Schlagwort-Archive: Melancholisch

LP: Tocotronic – K.O.O.K. (1999)

Titelbild © by Rock-O-Tronic Records



Quelle: matsramus YouTube-Kanal


Tocotronic ist eine seltsame Band – manche Songs finde ich so unglaublich gut, dass ich sie in die Riegen der besten deutschen Gitarrenmusik überhaupt einordnen würde, andere hingegen kann ich bei allem Wohlwollen nur als unerträglich bezeichnen. Mal bewegt mich die tranige Melancholie der Hamburger enorm, mal erzeugt sie eine kaum auszuhaltende Aggressivität. Bis jetzt kannte ich allerdings nur die ganz frühen Sachen (bis ES IST EGAL, ABER…) und dann erst wieder alles ab 2007 (KAPITULATION). Spannend, dass zwischen dem frühen punkigen Geschrammel und dem späteren, völlig eigenen Sound, auch Alben versteckt sind, die sich enorm am New Yorker Noise-Rock/No-Wave/Art-Rock-Sound der späten 80er orientieren. Auf K.O.O.K. lassen einige Gitarrensoli keinen Zweifel an den musikalischen Inspirationsquellen – dass eine Band, der die Melancholie quasi inhärent ist, die richtige für einen derartigen Sound ist, braucht man wohl nicht dazu zu sagen.  LP: Tocotronic – K.O.O.K. (1999) weiterlesen

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LP: Mourn – Ha, Ha, He. (2016)

Album-Cover © by Captured Tracks



Quelle: Captured Tracks YouTube-Kanal


Vor einigen Monaten feierte ich das Debut-Album der jungen katalanischen Band Mourn aus dem letzten Jahr mächtig ab, nun ist, nach einer holprigen Veröffentlichungsgeschichte, seit fast 6 Monaten ist nun schon (endlich) der Nachfolger draußen. Ich hatte es zunächst verpasst, aber freue mich jetzt umso mehr, denn er rockt erneut mächtig.

Konnte man beim Vorgänger der extrem jungen Band noch präzise den Finger auf eine Vielzahl Einflüsse legen – die Kunst lag in meinen Augen in der frischen Kombination eben dieser – so wirkt das ganze nun weniger wild zusammengewürfelt. Homogener und klangtechnisch deutlich näher in eine bestimmte Richtung – konkret: Sonic Youth – verändert. Zwar gilt immer noch die Devise kurz und knackig, einige Songs dauern weiterhin unter zwei Minuten, kommen ohne Umschweife auf den Punkt und machen nach einem Durchlauf Schluss, ohne die gleichen Strophen endlos zu wiederholen, aber zu diesem frechen, energetischen Ansatz hat sich schleichend eine tiefe Melancholie gesellt.

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LP: Dark Sky – Imagin (2014)

Titelbild © by Monkeytown Records



Quelle: markofelinger YouTube-Kanal


Manchmal merke ich am eigenen Leibe und ganz bewusst, wie die tagtägliche multimediale Überflutung einen unangenehmen Tribut fordert. Konkret: Wahnsinnig tolle Dinge rutschen viel zu schnell, teilweise sofort in den Hintergrund – und weil gleich zig hundert neue Impulse um unsere Aufmerksamkeit buhlen, dann oft auch direkt aus dem Sinn. So geschehen mit diesem fantastischen Album, das mittlerweile vor ziemlich genau zwei Jahren veröffentlicht wurde.

Dark Sky kannte ich von den Singles und Compilation-Beiträgen auf Monkeytown und 50 Weapons (R.I.P.), mochte die Musik immer sehr und hab das Debut-Album damals dann auch direkt gespeichert. Tja, und wohl auch irgendwie gehört (laut last.fm in den zwei Jahren wohl auch mehrfach, aber anscheinend nie mit voller Aufmerksamkeit, weil ja immer drölfzigtausend andere Dinge erledigt, beachtet, oder was auch immer werden woll(t)en. Lange Rede: Ich hab vorhin unter meinen Millionen von Spotify-Playlists die zu IMAGIN gefunden, hatte das Gefühl die LP noch nie gehört zu haben und war vom Sound ziemlich weggeblasen.  LP: Dark Sky – Imagin (2014) weiterlesen

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Soundtrack: Ólafur Arnalds – Broadchurch (2013)

Titelbild © by Mercury Classics



Quelle: Decca Records Classical YouTube-Kanal


Der Name sollte jedem ein Begriff sein: Ólafur Arnalds steht für verträumte, melancholische, minimalistische (Kammer-)Musik mit eigenem Charakter. Für die UK Serie BROADCHURCH (*) hat der Multiinstrumentalist mal wieder feinste Qualität geliefert und einen Score irgendwo wischen Ambient, zeitgenössischer Klassik und Piano-Stücken komponiert. Soundtrack: Ólafur Arnalds – Broadchurch (2013) weiterlesen

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LP: Nicolas Bernier – Music For A Piano (2012)


Quelle: mojuvideo YouTube-Kanal


Die graue Jahreszeit beginnt und zwingt förmlich zum Ambient-Genuss. Passend zur aufkommenden Melancholie, empfehle ich das Album MUSIC FOR A PIANO auf Home Normal Records aus dem letzten Jahr. Wundervolle, schwebende Verwebungen von elektronischen Komponenten und klassischen Instrumenten, vorwiegend Piano und Violine (aber auch gern mal ein winterliches Glockenspiel). Einfach Musik zum genießen und treiben lassen. LP: Nicolas Bernier – Music For A Piano (2012) weiterlesen

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