Meinung: Media Monday #185

Nachdem ich letzte Woche nicht bloß beim Media Monday mitgemacht, sondern auch an vielen Stellen ein bißchen mitdiskutiert habe, ist meine Vorfreude auf den Media Monday enorm gewachsen! Deswegen geht es nun ohne weiteres Geschwafel in die Runde #185. Ready, steady, go!


1. Das neue Jahr fing ja schon mal schlecht an in punkto Medien, schließlich wurde uns ein ameisengroßer Teaser zu einem Teaser zu einem Trailer vorgesetzt. Und manche so: yeah! Das lässt in etwa erahnen, was für absurde, von Marketing-Abteilungen generierte Hypes uns in 2015 erwarten werden.

2. Jennifer Lawrence hat zwar nur immer meist ein und denselben Gesichtsausdruck im Repertoire, aber zumindest in den HUNGER GAMES Filmen passte das ziemlich gut, da sie ja ein wenig das Allerwelts-Mädchen ohne große charakterliche Eigenschaften darstellt und erst im Laufe der Filme ihr Wesen entwickelt (bzw. es zerbricht).

3. Keine zwei Stunden, nachdem dieser Media Monday online gegangen ist, beginnen die Golden Globe Verleihungen. Spannend, uninteressant, schlicht egal? Wie ist deine Meinung zu derartigen bzw. speziell dieser Veranstaltung(en)? In der Regel sind mir diese großen Awards, speziell die Academy-Awards, reichlich egal. Beispiel Oscars: Ein Gewinn bedeutet gar nichts, ausser dass ein Kommitee, welches überwiegend aus zu alten und zu weißen Männern zusammen gesetzt ist einen Film mochte (aka dass niemals ein großes Wagniss oder auf Krawall gebürstetes Werk den Award bekommen wird) oder im schlimmsten Fall ihren Assistenten die Abstimmung überlässt, weil sie die Filme nicht mal schauen. Der Golden Globe ist noch minimal zurechnungsfähiger, aber interessante Filmtipps bekommt man doch eher über Festival-Spielpläne und -Gewinner (Sundance, Venedig, Cannes, etc.).

4. Ein Film, den ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe, ist der schrecklich kitschige, pathetische, unerträgliche THE LOVELY BONES von Peter Jackson. Ich saß etwa 80 Minuten fassungslos vor dem Fernseher und starrte ungläubig auf die seltsamen CGI-Welten. DAS sollte der Schöpfer von HDR und BRAINDEAD verbrochen haben? Dann war Schluss – noch eine Stunde mehr, wäre reinem Masochismus gleich gekommen. 

5. Jackie Earle Haley ist sicherlich prädestiniert, den Bösewicht zu spielen, schließlich strahlt der Mann immer ein gewisses Maß an Wahnsinn und Unberechenbarkeit aus. Eigentlich gemein, aber er sieht einfach creepy aus, da lässt sich nichts dran rütteln.

6. Wenn 2015 Ezra Miller nicht seinen großen Durchbruch feiert, dann weiß ich auch nicht, denn ich kenne ihn zwar erst aus zwei Rollen (PERKS OF BEING A WALLFLOWER und WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN), aber das hat ausgereicht – seine Präsenz ist unglaublich.

7. Zuletzt gelesen habe ich die ersten 200 Seiten von Arkadi und Boris Strugatzkis Roman DIE BEWOHNTE INSEL und das war eine kluge Parabel auf das menschliche Handeln in Diktaturen, weil die Autoren über das erdachte Szenario einer fremden, totalitären Zivilisation auf einem anderen Planeten dreist die UDSSR-Zensur austricksen, um das eigene System heftig zu kritisieren. Watch-Out, ich denke ich werde meine erste Buch-Besprechung verfassen wenn ich durch bin


So, das war es von mir, nun bin ich gespannt auf eure Meinung zu Awards, die besten Newcomer-Tipps und einen Haufen fieser Bösewichte! Habt eine schöne Woche.