Film: Star Wars Episode II – Angriff der Klonkrieger (2002)


Trailer © by Disney (Lucasfilm)


Fakten
Jahr: 2002
Genre: Quatsch, Abenteuer, Space-Opera
Regie: George Lucas
Drehbuch (falls man es so nennen kann): George Lucas
Besetzung: Hayden Christensen, Natalie Portman, Ewan McGregorChristopher LeeSamuel L. JacksonFrank OzIan McDiarmidTemuera Morrison
Kamera: David Tattersall
Musik: John Williams
Schnitt: Ben Burtt


Review
Und der Horror geht weiter. Einige Jahre nach den Ereignissen aus EPISODE I – wie viele, spielt keine Rolle, da diese “Fortsetzung”, ganz im Sinne einer geplanten Trilogie überhaupt nichts mit dem Vorgänger zu tun hat – köchelt wieder irgendetwas im galaktischen Rat und die Jedi (dieses mal Obi-Wan und ein widerlich-arroganter Arschloch-Anakin) tun irgendwelche, weder in Motivation noch Ausführung nachvollziehbaren Dinge, um dem Ganzen Herr zu werden. Die gute Padme jagt dabei auch mit durch’s All – sieht ja schließlich süß aus – und irgendeine Rasse aus dem Computer hat heimlich Klone gebaut. Worum es sonst geht? Auch nach mehrfachem Schauen habe ich keine Ahnung! 

Zwar punktet EPISODE II im direkten Vergleich dadurch, dass das Maß an Jar-Jar Bings auf ein Minimum reduziert ist, dieser Vorteil wird jedoch im Laufe des Films schleichend durch die endgültige Streichung echter Kulissen zu Gunsten von überbordendem Green-Screen-Wahnsinn und eine noch sinnlosere Geschichte (ja, das geht wirklich) zunichte gemacht. Sieht alles fürchterlich aus, verhindert durch die verjährte voll-Computeroptik jegliche Immersion und macht inhaltlich schlichtweg keinen Sinn – letzteres geht beim Titel los, denn niemand wird hier von Klonkriegern angegriffen! Da gilt für Jedis zu Gunsten der Unbesiegbarkeit zunächst weder Logik noch Physik – sie springen aus Fenstern und Raumgleitern kilometerweit in die Tiefe, sind in Kämpfen in der Lage alleine halbe Armeen zu besiegen und wissen ohne Anhaltspunkte immer was im Lucas’schen Zufalls-Plot als nächstes zu tun ist – nur um im Finale von einer kleinen Zahl Droiden wie die Fliegen über den Haufen geballert zu werden. Passte, wie die anderen zufälligen Sinnlosigkeiten im Minutentakt, halt gerade gut ins Skript. Sehr, sehr spannend, wenn alles sowieso nur random ist, elementare Charaktermomente aus dem Nichts kommen und genauso schnell wieder vergessen sind, sowie niemals klar ist was in Handlung, Kämpfen, etc. möglich ist, weil der Film sich nie an seine eigenen Regeln hält, oder schlichtweg gar keine hat.

Getoppt wird derartige Drehbuch-Würfelei nur noch von der vollkommen absurden Liebesgeschichte zwischen Anakin (sobald dieser arrogante Fatzke den Mund aufmacht will man rein schlagen, aber egal – die Macht ist schließlich stark in ihm) und Padme. Ihr gemeinsamer Wellness-Urlaub in diversen Computerwelten strotzt vor Romantik und gegenseitiger Achtung: Er verarscht sie am laufenden Band, nimmt sie nicht einen Deut ernst und kommandiert sie ruppig herum – sehr anziehend, man möchte meinen sogar zum Verlieben. Und als er ihr dann noch eröffnet, gerade ein gesamtes Volk incl. Frauen und Kinder mit seinem Lichtschwert brutalst abgeschlachtet zu haben, kann sie einfach nicht mehr widerstehen und verfällt ihm willenlos – klar: sexier als Genozid wird es wohl nicht mehr! What. The. FUCK?!

EPISODE II macht keinen Spaß und zeigt eindrucksvoll, dass ohne die sporadischen Schauwerte des Vorgängers schlicht NICHTS mehr übrig bleibt. Ein dummer, anstrengender, hässlich gemachter Film – kurz: durchweg ärgerlich – der sogar ohne als fanatischer STAR WARS-Fan das Gold der Kindheit beschmutzt zu sehen, an allen Ecken und Enden versagt. Totalausfall.


Wertung
1-2 von 10 vollkommen schwachsinnigen Drehbüchern


Weblinks
IMDB
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