Meinung: Media Monday #260

Guten Morgen! Nach einem Wochenende mit mehr oder weniger “all work and no play” geht die Woche ähnlich los. Aber ich stresse mich nicht und betreibe jetzt Pflicht und Freude im Wechsel. Nachdem ich einen von vier Pflichtpunkten schon in der Tasche habe, wird nun der Media Monday #260 in als Spaßpunkt 1 von X in Angriff genommen. Meine Ergänzungen wie immer in kursiv. Wohl bekommt’s.


1. Das Bloggen über Filme, Serien, Musik, Podcasts und was mir sonst noch so unterkommt ist für mich mittlerweile zum festen Bestandteil des Reflektionsprozesses geworden. Ich schreibe, also bindenke ich.

2. Als Fanboy/-girl würde ich mich nicht bezeichnen. Ich mag viele Sachen sehr, liebe manche gar leidenschaftlich und doch ist mir all das “Getue”, welches man mit Fanboys/-girls assoziiert völlig fremd. Es gibt keine Band, keinen Filmemacher, kein/e Darsteller/in, die mich nicht mehr klar denken, jeden Schritt stalken und unkontrolliert kreischen lässt – ich sehe immer nur die künstlerische Leistung.

3. Stephen King zählt für mich zu den begnadetsten Autoren, denn schließlich ist er derjenige, von dem ich mit Abstand die meisten Werke gelesen habe (wahrscheinlich, weil sein Hang zur Ausführlichkeit mit meiner eigenen Unfähigkeit mich kurz zu fassen resoniert). Das muss ja irgendetwas heißen

4. An SABER RIDER AND THE STAR SHERIFFS denke ich gerne mit nostalgisch verklärtem Blick, schließlich war es eine DER Serien meiner Kindheit. Jeden Tag klebte ich vor dem Schirm und sah der RAMROD-Infantrie bei der Transformation zu. Episch. Die Serie sollen sie gefälligst mal auf BluRay raus bringen! (Interlude: Jacker klickt auf Amazon rum. Was? Da ist sie? Klick. Große Augen. Herzstillstand. Äh, was? 60 € für ein 2-Disc Set? Doppelter Herzstillstand. Verdammt, ich armer Schlucker muss wohl noch warten. Schnief! Dann wohl doch DVD bei rebuy….)

5. Zu einem richtigen Serien-Marathon hat mich tatsächlich zuletzt ORANGE IS THE NEW BLACK vor gut einem Jahr bewogen. Entdeckt, süchtig geworden und direkt S1-3 in Dosen von je mindestens 4 Episoden durchgezogen. Aber danach hab ich mit dem aufgehört, was man gemeinhin als “bingen” bezeichnet. Es mangelte zwar nicht an starken Serien, die ich sah, doch ich merke einfach, dass ich spätestens nach 3 Episoden “abstumpfe” – und das ist schade, weil Serien mittlerweile so toll erzählen, dass sie es verdienen voll auf- und wahrgenommen zu werden. Daher sehe ich jetzt meist nur 1-2 Episoden in Folge.

6. SAMURAI COP hat mich jüngst dazu verleitet, einige schlimmgute Filmchen auf meiner Watchlist ein gutes Stück nach oben zu verschieben. Manchmal vergisst man, wie sehr einem Dinge mal gefielen – in diesem Falle war es eine vergessene Zuneigung zu Trashfilmen. Dilettantismus kann so großartig sein!

7. Zuletzt habe ich den aktuellen Horror/Psychothriller THE BOY gesehen und das war zwar konventionell, aber dennoch wirkungsvoll und kompetent, weil das schöne visuelle Design und die langsame Atmosphäre Hand in Hand die Paranoia der Hauptfigur erlebbar gemacht haben. Und Puppen einfach mal verdammt creepy sind.


Das war’s von mir. Habt eine schöne Woche!