Schlagwort-Archive: Strugatzki Brüder

Meinung: Media Monday #249

Eine Doktorarbeit will geschrieben werden, deswegen gibt es heute Media Monday #249 – Ultra Short Edition! Ob kurz besser als gar nicht ist, bezweifle ich als Mann der vielen Worte zwar, aber was soll’s…


1. Weil es heute so schön passt: Bei technischen Problemen mit meinem Blog muss ich sie fixen, da bei Eigenhosting alles was schief läuft auf meine Kappe geht.

2. ____ wird – wie ich finde – seiner Vorlage absolut nicht gerecht, da ____ . Die meisten Adaptionen empfinde ich als gelungen, weil ich sie für sich werte.

3. Davon ausgehend, dass Tarkovski’s SOLARIS von 1972 grandios ist, hätte ich nicht gedacht, dass auch die Soderbergh Variante von 2002 so viel kann.

4. Alles redet über Batman und Superman. Ich für meinen Teil rede ebenfalls über BATMAN V SUPERMAN.

5. Müsste ich euch mal so ein richtig tolles Buch empfehlen, wäre das sicher eins von Stephen King, den Strugatzki-Brüdern, oder Chuck PalahniukMeinung: Media Monday #249 weiterlesen

Roman: Arkadi & Boris Strugatzki – Picknick Am Wegesrand (1972)

Hat ja richtig gut geklappt mit dem regelmäßigen Lesen (und vor allem „im Blog Reviewen“) von Kurzgeschichten und Romanen. Nicht. Seit ich vor fast einem Jahr das erste (und einzige Mal) mit dem Text zu DIE BEWOHNTE INSEL der Strugatzkis versuchte, etwas zu einem Buch zu schreiben, habe ich von den Autoren zwar noch die zwei weiteren Teile der Kammerer-Trilogie gelesen, aber den Allerwertesten nicht zum Schreiben hoch bekommen. Nun geht es weiter – für mehr Diversität im Blog und gegen den Schweinehund.

Was habe ich gelesen?
Autor(en): Arkadi & Boris Strugatzki
Titel: Picknick Am Wegesrand (OT: Пикник на обочине)
Erscheinungsjahr: 1972
Entstehungsland: Russland
Genre: Science-Fiction, Dystopie, Gedankenexperiment

Worum es geht?
An sechs über den Globus verteilten Orten ist es zu seltsamen, unerklärlichen Besuchen von vermeintlichen Außerirdischen gekommen. Ohne dass die ansässigen Menschen etwas davon bemerkten, ließen die Besucher in kreisrunden Arealen, „Zonen“ genannt, eine Fülle an technologischen Artefakten, biologischen Veränderungen, etc. zurück, die die Menschheit vor große Rätsel stellen. Der Roman PICKNICK AM WEGESRAND setzt in den Nachwehen dieser Ereignisse an: In den umliegenden Städten sind sowohl wissenschaftliche Forschungsinstitute zur Untersuchung der unbekannten Technologien entstanden, wie auch ein florierender Schwarzmarkt, auf dem illegale Schatzsucher, genannt „Stalker“, das Diebesgut ihrer lebensgefährlichen Streifzüge in die Zone(n) handeln. Rotfuchs ist einer von ihnen und in mehreren, teils etliche Jahre auseinanderliegenden Momentaufnahmen seines Lebens, begleiten wir ihn (und seine sich wandelnde Weltsicht) auf seinen Wegen in und um die Zone bei Harmont, Canada.

Wie ich es fand?
In seinen vier (sehr unterschiedlichen) Hauptsegmenten streift der Roman unzählige Themen- und Gedankenkomplexe – so viele, dass es fast unmöglich ist, einen sinnvollen Anfang zur Besprechung zu finden. Ganz allgemein lässt sich zunächst sagen, dass die Strugatzki-Brüder für ihre Erzählung einen Ansatz wählen, der wahrscheinlich den meisten Freunden klassischer Science-Fiction sehr zusagen dürfte: PICKNICK AM WEGESRAND ist nicht primär an einer offensichtlichen Handlung interessiert, sondern fungiert wie ein Fluss aus Gedanken und Eindrücken, ein Treiben durch Situationen. Was uns hier geboten wird, ist eine chiffrierte Sammlung an mal mehr, oft weniger offensichtlichen Denkanstößen, die sich aus den Subtexten und Gesprächsfetzen eines hypothetischen Szenarios ableiten und eins zu eins auf unsere aktuelle Welt anwenden lassen – wahrscheinlich sogar noch treffender, als auf die Epoche der Siebziger in der das Buch originär zu Papier gebracht wurde. Dabei spielen psychologische, menschlich-intime Themen eine ebenso starke Rolle, wie gesellschaftliche, gar universelle Fragestellungen. Roman: Arkadi & Boris Strugatzki – Picknick Am Wegesrand (1972) weiterlesen

Meinung: Media Monday #239

Guten Morgen Freunde. Viel zu tun, daher gibt es heute zum Media Monday #239 nur eine Kurzfassung. Wie immer sind meine Antworten zu Wulfs Lückentext in kursiv gehalten.


