In eigener Sache: In 2018 wird es…

…hier leider erst mal eine Pause auf unbestimmte Zeit geben.

Dass die Frequenz dieses Blogs im letzten Jahr sowieso schon deutlich gesunken ist, hat sicher bereits jeder gemerkt, der hier früher mal regelmäßig rein schaute. Wieder seit 2 Wochen kein Beitrag, keine Reaktion auf Nominierungen, keine, bzw. nur sehr sporadische Teilnahme an regelmäßigen Events wie dem Media Monday – die Zeichen waren zu erkennen.

Nun das Problem. Dieser niedrige Output ist etwas, das mich lange Zeit konstant wurmte und irgendwann, so haben es mir einige Ereignisse der letzten Tage gezeigt, dann ganz unterbewusst zu Stress wurde – “da würde ich gern, nein, da muss ich doch eigentlich drüber schreiben” ist ein Gedanke, der zum stetigen Begleiter wurde, keinen Film konnte ich mehr wirklich “frei” sehen (bzw. Comic “frei” lesen, im Entwurfs-Ordner türmen sich (viele!) angefangene Reviews, die wohl nie fertig gestellt werden, weil Zeit und Verpflichtungen sie überholt haben. Fände sich hier alles, worüber ich gerne schreiben täte, dann würden täglich mindestens 2-3 Beiträge zu Filmen, Musik, Comics oder Nerd-Scheiß in euren Feed purzeln.

Das würde ich gerne so umsetzen, aber ich schaffe es nicht. Im Gegenteil. Ich renne seit einer ganzen Weile nur noch hinterher und der eigentliche Antrieb für all das hier – Spaß an der Auseinandersetzung mit Film/Musik/Medien, Freude am Diskurs und an diesem bescheidenen Weg des gestaltens – ist, so habe ich nun bemerkt, vollständig einer Knechtschaft unter kruden selbst auferlegten Verpflichtungen gewichen. Das ist nicht schön, das macht keinen Spaß und nun ist es so weit gekommen, dass es mich (in Verbindung mt einigen anderen Dingen in meinem Leben) sogar etwas aus der Bahn geworfen hat. Ich will dieses “ich müsste”-Gefühl nicht mehr.

Also: Konsequenzen ziehen. Ich will weniger Verpflichtung, dafür wieder mehr Leidenschaft, habe die Prioritäten überdacht und setze den digitalen Entgiftungs-Rotstift an. Zumindest hier, denn meine kleine Evaluation eben dieser Prioritäten hat ergeben, dass mir über die Jahre der Podcast deutlich wichtiger als das schreiben geworden ist.

Also. So long fellas und danke an die (stillen aber vorhandenen) Leser, Liker und Kommentatoren! Irgendwann lesen wir uns sicher wieder

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5 Gedanken zu „In eigener Sache: In 2018 wird es…“

  1. Auch ich schließe mich dem “Schade” an. Ich werde deine Art zu schreiben sehr vermissen, auch wenn ich, ehrlich gesagt, z. Zt. selbst wenig zum Lesen komme. Ich kenne das Gefühl momentan auch, dass ich nur ein Bruchteil dessen poste, was mir eigentlich auf der “Seele brennt” (so kitschig das klingt), was bei mir zeitweise eine Art “Ich-weiß-gar-nicht-wo-ich-anfangen-soll-also-lass-ichs-lieber-bleiben” hervorruft.

    Ich wünsche dir eine gute, blogfreie Zeit!

  2. Ja, das verstehe ich und ich bin auch froh, dass du „nur“ eine Pause machen möchtest und nicht komplett hinschmeißt. Wenn es dich tröstet, ich habe auch angefangene 30 Filmkritiken im Entwurfsordner liegen und das ist auch in Ordnung.

    Manche Kritiken schreiben sich wie von selbst und andere liegen einfach lange rum. So ist das halt. Ich lasse mich davon aber nicht runterziehen. Ich schreibe in erster Linie für mich selbst und dementsprechend entscheide auch ich, wann ein Beitrag online geht. Und wenn er einfach seine Zeit braucht, dann braucht er halt seine Zeit.

    Ich halte es wie bullion und behalte dich im Feed. Falls es dir während deiner digitalen Entgiftung doch mal in den Fingern juckt: ich suche permanent Autoren für meine Reihe „Filmische Objekte“ (http://adoringaudience.de/search/filmische+objekte). Just saying. 😉

    Liebe Grüße, Franzi von Adoring Audience

  3. Schade, aber ich weiß was du meinst. Ich hatte letztes Jahr auch so eine Phase und so gar keine Lust mehr zum bloggen, weil es einfach nur noch Pflicht war und irgendwie so keinen Spaß mehr machte.

    Ich hoffe wir lesen uns bald wieder

  4. Sehr schade, aber absolut verständlich. Mir geht es tatsächlich ähnlich, was das Gefühl der Verpflichtung angeht. Noch kann ich mich nicht komplett davon freimachen, dazu liebe ich mein Blog und die Community zu sehr, aber ich muss wohl auch einen neuen Weg finden, damit umzugehen.

    Ich behalte das Blog dennoch im Feed. Falls da nochmal was kommt…

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