Schlagwort-Archive: Zweiter Weltkrieg

Kurz-Review Round-Up: Juni 2015 (Monuments Men, Im Oktober werden Wunder wahr, Star Wars: Episode I)

Seit ich mich durch MAD MAX: FURY ROAD dazu gezwungen sah, meine generelle Action-Affinität in Frage zu stellen, habe ich überwiegend nur noch entschleunigte Filme, meist Dramen und ein paar ruhige Thriller geguckt.  Gut waren die aber auch nicht alle. Hier, wie schon im Februar und März, mal ein paar schnelle Tipps Warnungen aus meinem Filmmonat Juni. Keine Sorge, ich habe auch gute Sachen gesehen, zu denen kommen noch längere Reviews



Trailer © by 20th Century Fox


Monuments Men (George Clooney, Blockbuster, Deutschland/GB/USA, 2014)

Meinung
Schön ausgestattetes Period-Piece, das aber leider dem überragenden Ensemble keinerlei Raum für Entfaltung gibt. Kulissen, Kostüme und Drehorte stimmen so weit, doch die für sich betrachtet recht spannende Prämisse einer Gruppe selbstloser Kunstretter, die im zweiten Weltkrieg den Erhalt der Kultur über den Wert ihres eigenen Lebens stellt, wird zu wenig mitreißend umgesetzt. Viel mehr plätschert MONUMENTS MEN von einer kleineren Episode zur nächsten und verfehlt dabei, die kulturhistorische Brisanz und Wichtigkeit der gezeigten Mission zu verdeutlichen. Kurz-Review Round-Up: Juni 2015 (Monuments Men, Im Oktober werden Wunder wahr, Star Wars: Episode I) weiterlesen

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Dokumentation: Night Will Fall (2014)


Trailer © by British Film Institute


Fakten
Jahr: 2014
Genre: Dokumentation
Regie:  Andre Singer
Drehbuch: Lynette Singer
Besetzung:
Kamera: Richard Blanshard
Musik: Nicholas Singer
Schnitt: Arik Leibovitch, Stephen Miller


Review
Je mehr Lebenserfahrung ich sammle (und das klingt jetzt aufgesetzt-weiser, als es gemeint ist), umso weniger gelingt es mir in den Schädel zu bekommen, was (und vor allem warum) im dritten Reich eigentlich genau passiert ist. Zwar steigt mein Wissen über die Geschehnisse der Zeit und das unbegreifliche Ausmaß des Grauens erschließt sich dadurch immer mehr, doch je weiter dieses “Verständnis” fortschreitet, desto ohnmächtiger fühle ich mich im Prozess der Verarbeitung solch eines vollkommenen Verfalls der Menschlichkeit – weil es einfach so weit von allem, was unser gemeinsames Dasein definiert entfernt ist, dass es schlicht nicht begreifbar ist.
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Kurz-Review Round-Up: Februar 2015 (Der Fall Bruckner, Hyde Park am Hudson, Hors de Prix, Vorsicht vor Leuten)

Ab und zu schreibe ich ja zu Filmen auch mal wesentlich kürzere Texte und veröffentliche sie nur über mein Profil auf moviepilot. Schnell in die Tasten gehauen und gut ist es. Diese kürzeren Kommentare, die nur einen schnellen Überblick zum Film geben sollen, sammle ich jetzt ein mal im Monat hier in einem Beitrag, weil sie mir nicht wirklich einen eigenen Post mit Kauflinks, Trailer, etc. wert sind. Im Februar sind es zwei überraschend gute deutsche TV-Filme, sowie zwei internationale Komödien geworden.

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Quentin Tarantino #6: Inglourious Basterds (2009)


Trailer © by Universal Pictures Germany GmbH


Fakten
Jahr: 2009
Genre: Mashup, Drama, Komödie, Episodenfilm
Regie: Quentin Tarantino
Drehbuch: Quentin Tarantino
Besetzung: Christoph Waltz, Brad Pitt, Mélanie Laurent, Michael Fassbender, Diane Kruger, Eli Roth, Daniel Brühl, Til Schweiger, August Diehl
Kamera: Robert Richardson
Musik: Diverse
Schnitt: Sally Menke


Review
Gott sei Dank ist Quentin Tarantino nach dem quasi-Debakel DEATH PROOF scheinbar lange in sich gegangen und/oder hat sich zwei Monate auf Loop PULP FICTION angeschaut, um sich darauf zu besinnen wo seine eigentlichen Stärken liegen. Es muss so sein, denn was Tarantino’s freche Geschichtsumschreibung INGLOURIOUS BASTERDS in gleichem Maße wie sein genanntes Zweitwerk großartig macht, ist nicht nur die ähnliche Erzählweise (Kapitel – Tarantino ist offensichtlich immer am besten, wenn er fragmentarisch in Kapiteln erzählt), oder die Mythen-umrankte Laufzeit von 154 Minuten, sondern es ist das intensive, mitreißende Gefühl beim Schauen des Films.
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Film: Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand (2014)


Trailer © by EuroVideo Medien GmbH


Fakten
Jahr: 2014
Genre: Tragikkomödie
Regie: Felix Herngren
Drehbuch: Felix Herngren, Hans Ingemansson
Besetzung: Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, David Wiberg, Mia Skäringer, Jens Hultén, David Shackleton, Ralph Carlsson, Georg Nikoloff, Alan Ford, Simon Säppenen, Sven Lönn, Bianca Cruzeiro, Gustav Deinoff
Kamera: Göran Hallberg
Musik: Matti Bye
Schnitt: Henrik Källberg


Review
Ein putziges kleines Filmchen, was mir schon etwas mehr als “nur” sehr sympathisch war, denn DER HUNDERTJÄHRIGE (usw.) ist liebevoll gemacht und überzeugt durch seine schrulligen, allesamt sehr eigenen und sympathischen Figuren.

In den verschiedensten Rückblenden erzählt der (tatsächlich hundertjährige) Flüchtling aus dem Altersheim seine ereignis- und begegnungsreiche Lebensgeschichte – sicher hat er in der Romanvorlage noch bei einigen weiteren weltgeschichtlich relevanten Ereignissen die Finger im Spiel gehabt, docha uch in dieser filmischen Verknappung mischte er schon an einer Menge Orten des 20. Jahrhunderts mit – während er in der Jetztzeit unfreiwillig Teil einer skurrilen Verwechslungs-, Raub- und Roadtrip-Geschichte ist. Das ist mal zum Lachen, oft zum Kopschütteln, ab und an sogar zum Staunen und spart nicht an schwarzhumorig-makaberen Momenten. Film: Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand (2014) weiterlesen

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