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Film: Demonic – Haus Des Horrors (2015)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Tiberius Film


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Horror, Spukhaus, Found-Footage
Regie: Will Canon
Drehbuch: Will CanonMax La Bella, Doug Simon
Besetzung: Maria Bello, Frank Grillo, Cody HornDustin MilliganMegan ParkScott MechlowiczAaron YooAlex GoodeAshton LeighTerence Rosemore
Kamera: Michael Fimognari
Musik: Dan Marocco
Schnitt: Josh Schaeffer


Review
Gemessen am Erfolg der beiden Filme, ist das Label “produziert von den Machern von INSIDIOUS und CONJURING“ natürlich ein großes Wort und wohl am ehesten als Auswuchs der Tendenz zu verstehen, heutzutage auf jedes DVD-Cover mindestens einen großen Namen schreiben zu müssen – die Promo-Versprechen der Vergangenheit zeigen: das muss nichts heißen! Doch immerhin legt eine derartige namens-Wahl die Vermutung nah, dass ein ruhig gehaltener Spukhaus-Film, mit krassem Fokus auf Atmosphäre vorliegen könnte. Hoffnung bestätigt, so ist es: eine Gruppe junger, gutaussehender Menschen stellt paranormale Untersuchungen in einem Haus an, in dem schreckliches, eventuell übernatürliches passiert sein soll und missachtet die gefährlichen Zeichen – nachdem sie ihre Seance gehalten haben, explodiert bricht der Wahnsinn aus.  Film: Demonic – Haus Des Horrors (2015) weiterlesen

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Artikel: Trick or Treat – the #horroctober’s coming… Der Status des Horrors im Stream.

Titelbild © by José Antonio Gil Martínez under CC BY 2.0 License. Source: Flickr


Der Regen plätschert leise vor sich hin, es wird langsam aber sicher wieder gefährlich früh dunkel und der Sommer verliert im Kampf um die wetterliche Oberhand langsam die Kraft – eine Prise Herbst ist bereits spürbar, Herbst heißt Halloween und Halloween heißt #horrorctober (was genau das ist, kann der interessierte Leser hier erfahren)! Das macht den wetterlichen Umschwung erträglicher, denn ich hatte, trotz einiger filmischer Fehlgriffe (siehe Kategorie), letztes Jahr eine Menge Spaß dabei: Ein Hashtag, dreizehn Horrorfilme und ein Haufen gleichgesinnter – besonders der Echtzeit-Austausch über die gesehenen Filme, das Stöbern durch die Listen der anderen Teilnehmer und vor allem die Flut an Reviews und Podcasts machte das gemeinsame Gruseln zu einer vollständig runden Sache. Und wie man trotz des (noch) recht frühem Datums an den sporadischen Einträgen auf Twitter aus den letzten Tagen (oder sogar Monaten) sehen kann, scheine ich diesbezüglich nicht der einzige zu sein, dem es im Finger auf der Fernbedienung juckt:

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Miniserie: Geister – Riget (1994-1997)


Trailer © by Koch Media GmbH


Fakten
Jahr: 1994 (S1), 1997 (S2)
Genre: Serie, Krankenhausserie, Soap, Horror, Mystery, Drama
Regie: Lars von Trier, Morton Arnfred
Drehbuch: Lars von trier, Niels Vørsel
Besetzung: Ernst-Hugo Järegård, Kirsten Rolffes, Ghita Nørby, Holger Juul Hansen, Søren Pilmark, Jens Okking, Peter Mygind, Baard Owe, Udo Kier
Kamera: Eric Kress
Musik: Joachim Holbek
Schnitt: Molly Marlene Stensgaard


Review
Mitte der Neunziger Jahre, die Arztserien sprießen wie ungenießbare Pilze aus dem Boden, wer könnte denn mal die nächste drehen? Klar, Lars von Trier, ein Regisseur, der sich bis dato mit transzendenten Neo-Noirs, Horror-Seuchenfilmen und einer sehr eigenen, düsteren Film-Ästhetik einen Namen gemacht hat – was könnte näher liegen, als das nächste EMERGENCY ROOM durch ihn verwirklichen zu lassen? Man merkt also schon am Ansatz, dass hier wenn überhaupt eine freche Parodie von besagtem Quatsch entstehen sollte und heraus kam selbstverständlich auch eine ganz eigene, Trier’sche Interpretation des Mikrokosmos Krankenhaus. Miniserie: Geister – Riget (1994-1997) weiterlesen

