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Serie: Better Call Saul – Season #2 (2016)


Trailer © by AMC, Netflix & Sony Pictures Home Entertainment


Fakten
Jahr: 2016
Genre: Drama, Crime, Schwarze Komödie
Showrunner: Vince Gilligan, Peter Gould
Network: AMC
Crew (Writer, Director, Cinematographer, Editor): IMDb-Übersicht
Besetzung: Bob OdenkirkJonathan BanksRhea Seehorn, Michael McKeanPatrick FabianMichael MandoEd Begley Jr.
Musik: Dave Porter


Review
Als unser sympathischer Protagonist die erste Staffel der ihm gewidmeten Serie mit den Sätzen: “We could have gone home with $800,000 each, tax-free. […] Well, I know what stopped me. And you know what? It’s never stopping me again.” beendete, schienen die Weichen für die nächsten 10 Episoden bereits gestellt. Der Punkt bei Saul Goodman’s eigenem Auftritt BETTER CALL SAUL ist schließlich (auch), dass wir irgendwann (nach wie vielen Staffeln das auch immer sein wird) an dem Zielpunkt landen müssen, wo aus dem schmierigen kleinen Ganoven mit anschließender Rehabilitierung und Anwaltslaufbahn, der krumme Rechtsverdreher, welchen wir aus BREAKING BAD kennen (und lieben), geworden sein muss.

Doch Vince Gilligan braucht nicht lange, um diese (selbst geschürte) Erwartungshaltung zu demontieren und uns in gemütlichem Tempo zu vermitteln, dass es erst mal in eine komplett andere Richtung gehen wird – nicht mehr Verbrechen, nicht die vermutete schleichende Abkehr von Recht und Gesetz, sondern diesen Aspekten übergeordnet vor allem ein fesselnder Trip, der tief in die Psyche seiner Hauptfigur(en) führen wird, um sich mit deren Seelenzuständen zu befassen. Serie: Better Call Saul – Season #2 (2016) weiterlesen

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Film: The Survivalist (2015)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Pierrot Le Fou


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Endzeit, Drama, Kammerspiel
Regie: Stephen Fingleton
Drehbuch: Stephen Fingleton
Besetzung: Mia Goth, Martin McCannOlwen Fouere
Kamera: Damien Elliott
Musik:
Schnitt: Mark Towns


Review
Was wird wohl aus uns werden, wenn das Öl bald alle ist? Zwar glauben vereinzelte Träumer, wir bekämen das hin – erneuerbare Energien, Wissenschaft und co. werden es schon richten – THE SURVIVALIST, der aktuellste Vertreter des Endzeit-Kinos hingegen, eröffnet eine weitaus pessimistischeren Prognose (und ist damit wahrscheinlich ein gutes Stück näher an der tatsächlichen Zukunft): In einer so simpel wie effektiven Eröffnungssequenz, bekommen wir durch Auftragung zweier Werte gegen den Lauf der Zeit veranschaulicht, wie ein rapides, nahezu totales Aussterben der Menschheit nach dem Verebben der Ölquellen nicht allzu lange auf sich warten lässt. Restliche Population nahe null.

Dies bildet den Ausgangspunkt. Eine Zukunft, in der es keine Ressourcen mehr gibt, weil unser gesamtes derzeitiges System auf fossile Brennstoffe ausgelegt ist und deren Ausbleiben den totalen Kollaps herauf beschwören wird. Entgegen anderer Filme dieses düsteren Schlages ist THE SURVIVALIST jedoch nicht daran interessiert die daraus resultierenden Ruinen der Zivilisation zu zeigen und sich an Bildern des Zerfalls zu laben, sondern bricht das Szenario gekonnt auf das Schicksal des einzelnen herunter. Überlebenskampf auf persönlicher Ebene, erzählt als bittere Fabel der paranoiden Einsamkeit. Film: The Survivalist (2015) weiterlesen

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