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Horrorctober 2016, Film #10: Der Nachtmahr [Rewatch] (2016)


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Der #horrorctober (was das war und ist, erfahrt ihr auf dieser Info-Seite, die auch alle Links zu meinen Filmbesprechungen im Rahmen der „Events“ enthält, oder auf dieser anderen Info-Seite der CineCouch) ist längst vorbei, ich habe im Laufe des Monats 10 von den geplanten 13 Filmen geschafft und schiebe nun mit diesem Recap zu Film #10 das letzte ausstehende Review hinterher. War nice, bis zum nächsten Jahr…


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Psychologisches Drama, Horror, Fantastischer Film, Surreal
Regie: Akiz (Achim Bornhak)
Drehbuch: Akiz
Besetzung: Carolyn Genzkow, Sina Tkotsch,Wilson Gonzalez OchsenknechtArnd KlawitterJulika JenkinsAlexander ScheerLynn FemmeKim Gordon
Kamera: Clemens Baumeister
Musik: Steffen KahlesChristoph Blaser
Schnitt: AkizAnna-Kristin NekardaPhilipp Virus


Review
Wenn ein Film mich bei der Erstsichtung so extrem in den Bann zieht, dass NOCH MEHR eigentlich gar nicht geht und dann etwas Zeit verstreicht, bis ich die Gelegenheit bekomme ihn noch einmal zu sehen, habe ich vor dem Rewatch oft ein leicht unwohles Gefühl. Es Angst zu nennen wäre übertrieben, doch ich befürchte dann, dass er den Sog der Erstsichtung nicht erneut entfalten, den festen Platz in meinem Herzen also vielleicht nicht halten kann. So auch hier, wobei ich mir wirklich kaum vorstellen konnte, DER NACHTMAHR vor einigen Monaten im Kino derart verzerrt wahrgenommen zu haben. 

Und nun, nachdem ich an Halloween die Möglichkeit genutzt habe, den Film im Rocketbeans-Screening (mit quasi-Audiokommentar der Crew und vor allem Regisseur Akiz) erneut zu sehen (das Mediabook wird allerdings definitiv auch noch geshoppt), kann ich guten Gewissens Entwarnung (an mich selbst) geben, denn die Wirkung war im zweiten Durchgang wieder vergleichbar intensiv. Es gilt uneingeschränkt alles an Lob, was ich damals schon in meinem Text zum Film formulierte, nur dass mir dieses Mal noch einige Aspekte klarer bzw. neu aufgefallen sind. Neue Interpretations-Ansätze, wie z.B. die ganze Geschichte als Verarbeitung einer Fehlgeburt, oder den Nachtmahr als Manifestation des kaputten Eltern/Kind-Verhältnisses zu lesen, gesellten sich zu den reichhaltigen Gedanken nach der Erstsichtung hinzu.

Das schöne am Film (besonders für mich als großen Lynch-Fan) ist jedoch, dass es überhaupt nicht nötig ist, für alles eine definitive Bedeutung zu finden. Man merkte bei der Ausstrahlung, dass die Beans mehrfach versuchten konkrete Antworten zu finden, bzw. sie Akiz zu entlocken, doch ich finde nicht, dass man einen solchen Film nach dem Schema “XY steht jetzt ganz klar für Z” entschlüsseln sollte. Vieles darf, aber nichts muss in definitive Bedeutung überführt werden. Es war übrigens schön zu hören, dass Akiz mit eben dieser Einstellung (also tatsächlich sehr “lynchy”, wobei man Lynch hier auch nur als Symbol für ein generelles Verständnis von Kunst sehen kann) an sein Werk heran ging (und geht).

Fazit: Ein perfekter Film, der sich jetzt ganz klar den Platz als mein Film des Jahres gesichert hat. Ja, THE LOBSTER, THE NEON DEMON und/oder GREEN ROOM waren auch großartig, aber der hier hat klar die Nase vorn.


Wertung
(Nach wie vor) 10 von 10 einzigartigen Trips durch Psyche und Leben


Veröffentlichung
DER NACHTMAHR ist am 27. Oktober 2016 bei Koch Media als limitiertes Mediabook, BluRay und DVD erschienen. Kaufen Freunde, kaufen!


Weblinks
IMDB
MOVIEPILOT
LETTERBOXD
Streamen: Werstreamt.es
Leihen: LOVEFILM
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