Schlagwort-Archive: Dekadenz

Film: Was? – Che? (1973)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Koch Media


Fakten
Jahr: 1973
Genre: Satire, Komödie, Groteske
Regie: Roman Polanski
Drehbuch: Gérard Brach, Roman Polanski
Besetzung: Sydne Rome, Marcello Mastroianni, Hugh Griffith, Gianfranco Piacentini, Guido Alberti, Dieter Hallervorden, Nerina Montagnani, Romolo Valli
Kamera: Marcello Gatti, Giuseppe Ruzzolini
Musik: Claudio Gizzi
Schnitt: Alastair McIntyre


Review
Eingebettet zwischen Shakespeare und CHINATOWN nimmt Roman Polanski sich 1973 die spätrömische Dekadenz der gelangweilten High-Society in ihrem endlosen Loop aus alltäglicher Leere, sexuellen Eskapaden und Ausschweifungen jeglicher Art vor und liefert damit ein Stück Film, dass sich als einer der seltenen Ausreißer aus dem gängigen Tenor seines Gesamtwerkes herausstellt. Fällt der Name Polanski, so formt sich vor dem inneren Auge direkt das Abgründige – gescholtene Seelen (vermeintlich ein Spiegel seines eigenen Innern, das schon mit 10 Lebensjahren mehr hatte ertragen müssen, als die meisten Menschen im Lauf ihres gesamten Lebens) im Kampf mit den eigenen Dämonen und dem Unverständnis ihrer Umwelt, düstere, hoch-psychologische Szenarien in denen der humane Kern unserer Spezies gegen die Übermacht des Schlechten konstant zu verlieren droht – das Dunkle, in seiner gesamten Bedrohlichkeit, zieht sich vielleicht als konstantester Faden durch die Filme des Meisters. Film: Was? – Che? (1973) weiterlesen

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Film: Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012)


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Fakten
Jahr: 2012
Genre: Dystopie, Medienkritik, Jugendfilm
Regie: Gary Ross
Drehbuch: Gary Ross, Billy Ray, Suzanne Collins
Besetzung: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Stanley Tucci, Willow Shields, Elizabeth Banks, Wes Bentley, Woody Harrelson, Lenny Kravitz, Donald Sutherland
Kamera: Tom Stern
Musik: James Newton Howard
Schnitt: Christopher S. Capp, Stephen Mirrione, Juliette Welfling


Review
Eine gesunde Prämisse, auf der nachvollziehbar aufgebaut wird, ist die halbe Miete eines Films. THE HUNGER GAMES hat eine solche Prämisse. Auf das Wesentliche verdichtet könnte man sagen: “Man kann 12-, 14-, 16 jährigen Kindern nicht einfach (gegen ihren Willen) Waffen in die Hand geben, sie in eine Arena stellen und davon ausgehen, dass sie mit Freude ein blutiges Schlachtfest veranstalten!” Oder noch kürzer: “12 jährige Kinder sind keine Killer (und werden auch nicht durch Zwang zu welchen)”. Film: Die Tribute von Panem – The Hunger Games (2012) weiterlesen

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Film: Die Stunde des Wolfs – Vargtimmen (1968)


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Fakten
Jahr: 1968
Genre: Mystery, Psychologischer Horror, Drama
Regie: Ingmar Bergman
Drehbuch: Ingmar Bergman
Besetzung: Max von Sydow, Liv Ullmann, Gertrud Fridh, Ingrid Thulin, Erland Josephson, Georg Rydeberg
Kamera: Sven Nykvist
Musik: Lars Johan Werle
Schnitt: Ulla Ryghe


Review
In Bezug auf Ingmar Bergman konnte ich an mir selbst ein interessantes psychologisches Phänomen beobachten: Ich kannte bis jetzt noch gar nichts von ihm, allerdings habe ich (in Filmforen, Kritiken, Netzwerken und aus dem Munde Filmkundiger Bekannter) viel, sehr viel, eigentlich nur gutes über seine Filme gehört. So viel Gutes, und vor Allem meist aus Filmkundigen Quellen, deren Geschmack ich als wesentlich “anspruchsvoller” als meinen eigenen ansehen würde, dass diese vielen Lobeshymnen mit der Zeit den exakt gegenteiligen Effekt auf mich hatten: Ich hatte zunehmend Respekt, eine wachsende Distanz, beinahe Angst davor mich endlich mal an sein Werk heranzuwagen. Eine gen unendlich strebende Erwartungshaltung, obwohl man überhaupt keine Ahnung hat was es genau ist, das einen erwartet, kann etwas lähmend wirken.
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