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LP: Dark Sky – Othoma (2017)

Titelbild © by Monkeytown Records



Quelle: ELECTRONIC / INDIE MUSIC NEWS YouTube-Kanal


Dark Sky sind nach dem 2014er IMAGIN mit einem neuen Album zurück und sie sind better-than-ever. OTHOMA heißt der neue, wieder auf Modeselektor’s Monkeytown-Label erschienene Kracher und stellt sich, nach mehrmaligem hören und dem damit eihergehenden tieferen Eintauchen in die erschaffenen Klangwelten, im Gesamtbild vor allem als Brückenschlag zwischen verschiedenen Stilen dar.

Der klassische Dark Sky Sound bleibt dabei immer vordergründig präsent, die vielschichtigen Flächen hinter den Beats sind jedoch (noch) verträumter als zuvor geworden. Auf Tuchfühlung mit dem aktuellen Synthwave-Revival, aber nie auch nur mit einem ganzen Fuß in diesem Genre, frickeln die zwei Beat-Bastler komplexe Titel, in denen auch beim x-ten Hören noch neue Elemente im runden Gesamtbild zu entdecken sind.  LP: Dark Sky – Othoma (2017) weiterlesen

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LP: King Gizzard & The Lizard Wizard – Nonagon Infinity (2016)


Quelle: Voodoo Child YouTube-Kanal


Das ist feinster Garage Rock nach meiner Mütze – treibend, Rhythmus-betont und im gesamten Klang unperfekt verzerrt. NONAGON INFINITY ist ein Album, das unglaublichen Spaß macht, im Fluge vergeht und sich auf Repeat am wohlsten fühlt (denn jedes Mal wenn es durch ist, wundere ich mich tatsächlich, dass es schon wieder die nächste Runde durchläuft). Viel mehr gibt es da gerade eigentlich auch nicht zu zu sagen – macht es an, dreht auf, springt rum. Geht tierisch ab!

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GeSneakt: Zoomania – Zootopia (2016)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Walt Disney


Fakten
Jahr: 2016
Genre: Komödie, Utopie, Gesellschaftskritik
Regie: Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush
Drehbuch: Jared Bush, Phil JohnstonByron Howard, Rich Moore, Jennifer Lee
Sprecher: Ginnifer Goodwin, Jason Bateman, Idris Elba, J.K. Simmons, Jenny Slate, Octavia Spencer, Nate Torrence, Bonnie Hunt, Don Lake, Tommy Chong, Alan Tudyk
Musik: Michael Giacchino
Schnitt: Jeremy Milton, Fabienne Rawley


Review
Nick (nach einem Blick zur stellvertretenden Bürgermeisterin, dem Schaf Bellwether): “Do you think, she counts herself before sleep?

Wäre es nicht schön, wenn wir alle einfach friedlich zusammen leben könnten? Die unterschiedlichsten Kulturen, Vertreter aller Nationen, Gesandte aus den verstecktesten Ecken der Welt gehen Tür an Tür ihrem täglichen Treiben nach, das Miteinander geprägt von Achtung, Respekt und Toleranz – ohne Hass und Vorurteile könnte das perfekte, friedvolle Utopia entstehen. Dieser seit jeher präsenten, in Anbetracht der fatalen realen Zustände höchst attraktiven Wunschvorstellung nahm sich das Kino zumeist in Form opulenter Science-Fiction-Filme an, nun jedoch abstrahierte Disney den Zustand des kunterbunten Miteinanders auf die Tierwelt und schuf ZOOTOPIA – eine quietschlebendige Welt, in der Jäger und Beute gemeinsam eine belebte Metropole besiedeln, weil das wilde, unbeherrschte Dasein der Vergangenheit angehört. Schade eigentlich nur, dass die treffende Doppeldeutigkeit des Titels durch die nicht nachvollziehbare Vermarktung als ZOOMANIA hierzulande einfach gestrichen wurde. Marketing halt.

Der Qualität des Films tut das selbstverständlich keinerlei Abbruch, denn kurz gesagt: ZOOTOPIA ist absolut fantastisch! Der technisch schier unglaublich umgesetzte Animationsfilm macht – inhaltlich wie audiovisuell – auf so vielen Ebenen absolut alles richtig, dass man gar nicht weiß, wo man mit dem Lob anfangen soll. Vielleicht am sinnvollsten damit, dass die wundervolle Utopie (die real alles andere als rund läuft, denn sobald der Faktor Tier (respektive: Mensch) dazu kommt, macht er dem perfekten Konstrukt schnell einen Strich durch die Rechnung), bei weitem nicht das einzige ist, was ZOOTOPIA an Substanz zu bieten hat. Es geht um Träume, um Selbstvertrauen und -verwirklichung, um dem Willen ein Teil von etwas zu werden, das einem konzeptuell eigentlich keinen Platz einräumt.  GeSneakt: Zoomania – Zootopia (2016) weiterlesen

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