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Horrorctober 2014, Film #7: Insidious (2010)


Trailer © by Universal Pictures Germany GmbH


Es ist #horrorctober!
Was das ist und wer da mit macht, könnt ihr auf dieser Sammelseite der Cinecouch nachlesen. Wer meinen textuellen Ergüssen zum dunkelsten aller Genres regelmäßig beiwohnen will, kann natürlich diesen Blog hier, aber auch gern meiner Letterboxd-Liste, oder mir auf Twitter folgen. Nun zum Film…


Fakten
Jahr: 2010
Genre: Horror, Haunted House
Regie: James Wan
Drehbuch: Leigh Whannell
Besetzung: Patrick Wilson, Rose Byrne, Ty Simpkins, Lin Shaye, Leigh Whannell, Angus Sampson, Barbara Hershey, Andrew Astor, Joseph Bishara
Kamera: John R. Leonetti, David M. Brewer
Musik: Joseph Bishara
Schnitt: Kirk M. Morri, James Wan


Review
Im Zuge des aktuellen “Horrorctober”-Events, ist die Dichte an Horror-Sichtungen im Vergleich zu meinem sonstigen Guck-Verhalten um mehrere hundert Prozent angestiegen. Um die geplanten 13 Filme in einem Monat zu schaffen, wird jede zu ergreifende Möglichkeit genutzt, um Klassiker, neuere Filme, bekannte, unbekannte, Originale und Remakes zu sichten. Doch obwohl die ersten sechs Filmen meiner Auswahl bereits verschiedene Genres und Epochen abdeckten, hat es genau bis zur Halbzeit gedauert, um Klick zu machen. Klick? Klick, im Sinne einer spontanen Erkenntnis in Bezug auf den eigenen Geschmack.
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Film: Berberian Sound Studio (2012)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Rapid Eye Movies


Fakten
Jahr: 2012
Genre: Horror, Psychothriller, Metafilm
Regie: Peter Strickland
Drehbuch: Peter Strickland
Besetzung: Toby Jones, Antonio Mancino, Guido Adorni, Fatma Mohamed, Tonia Sotiropoulou, Salvatore LI Causi, Tonia Sotiropoulou, Guido Adorni
Kamera: Nicholas D. Knowland
Musik: Broadcast
Schnitt: Chris Dickens


Review
Ab und zu kommt ein Film um die Ecke, dessen Intention nicht klarer sein könnte, dessen Richtung einem Pfeil gleicht, der auf ein einzelnes, voll ausformuliertes Ziel zuzufliegen scheint, um dort voll ins Schwarze zu treffen. BERBERIAN SOUND STUDIO, der zweite Film des noch recht unbekannten britischen Regisseurs Peter Strickland, ist so ein Film – er existiert, um eine einzige liebevolle und riesengroße Huldigung einer viel zu oft übersehenen Kunst darzustellen: Dem Sounddesign!
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Film: Under The Skin (2013)


Trailer © by Universum Film


Fakten
Jahr: 2013
Genre: Science-Fiction, Arthouse, Horror, Kunstfilm
Regie: Jonathan Glazer
Drehbuch: Jonathan Glazer
Besetzung: Scarlett Johansson, Jeremy McWilliams, Lynsey Taylor Mackay, Dougie McConnell, Kevin McAlinden, Andrew Gorman, Krystof Hádek, Paul Brannigan, Adam Pearson, Michael Moreland, Dave Acton
Kamera: Daniel Landin
Musik: Mica Levi
Schnitt: Paul Watts


Review
Es gibt eine Grenze, ab der es nicht mehr möglich ist, eine Erfahrung mit Worten so zu beschreiben, dass das Gesagte dem Erlebten auch nur im Ansatz gerecht wird. Der Punkt der vollkommenen Sprachlosigkeit. UNDER THE SKIN hatte ihn bereits nach der Eröffnungssequenz überschritten. Es ist dieser Moment, wo du plötzlich merkst, dass nicht nur dein Geist, sondern dein ganzer Körper beginnt auf einen Film zu reagieren. Plötzlich ist es da, dieses seltene Gefühl im Bauch, in den Gliedmaßen, überall – es beginnt dich zu durchströmen, in wilder Resonanz zu schwingen. Irgendetwas seltsames, prickelndes hat sich still und leise – und deshalb ist UNDER THE SKIN in seiner vielseitigen Lesbarkeit vielleicht der treffendste Filmtitel aller Zeiten – unter deiner Haut eingenistet. Unmöglich, diesen Zustand verbal zu beschreiben, gibst du dich der Erfahrung hin – ein Schwelen der Eingeweide, ein Kribbeln der Fingerspitzen, Euphorie und Beklemmung zugleich, Anziehung und Abstoßung im selben Moment. Zeit wird relativ, der Ort an dem man sich befindet auch. Weil du nur noch im Film bist. Oder er in dir – unter deiner Haut.

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Film: Finsterworld (2013)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Alamode Film


Fakten
Jahr: 2013
Genre: Satire, Kunstfilm
Regie: Frauke Finsterwalder
Drehbuch: Christian Kracht, Frauke Finsterwalder
Besetzung: Christoph Bach, Margit Carstensen, Jakub GierszalCorinna HarfouchSandra HüllerCarla JuriMichael KranzJohannes KrischMichael MaertensBernhard SchützMax Pellny
Kamera: Markus Förderer
Musik: Michaela Melián
Schnitt: Andreas Menn


Review
In was für einer Welt leben wir?

Ist Toleranz zwar ein überall propagiertes Gut, was aber lediglich auf dem Papier existent ist? Oder gibt es sie wirklich? Findet man die Liebe da, wo man sie erwarten würde? Oder fehlt sie dort, wo sie essentiell sein sollte und versteckt sich hinter Mauern, aus denen sie nie auszubrechen vermag? Sind wir wirklich so offen wie wir denken? Kann ein jeder mit seinen Eigenarten, so seltsam sie auch sein mögen, an unsere Tür klopfen und wir werden ihn akzeptieren? Oder sind wir uns gar nicht bewusst, wie schnell sich unbemerkt ein Urteil vor die offene, ungetrübte Meinung über einen Mitmenschen schiebt und uns jeden klaren Blick versperrt? Verurteilen wir bereits, ohne überhaupt die Grundlage für ein simples Urteil zu haben? Sehen wir Qualitäten, die direkt vor unseren Augen liegen, oder missachten wir sie bewusst, um uns vorzumachen es ginge uns schlechter als in Wirklichkeit?

In FINSTERWORLD steckt all dies.
In FINSTERWORLD steckt aber noch so viel mehr.

Seit DOGTOOTH habe ich nichts mehr gesehen, mit dem ich auf Anhieb weniger anfangen konnte, dass sich aber bei genauerem Hinsehen als eine unglaublich starke Auseinandersetzung mit der menschlichen Identität und der Suche nach ihr entpuppte. In FINSTERWORLD lernen wir einen Haufen Figuren kennen, alle auf verschiedenste Art und Weise verknüpft – mal direkt, mal über Ecken – und jeder irgendwie auf der Suche. Nach Identität, nach Anerkennung, nach Schuld, nach Freiheit, nach Geborgenheit, nach dem wundervollen Gefühl das tun und lassen zu können, was ein Mensch möchte, ohne irgendetwas dafür fürchten zu müssen. Ohne Ächtung, Repressalien und spöttisch lachende, unverständige Blicke. Film: Finsterworld (2013) weiterlesen

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