterds (2009)


Trailer © by Universal Pictures Germany GmbH


Fakten
Jahr: 2009
Genre: Mashup, Drama, Komödie, Episodenfilm
Regie: Quentin Tarantino
Drehbuch: Quentin Tarantino
Besetzung: Christoph Waltz, Brad Pitt, Mélanie Laurent, Michael Fassbender, Diane Kruger, Eli Roth, Daniel Brühl, Til Schweiger, August Diehl
Kamera: Robert Richardson
Musik: Diverse
Schnitt: Sally Menke


Review
Gott sei Dank ist Quentin Tarantino nach dem quasi-Debakel DEATH PROOF scheinbar lange in sich gegangen und/oder hat sich zwei Monate auf Loop PULP FICTION angeschaut, um sich darauf zu besinnen wo seine eigentlichen Stärken liegen. Es muss so sein, denn was Tarantino’s freche Geschichtsumschreibung INGLOURIOUS BASTERDS in gleichem Maße wie sein genanntes Zweitwerk großartig macht, ist nicht nur die ähnliche Erzählweise (Kapitel – Tarantino ist offensichtlich immer am besten, wenn er fragmentarisch in Kapiteln erzählt), oder die Mythen-umrankte Laufzeit von 154 Minuten, sondern es ist das intensive, mitreißende Gefühl beim Schauen des Films.
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Film: 7 Tage in Havanna – 7 días en La Habana (2013)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Alamode Film


Fakten
Jahr: 2013
Genre: Episodenfilm
Regie: Laurent Cantet, Benicio Del Toro, Julio Medem, Gaspar Noé, Elia Suleiman, Juan Carlos Tabío, Pablo Trapero
Drehbuch: Laurent Cantet, Leonardo Padura, Julio Medem, Gaspar Noé, Elia Suleiman, Pablo Trapero, Alejandro Fadel, Martín Mauregui, Santiago Mitre
Besetzung: Josh Hutcherson, Vladimir Cruz, Yunet Guerra, Rebeca Proenza, Emir Kusturica, Daniel Brühl, Elia Suleiman, Cristela de la Caridad Herrera, Alberto Arceo Kindeland, Mirta Ibarra, Nathalia Amore
Kamera: Daniel Aranyó, Diego Dussuel, Gaspar Noé
Musik: Xavi Turull
Schnitt: Verschiedene


Review
Montag: Ein typischer “Bro” kommt in Havanna an, wird in den Strudel der Stadt aufgesogen, schaut zu tief ins Glas und macht eine leichtbekleidete Bekanntschaft.

Dienstag: Emir Kusturica bekommt einen Preis verliehen, aber schwänzt das dazugehörige Dinner und erlebt stattdessen eine magische Nacht, voller menschlicher Emotion und Musik.

Mittwoch: Eine begabte Sängerin muss sich entscheiden: Der smarte Club-Besitzer aus Spanien, also ein Leben mit Aussicht auf Karriere. Oder der prollige Footballer aus Cuba, also mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter im totalen Stillstand verweilen?

Donnerstag: Ein Palästinenser wartet auf ein Treffen mit seinem Botschafter und beobachtet – Begegnungen, Momente, Kulissen des Lebens, endlose Reden von Castro, vereinsamte Seelen auf Streifzug durch die Überbleibsel einer Stadt, die durch Jahrzehnte der Abschottung zur Ruine geworden ist.

Freitag: Ein junges Mädchen wird nach einer sehr körperlichen, intensiven, durchtanzten Nacht in ein bizarres Ritual gezwungen – Austreibung der gleichgeschlechtlichen Liebe durch einen seltsamen “Voodoo”-Priester – ein bedrückendes Spiel aus Klang und Farben entsteht.

Samstag: Eine populäre TV-Beraterin kämpft mit der Beschaffung von Zutaten für ihre Backkunst – das stellt sich als kompliziert heraus, und treibt vor allem ihrem Mann den Schweiß auf die Stirn, der sich die Jagd mit Schnaps aus der Fahrrad-Trinkflasche erträglich gestaltet. Film: 7 Tage in Havanna – 7 días en La Habana (2013) weiterlesen

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