1. Wäre doch mal angenehm, wenn häufiger richtig frische Ideen in Filme verwandelt würden, so wie etwa zuletzt mit A GIRL WALKS HOME ALONE AT NIGHT. Natürlich kann man sich streiten was nun genau „frisch“ ist und was nicht, aber ein feministischer Vampir-Western-Kunstfilm iranischer Herkunft ist nun wirklich nicht alltäglich.

2. Bombastische Action hat mich ja früher mal gereizt, mittlerweile allerdings holt sie mich ausnahmslos nicht mehr ab. Ich bin vom Lärm genervt, kann einfach keine Freude am Exzess mehr aufbringen und das ganze überfordert und nervt mich einfach nur. Schade, aber die leisen, persönlichen Filme geben mir so viel, dass ich dem ganzen nicht wirklich hinterher trauere.

3. Rückblickend hätte ich ja gerne die Lebenszeit, die ich für UNKNOWN USER vergeudet habe, zurück, denn ich habe in der Sneak schon oft Mist erlebt, dieser un-Film toppte aber alles (siehe Review).

4. Christoph Waltz spielt gefühlt immer dieselben Rollen, schließlich hat das in INGLOURIOUS BASTERDS ja exzellent funktioniert und scheinbar wollen alle jetzt immer den Hans Landa/Dr. King Schultz in ihren Filmen, weswegen er nur noch getypecasted (tolles Neudeutsch, oder?) wird. Dabei zeigt der Mann zum Beispiel in ZERO THEOREM, dass er mehr Range als in obigen Rollen hat. Meinung: Media Monday #239 weiterlesen

Meinung: Media Monday #237

So… Neues Jahr ist da, Urlaub vorbei, Jahresrückblick eingesprochen und verfasst – da kann ich mit dem Media Monday #237 endlich wieder in alte Gewohnheiten einsteigen. Meine Ergänzungen zu Wulf’s Lückentext sind wie immer kursiv – wohl bekommt’s.


1. Für einen entspannten Filmeabend suche ich mir nicht zwingend auch „entspannte“ Filme aus. Auch absolute Klopper- oder Downerfilme können auf dem Programm stehen, weil ich mehr von Film will, als mich berieseln lassen. 

2. ____ fing gar nicht mal so stark an, mittlerweile ____ . Meistens geht es mir andersrum – ich empfinde den Start von Filmen, Serien, etc. als gelungen, dann verlieren sie mich. Ein Beispiel dafür ist WEEDS. Eine charmante erste Staffel eröffnete die Serie, die sich dann leider durch zunehmende Überzeichnung und enorme repetitive Handlungsbögen immer weiter in die Belanglosigkeit manövrierte. Bei S4 war ich endgültig raus und habe abgebrochen.
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Meinung: Media Monday #228

Montag. Heute komme ich wieder erst später dazu den Lückentext zum Media Monday #228 mit meinen (kursiven) Antworten anzureichern. Have Fun!


1. Eine der erschreckendsten Zukunfts-Dystopien kann ich unmöglich benennen. Das Genre ist zu divers, zu facettenreich und immer zu erschreckend, um eine einzige auszuwählen. Natürlich ist NINETEEN EIGHTY-FOUR der Klassiker, der sämtliche beklemmenden Aspekte (und leider mittlerweile viel wahres) in sich vereint, aber das Genre reizt mich in alle Richtungen, weshalb mir sowohl Young-Adult-Dystopien wie die HUNGER GAMES Reihe, wie auch klassische Medien-Dystopien, die den Werteverfall überspitzen (z.B. DAS MILLIONENSPIEL oder RUNNING MAN), oder grotesk überzeichnete Gedankenexperimente wie SNOWPIERCER eine Menge geben. Auch SciFi-Dystopien, wie jüngst ELYSIUM, oder der Klassiker BLADE RUNNER holen mich fast ausnahmslos ab. Allerdings merke ich gerade, obwohl ich alles auf eigene Reviews verlinken konnte, wie sträflich unter-repräsentiert das Genre hier im Blog noch ist – das muss sich ändern.

2. Udo Kier gibt immer wieder ungemein charismatische Bösewichter, leider jedoch mesit in absoluten Schrott-Produktionen. Dabei kann der Mann doch SO viel mehr! Glaubt ihr nicht? Dann schaut doch mal die Miniserie GEISTER, oder seine Auftritte in den irren Schlingensief-Filmen an. Meinung: Media Monday #228 weiterlesen