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Film: Tokyo Tribe (2015)


Tokyo Tribe (IMDb) – Groteske, Musical, Japan, 2015 – Regie: Sion Sono, Skript: Sion Sono, Kamera: Daisuke Sôma, Musik: B.C.D.M.G., Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Rapid Eye Movies


Review
Tödliche Haarverlängerungen, ein vierstündiges Splatter-Liebes-Epos mit Martial-Arts-Hößchenfotografie und nun ein abgedreht-buntes Gangsta-Rap-Musical, das sich wie die Smartphone-Game-Version der ENTER-THE-VOID-Variante von THE WARRIORS anfühlt – immer wenn man denkt Sono Sion kann keinen mehr drauf setzen, tut er es einfach. Wer zelebrierten Exzess zum vielleicht einzigen roten Faden des eigenen Werks erkoren hat, trumpft eben in den unerwartetsten Momenten durch ein seltenes As im Ärmel auf.

Lässt man sich den Inhalt von TOKYO TRIBE genüßlich auf der Zunge zergehen – dauer-rappende Gangs in Tokyo, die mit Fäusten und Punchlines in einer blinkend-verzerrten Neon-Variante der Stadt um Territorien battlen, sich aber dann zusammenschließen um den fiesen, kleine Kinder verspeisenden Oberboss vom Thron zu schmeißen – so steht eigentlich nur eines fest: zu erahnen, was in diesem Konglomerat der weirden Ideen an überbordenden Motiven auf den Zuschauer wartet, gestaltet sich unmöglich. Zu ungewöhnlich, zu schräg und (ganz in Tradition des Regisseurs) eben auch zu einzigartig. Aus eben dieser Unberechenbarkeit generierte Sono oft einen nicht unerheblichen Teil seiner Schlagkraft, die Konsequenz mit der er Dinge einfach tat, statt sich vorsichtig heranzutasten, zeichnet sein Werk von jeher aus. Film: Tokyo Tribe (2015) weiterlesen

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LP: Run The Jewels – Run The Jewels I & II (2013/2014)


Quelle: massappeal YouTube-Kanal


Wenn doch Hip-Hop immer so wäre…

Nachdem New York’s Alternative-Rap Ur-Gestein (Betonung auf Alternative, denn dass Hip-Hop Urgesteine in den frühen späten 70ern bis frühen 80ern zu suchen sind, ist mir klar) El-P – seines Zeichens damals eine Hälfte von Company Flow und Label-Head von Def Jux – bereits vor einigen jahren Killer Mike’s LP R.A.P. MUSIC produzierte, haben die beiden sich 2013 zum Duo Run The Jewels zusammen gefunden und direkt das erste, nach sich selbst benannte Album raus gehauen. 2014 kam der Nachfolger (der u.A. Pitchfork’s Album des Jahres wurde).

Kurz gesagt: Wie es die ersten wütend gebrüllten Zeilen auf Part II bereits prophezeien, brennen die beiden alles nieder!
LP: Run The Jewels – Run The Jewels I & II (2013/2014) weiterlesen

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Mixtape: Gucci Mane – I’m Up (2012)


Quelle: kukiuua YouTube-Kanal


Ist jetzt schon ein Jahr alt aber Gucci haut es verdammt noch mal wieder raus.  Hektische dumpfe Synthie-Beats, gelallt-sicke stoner-Lines, einigermaßen dezent gehosted von DJ Holiday! Auf Lyrics darf man natürlich mal wieder nicht achten, aber es klingt so gut

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