Meinung: Media Monday #206

Ein schönes WE liegt hinter mir, eine volle Woche vor mir, dies, das, blablabla. So hier, los jetzt: Media Monday #206.


1. Philip Seymour-Hoffman hätte ja spätestens für ihre/seine Darstellung als verzweifelter Regisseur, der sich in der Inszenierung seines eigenen Lebens verrennt einen Haufen Preise verdient, denn endlich hatte er mal eine Hauptrolle und füllte diese in erwarteter Größe aus. Aber klar, derart weirde Filme wie SYNECDOCHE, NEW YORK werden von der  BOREcademy nicht ausgezeichnet.

2. Bei Filmen in historischem Kontext, darf es lieber frei interpretiert sein oder möglichst akkurat und reell? Das hängt total vom jeweiligen Ansatz ab. Je ernsthafter sich ein Film verkauft, umso mehr Faktentreue erwarte ich. Wenn Tarantino hingegen sowas wie  die INGLOURIOUS BASTERDS raushaut, kann ein akkurater Ansatz mir gestohlen bleiben – so darf Geschichte gern neu geschrieben werden!

3. Fast alles an Fantasy-Settings, interessiert mich (leider) kaum. Falls jemand mir jedoch richtig düstere Fantasy-Filme empfehlen kann, versuche ich es gern noch mal.

4. Der spannendste Kriminalfall – ob im Film oder in Serie – stellte für mich in letzter Zeit die Kombination aus S1 und S2 der AMC-Serie THE KILLING dar. Schonungslos, verstrickt und undurchsichtig, dazu auch noch voller falscher Fährten und Rückschläge. Die S3 war dann leider etwas schwächer, aber immernoch gut.

5. Adam Sandler spielt ja sonst eher debil-klamaukige Rollen, aber als Charlie in REIGN OVER ME (in Deutschland als DIE LIEBE IN MIR gestartet) liefert er eine ernsthafte, unglaublich bewegende Performance ab. So empfand ich es zumidnest, als ich den Film vor 7 Jahren sah.

6. Unvergessen, wie Bill Murray in DIE TIEFSEETAUCHER den letzten Tauchgang vollführt, denn das Ereignis in Kombination mit der unendlich schönen Musik von Sigur Ros, treibt mir jedes Mal die Tränen in die Augen! Wann bekommt der Film endlich ‘ne BluRay Veröffentlichung?

7. Schon witzig, wie in Filmen, die erst ein paar Jahre alt sind die Computer-generierten Effekte oft Augenkrebs verursachen. Witzigerweise sind in der Beziehung Filme der frühen 2000er fieser als Filme der 1990er. Wahrscheinlich weil in den 90ern noch per Hand gebaut und per Computer aufgestockt oder nachgeholfen, einige Jahre später dann jedoch erstmalig NUR der Computer genutzt wurde. Bestes Beispiel sind CGI-Spiderman und Kobold in SPIDERMAN 1 von Raimi – der Film ist toll, aber sobald die Figuren durch Totalen schwingen/fliegen, wird er kurz zum Videospiel.


Schöne Woche Leute!