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Film geschaut: The Greasy Strangler (2017)


The Greasy Strangler (IMDb) – Groteske/Slasher/Trash, USA, 2016 – Regie: Jim Hosking, SkriptJim Hosking, Toby Harvard, Kamera: Mårten Tedin, Musik: Andrew Hung, Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Tiberius Film


Review
Manche Filme sind mit einer kurz und knappen Aussage am besten (und vielleicht sogar hinreichend) reviewt. Im Falle von THE GREASY STRANGLER hätte sie unmittelbar nach „Genuss“ des Films wie folgt lauten können: „Was zur Hölle habe ich hier gerade für einen versifften, infantilen und dabei hochgradig vergnüglichen Hirnschiss gesehen!?“ Doch als Senfmeister vom Dienst, sehe ich es als meine Blogger-Pflicht, mehr als diesen knappen Satz zu einem schrägen Werk wie diesem abzugeben – vor allem, weil ein wenig mehr drinsteckt, als der erste, trashige Eindruck glauben lässt. Film geschaut: The Greasy Strangler (2017) weiterlesen

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GeSneakt: The Boss (2016)


Trailer © by Universal Pictures


Fakten
Jahr: 2016
Genre: Komödie
Regie: Ben Falcone
Drehbuch: Ben Falcone, Steve Mallory
Besetzung: Melissa McCarthy, Kristen Bell, Peter Dinklage, Ella Anderson, Tyler Labine, Kathy Bates, Timothy Simons, Kristen Schaal
Kamera: Julio Macat
Musik:Christopher Lennertz
Schnitt: Craig Alpert


Review
Melissa McCarthy wird meines Erachtens in den letzten Jahren häufig zu Unrecht niedergemäht. Wenn man ihr mal ein halbwegs anständiges Skript hinwerfen würde, kann sie (wie man zum Beispiel in ST. VINCENT beobachten durfte) stark, ja sogar emotional Schauspielern und unterm Strich weit mehr liefern, als die Anti-Dicken-Wut im Netz es suggeriert. Aber man kennt das ja – Adele ist das „singende Schwein“ und McCarthy halt dick. Mit Toleranz haben wir es ja in den 2010ern leider immer noch nicht so.

Und auch hier macht sie anscheinend das, was Regisseur und Autor Ben Falcone von ihr verlangte, wahrscheinlich sogar exakt nach seinen Vorstellungen. Denn nimmt man die (nicht existenten) Pointen, die infantil-dümmlich-pubertären (Versuche von) Gags und das ausschließlich auf veralteten Freak-Show-Klischees beruhende Figuren-Design genauer unter die Lupe, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass dieser Riesenhaufen Müll, der nächste Woche unter dem Titel THE BOSS in den Kinos anläuft, aus der Feder eines zurückgebliebenen, auf ewig in den pickeligsten Phasen der Pubertät verweilenden Idioten stammen muss (und somit die kaum erträglichen Eigenschaften der Hauptfigur genau dessen Wunsch und Humorvorstellungen entsprechen). GeSneakt: The Boss (2016) weiterlesen

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Lektionen in Zeitverschwendung #6: Love Vegas (2008)


Trailer © by 20th Century Fox


Jeder sieht schlechte Filme, das liegt in der Natur der Sache. Der natürliche Auswahlprozess hilft jedoch in der Regel dabei, sie so gut wie möglich zu umschiffen. Doch wie ist es mit Werken, die mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die Kategorie „Schund“ fallen? Manchmal siegt die Neugier – nach dem Sichten bleibt dann meist die ernüchternde Erkenntnis, dass es besser gewesen wäre auf die innere Stimme zu hören. Lektionen, die man lernen muss. Es besser zu wissen, aber trotzdem zu tun – das ist Zeitverschwendung. In dieser Rubrik berichte ich von meinen traurigen Versuchen ein Terrain zu beackern, das sich eigentlich schon beim ersten Blick als unfruchtbar heraus stellte – von meinen „Lektionen in Zeitverschwendung“. Eine Auflistung aller gelernten Lektionen findet ihr in der Kategorie des Blogs und kompakter auf dieser Übersichtsseite.


Fakten
Jahr: 2008
Genre: Rom-Com
Regie: Tom Vaughan
Drehbuch: Dana Fox
Besetzung: Cameron Diaz, Ashton Kutcher, Rob Corddry, Lake Bell, Jason Sudeikis, Zach Galifianakis, Queen Latifah, Krysten Ritter
Kamera: Matthew F. Leonetti
Musik: Christophe Beck
Schnitt: Matt Friedman


Review
Die Grundidee und die erste halbe Stunde von LOVE VEGAS (der mal wieder im Original völlig anders heißt, aber warum sollte man den Titel WHAT HAPPENS IN VEGAS… auch beibehalten, wenn man stattdessen auch beknackt Englisch zu Englisch ein“deutsch“en kann?) sind noch einigermaßen solides RomCom-Material. Teils etwas infantil, aber who cares, kann man gucken. Dann geht es steil bergab…

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Film: Im Rausch Der Tiefe – Le Grand Bleu (Director’s Cut, 1988)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Concorde Film


Fakten
Jahr: 1988
Genre: Cinéma du look, Drama
Regie: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson, Robert Garland, Marilyn Goldin, Jacques Mayol, Marc Perrier
Besetzung: Jean-Marc Barr, Jean Reno, Rosanna Arquette, Paul Shenar, Sergio Castellitto
Kamera: Carlo Varini
Musik: Eric Serra
Schnitt: Olivier Mauffroy


Review
Was folgt ist ein überzogener Rant, der aus einer subjektiven Filmerfahrung herrührt, die nicht anders, als mit dem Wort „Folter“ beschrieben werden kann – 100% un-objektiv, völlig blind gegenüber etwaigen Qualitäten und einzig am Meckern interessiert: LE GRANDE BLEU – was für ein unglaublicher MURKS – von vorne bis hinten mies, unerträglich, leer und zum Kotzen!

Von Minute eins an pass(ier)t hier gar nichts: Es werden Figuren so schlecht eingeführt, dass man die komplette Laufzeit von nahezu drei Stunden (!) nicht im Ansatz versteht, warum sie so handeln wie sie es tun, wie sie wirklich zueinander stehen und was ihr Verhältnis ausmacht. Beispiel: Die erste Szene suggeriert, dass Raubein Enzo stärker und überlegen ist und den kleinen Jacques eigentlich in der Kindheit nur untergebuttert und fertig gemacht hat. Cut. Die zwei sind Freunde fürs Leben, die füreinander sterben würden. WTF? Film: Im Rausch Der Tiefe – Le Grand Bleu (Director’s Cut, 1988) weiterlesen

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PIXAR Kurzfilme #4: Tin Toy (1988)


Film © by Walt Disney Studios


Fakten
Jahr: 1988
Idee: John Lasseter
Regie: John Lasseter


Review
Das ist er also, der erste Versuch der PIXAR Animation Studios, anstatt Dingen und abstrahierten Wesen, nun einen kleinen Menschen in seiner ganzen physischen und emotionalen Fülle abzubilden – wären sie doch lieber bei Einrädern geblieben, denn verdammt, ist das Ergebnis gruselig!

Der kleine titelgebende Zinn-Musikant wundert sich – nichts los im Kinderzimmer, allein auf weiter Flur, verloren in der Einsamkeit endloser Dielen. Doch schnell offenbart sich der gefährliche Grund: ein kleines, nur in Windel gehülltes Killer-Baby, krabbelt sich seinen Weg in das Spielzimmer und sorgt für mächtig Stress.
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