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Horrorctober 2014, Film #6: Poltergeist (1982)


Trailer © by Warner Home Video


Es ist #horrorctober!
Was das ist und wer da mit macht, könnt ihr auf dieser Sammelseite der Cinecouch nachlesen. Wer meinen textuellen Ergüssen zum dunkelsten aller Genres regelmäßig beiwohnen will, kann natürlich diesen Blog hier, aber auch gern meiner Letterboxd-Liste, oder mir auf Twitter folgen. Nun zum Film…


Fakten
Jahr: 1982
Genre: Horror, Familienfilm
Regie: Tobe Hooper
Drehbuch: Steven Spielberg, Mark Victor, Michael Grais
Besetzung: JoBeth Williams, Heather O’Rourke, Craig T. Nelson, Beatrice Straight, Dominique Dunne, Oliver Robins, Richard Lawson, Zelda Rubinstein, James Karen, Martin Casella
Kamera: Matthew F. Leonetti
Musik: Jerry Goldsmith
Schnitt: Michael Kahn


Review
Disclaimer: Ich möchte hier niemandem auf den Schlips treten! Wenn ihr den Film mögt – egal aus welchen Gründen, dann ist das gut so und soll auch so bleiben. Aber POLTERGEIST ist für mich nun DER Klassiker schlechthin, wenn es darum geht, die allgemeine Rezeption nicht im Ansatz nachvollziehen zu können. Und dieses Unverständnis in Worte fassen, ist mir nun ein Bedürfnis.

Vielleicht stellt der Film von Tobe Hooper sowas wie eine Haunted-House-Hollywood-Version Blaupause dar und hat damals eine gewisse Wirkung gehabt? Trotzdem ist er unter verschiedensten Aspekten ein derart fürchterlicher Film (und zwar NICHT im Sinne von „zum Fürchten“), dass es mich einiges an Sitzfleisch, Geduld und Beruhigungs-Übungen gekostet hat, ihn bis zum Schluss anzusehen. Die Gründe dafür liegen nicht in antiquierten Effekten, oder dass der Film sonst irgendwie unangenehm gealtert ist – vielmehr sind große Teile der Inszenierung einfach haarsträubend umgesetzt, die falschen Schwerpunkte gesetzt und die Mischung aus endloser Langeweile und totalem Overdrive gestaltet die letzte Stunde zur miesen Geduldsprobe für die geplagten Nerven. Dabei geht es zunächst unglaublich gut los. Das Hauptthema (vielleicht eines der stimmungsvollsten des Genres) ist vereinnahmend, die ersten Aufnahmen gelungen und auch sonst läuft in der ersten halben Stunde so viel so richtig, dass ich kaum glauben kann wie unerträglich die nächsten eineinhalb Stunden werden sollten. Horrorctober 2014, Film #6: Poltergeist (1982) weiterlesen

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Film: The Innkeepers (2011)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Tiberius Film


Fakten
Jahr: 2011
Genre: Horror
Regie: Ti West
Drehbuch: Ti West
Besetzung: Sara Paxton, Pat Healy, Kelly McGillisLena DunhamBrenda CooneyJohn Speredakos
Kamera: Eliot Rockett
Musik: Jeff Grace
Schnitt: Ti West


Review
Das ist er der richtige Schwerpunkt in einem Gruselstreifen: Suspense, Suspense, Suspense, Suspense!

Ti West lässt zwei nicht-mehr-ganz-Jugendliche als Portiers in einem gruseligen, alten Hotel arbeiten und nimmt so richtig das Tempo raus. Alles schleppend, die Story darf sich ewig entwickeln und die Charaktere lernt man für einen Horror-Streifen ungewohnt ausgiebig und vielschichtig kennen. Sie entwickeln tatsächlich ein richtiges Profil und ich mochte Sie total, anstatt Sie strunz-dumm und nervig zu finden. Der Fokus liegt also ganz klar auf dichte Atmosphäre und THE INNKEEPERS lebt von ultra-langsamen und ausufernden Kamerafahrten.
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