Schlagwort-Archive: Margarete Tiesel

Film: Das Ewige Leben (2015)


Titelbild & Trailer © by 20th Century Fox


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Krimi, Schwarze Komödie, Groteske
Regie: Wolfgang Murnberger
Drehbuch:  Josef Hader, Wolfgang MurnbergerWolf Haas
Besetzung: Josef Hader, Tobias Moretti, Nora von WaldstättenChristopher Schärf, Roland DüringerMargarete TieselJohannes SilberschneiderHary PrinzSasa Barbul
Kamera: Peter von Haller
Musik: Sofa Surfers
Schnitt: Evi Romen


Review
Es war Wochenende und ich hatte Lust auf Kino. Fix das Programm gecheckt, das vielversprechendste ausgesucht und mich auf den Weg in das Lichtspielhaus meiner Wahl gemacht. Ohne jegliches Vorwissen zu den zugrunde liegenden Romanen und ohne je vom Komissar Brenner gehört zu haben, sind lediglich die Schlagworte “trockene“ und “skurrile Ösi-Komödie“ ausschlaggebend für die Wahl gewesen – die Verfasser dieser Beschreibung irrten nicht.
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Film: Paradies – Liebe (2013)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by good!movies


Fakten
Jahr:2013
Genre: Drama, Gesellschaftskritik
Regie: Ulrich Seidl
Drehbuch: Ulrich Seidl, Veronika Franz
Besetzung: Margarete Tiesel, Peter Kazungu, Inge Maux, Dunja Sowinetz, Helen Brugat, Gabriel Mwarua, Josphat Hamisi, Carlos Mkutano, Melanie Lenz, Maria Hofstätter, Livingson Nyambu, Tobias Kasiwa, Anderson Mutisya, Francis Aluoch
Kamera: Edward Lachman, Wolfgang Thaler
Musik: –
Schnitt: Christof Schertenleib


Review
Wir Menschen mögen klare Verhältnisse. Wir wollen mit dem Finger auf jemanden zeigen können, sagen: “Das ist der Böse!” und uns dann, nach dieser klaren und unanfechtbaren Erkenntnis, den anderen zuwenden und feststellen, dass sie unschuldig, fromm und einfach durchweg gut sind. Wir wollen Schuld definieren und zuweisen – deutlich und unumstößlich.

Doch so einfach macht Ulrich Seidl es uns mit dem Auftakt seiner PARADIES-Trilogie leider (bzw. eher zum Glück) nicht. In PARADIES: GLAUBE untergräbt er dieses vereinfachte “ganz oder gar nicht” Denken vollständig – in seiner Welt gibt es nicht die eine Seite, die alles richtig macht und die andere die darunter leidet. Es ist komplizierter. Das Stichwort heißt: Ambivalenz.

Die frustrierte, tief einsame, körperlich wenig anziehende Teresa will aus ihrer österreichischen Vorstadt-Tristesse ausbrechen. Nach Kenia – wenn man dem Film glauben schenken darf, dem Bangkok der sexuell frustrierten Mittfünfziger-Damen. Zunächst herrschen Berührungsängste und Skepsis vor, doch ihre Freundin muss ihr nur noch ein wenig die Ohren vollschwärmen – vom Kokos-Geruch der “Negerhaut” und den Vorzügen solch erkaufter Zärtlichkeiten – und nach anfänglicher Abneigung fällt sie schnell auf die durchtriebene Masche des Einheimischen Munga herein – getrieben von der Illusion der gefundenen Liebe.

Was Seidl uns im Laufe der folgenden zwei Stunden in quasi-dokumentarischer Form vorsetzt, ist sowohl auf eine traurige Art bewegend, wie auch konträr dazu enorm abstoßend. Film: Paradies – Liebe (2013) weiterlesen

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