Schlagwort-Archive: Spanien

Film geschaut: Assassin’s Creed (2016)


Assassin’s Creed (IMDb) – Videogame-Adaption/ActionUSA, 2016 – Regie: Justin Kurzel – Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): 20th Century Fox


Review
Es ist schon irgendwie bezeichnend, dass besonders auf den wenigen Blockbustern, deren Form von einem unübersehbaren eigenen Ansatz durchzogen ist (zuletzt vor allem BATMAN V SUPERMAN und eben dieses Exemplar hier), von der Allgemeinheit am meisten herum gehackt wird, wogegen gewöhnlich-gefälliger MARVEL-Grützen-Brei ein ums andere Mal wieder in den Himmel gelobt wird. Hauptsache Humor, alles andere ist egal, solange es bitte schön einheitlich und immer dasselbe ist, damit auch jeder damit klarkommt – wo soll das denn hinführen, wenn der 99. von 100 Filmen plötzlich anders aussieht und es auch noch wagt, keine knuffigen Gags zu bringen. Wem ist das zuzumuten? Abwechslung? Also jetzt wird es langsam zu bunt! Und wer hat Schuld? Diese schrecklichen Regisseure, die von morgens bis abends von ihrem Kunst-Gewäsch faseln und denken es sei gut, wenn nicht alles dasselbe ist. Wenn wir eins nicht brauchen, dann diese komische Kunst und diese noch komischere Abwechslung. Film geschaut: Assassin’s Creed (2016) weiterlesen

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Film: Kings Of The City – Grupo 7 (2012)


Titel (IMDb) – Cop-Thriller, Spanien, 2012 – Regie: Alberto Rodríguez, Skript: Rafael Cobos, Kamera: Alex Catalán, Musik: Julio de la Rosa, Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Tiberius Film


Review
Sevilla 1988 – die anstehende Weltausstellung, ein Prestige-Ereignis von unvergleichlichem Ausmaß, liegt noch ganze vier Jahre in der Zukunft, doch die Leitung der Stadt legt bereits alle erdenklichen Hebel um, die das zukünftige mega-Event zu einem internationalen Erfolg machen sollen. Innovative Bauprojekte soweit das Auge reicht, ein gänzlich neues Antlitz muss erschaffen werden – was in dieses Bild der heilen, so modernen wie weltgewandten Metropole jedoch nicht passt, ist ihre omnipräsente dunkle Seite.

Ein Stadtzentrum, in dem sich drogenabhängige Junkies um die Ecken stehlen, ganze Häuser besetzen und dort ihrem krankhaften Konsum fröhnen, Verbrechen begehen, um sich den nächsten Schuss setzen zu können. Ändern soll dies (wie jüngst real in Brasilien vor den Olympischen Spielen das Militär) die Einheit 7 der Polizei – bärtige, schlecht gelaunte junge Männer, die drastische Mittel nicht scheuen um Drogen, Dealer und Junkies von den Straßen zu kriegen – und solange die Ergebnisse stimmen, sind diese Mittel auch ihrem Vorgesetzten recht.  Film: Kings Of The City – Grupo 7 (2012) weiterlesen

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Clip: Carlos Bernal – USD Edit (2016)


Direktlink – © by USD Skates


Schon lange keine Inline-Clips mehr gepostet, auch wenn mir auf Vimeo und YouTube öfter welche begegneten, die es wert gewesen wären. Hab ich meist vergessen. Naja, der hier muss auf jeden Fall in den Blog. Mit welcher Lässigkeit Bernal (der mit Hut und Bart etwas wie der junge Serpico aussieht) die wahnsinnigsten Drop-Rails und Transfers macht, ist fast schon ein wenig frech. Dazu Sonne und Palmen – passt. Einzig die cleane GoPro Optik ist zeitweise nicht so meins. Man kann nicht alles haben. Viel Spaß.

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LP: Mourn – Mourn (2014)


Quelle: BalconyTV YouTube-Kanal


„You say you’re so cool, but I can see, that you are a loser… like me!“

Manchmal gibt es Dinge, die gibt es gar nicht. Vor kurzem hat irgendwie die Debut-LP der spanischen katalanischen Band Mourn ihren Weg in meine Spotify Playlists geschafft und mich von 0 auf 100 vollkommen begeistert – glaube ich meinen Last.fm-Scrobbles, muss die LP in 2-3 Wochen über 15 Mal durchgelaufen sein, einzelne Titel wie SQUIRREL über 30 Mal. Der Sound ist verdammt rotzig und je nach Song ein perfektes, modernisiertes Hybrid aus Sonic Youth, den Pixies, einer Prise Nirvana und etwas Joy Division, ohne dabei das eigene zu verlieren – verdammt genial, wie hier (in Bezug auf meinen Geschmack) das Beste was Gitarren zu bieten haben in einen Topf geworfen und kräftig verrührt wird. Irgendwann begab ich mich zur Suche nach Live-Auftritten ins Netz, klickte kurz auf YouTube rum… und fiel vom Glauben ab! Diese Gruppe, die anscheinend Punk, New- & No-Wave und Post-Punk bis ins Letzte verstanden hat, besteht (siehe oben) aus 15- bis 18-jährigen Kids, die verschüchtert in SPIDERMAN– und RESERVOIR DOGS-T-Shirts auf ihren Instrumenten rumklöppeln, als wenn es nichts wäre. Auch wenn man die Texte genauer hört (z.B. von MISERY FACTORY), fasst man sich (also zumindest ich mir) fragend an den Kopf, wie so etwas aus der Feder von 17-jährigen gekommen sein kann? Wie self-aware können denn heutzutage bitte Kids sein? Oder werde ich einfach verdammt alt? Zum Glück hat das Label CAPTURED TRACKS diese jungen Menschen (über ihre YouTube-Auftritte) entdeckt und sofort gesignet, mittlerweile gibt es noch eine weitere EP und ich hoffe inbrünstig, dass sie keine Eintagsfliege bleiben, sondern eine lange Karriere haben. Wahnsinn, wie mir 15-jährige musikalische Gännsehaut bescheren. LP: Mourn – Mourn (2014) weiterlesen

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GeSneakt: The Gunman (2015)


Trailer © by STUDIOCANAL


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Action-Thriller
Regie: Pierre Morel
Drehbuch: Don MacPherson , Pete Travis , Sean Penn
Besetzung: Sean Penn, Idris Elba, Jasmine Trinca, Javier Bardem, Ray Winstone, Mark Rylance
Kamera: Flavio Martínez Labiano
Musik: Marco Beltrami
Schnitt: Frédéric Thoraval


Review
Der französische Filmemacher Pierre Morel scheint ein Talent dafür zu besitzen, frühere Charakterdarsteller gereifteren Alters zu einer Transformation in Action-Opas anzustiften. In TAKEN gelang dies mit Liam Neeson ziemlich gut, in THE GUNMAN gelingt es mit Sean Penn nicht im geringsten. Da hat der gute Sean sich leider all die beeindruckende Muskelmasse ganz umsonst antrainiert, denn dieser ist einer der seltenen Filme, in denen wirklich gar nichts passt. Zwar ist Dorels neuster Streich wieder geringfügig besser, als der vorangegangene Un-Film FROM PARIS WITH LOVE, doch ist dieser Minimalanstieg wohl noch das netteste (und einzig positive) was man über THE GUNMAN sagen kann.

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