Schlagwort-Archive: Zeitgenössische Klassik

DJ-Mix / Compilation: Ólafur Arnalds – Late Night Tales (2016)

Titelbild © by Night Time Stories Ltd.



Die (derzeit noch) aktuellste Installation der britischen mix- bzw. Compilation-Reihe LATE NIGHT TALES stammt, nachdem in der Vergangenheit bereits namhafte Leute wie Nightmares on Wax, Four Tet oder Bonobo Ihren Beitrag leisteten, nun von keinem geringeren als dem großartigen Ólafur Arnalds. Und ohne lang um den Brei herumzureden, lässt sich eines sagen: die Musik, die ihren Weg in dieser Zusammenstellung fand, entspricht durch und durch den Erwartungen, die man mittlerweile mit dem Namen verknüpft – sie ist ohne Aussetzer wundervoll.

Arnalds elegante Auswahl hochwertiger Musik sorgt für ein gelungenes auf und ab – wabernde Elektronik trifft auf zeitgenössische Klassik, dezentes Piano paart sich mit vielschichtigen Synthesizern, tiefe Melancholie tanzt mit der lebendigen Gewissheit, das alles gut werden wird, wenn die Welt doch in der Lage ist solche Musik hervorzubringen. Zum Einstieg gibt es traditionelle isländische Gesänge, den Abschluss bildet eine kurze Geschichte.

Obwohl bereits im Juni veröffentlicht ist dieses Album, welches sowohl als 70minütiger Mix, wie auch als Compilation der Einzelstücke zu haben ist, prädestiniert dafür den Herbst einzuleiten. Sich zurückzulehnen, über sich und die Welt nachzudenken, oder einfach nur die Gedanken schweifen zu lassen. Zwar besteht eine latente Gefahr, die Regler auf der persönlichen Melancholie-Skala bis weit in den roten Bereich zutreiben, doch seien wir mal ehrlich, Ein wenig wollen wir das doch auch, Wenn wir die Arnalds-Platte auf den Teller legen, oder seinen Titel in der Playlist auswählen.  DJ-Mix / Compilation: Ólafur Arnalds – Late Night Tales (2016) weiterlesen

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LP: New Composers & Brian Eno – Smart (1999)


Quelle: bonbonfabrik YouTube-Kanal


1999 taten sich die russischen New Composers mit dem Uravter der Ambient-Musik Brian Eno zusammen, um eine LP zu produzieren – das Resultat war träumerisch-malerische minimal-Musik, die zwar teils nah am Kitsch rangiert, durch Augenschließen bei mir aber gerade noch angenehm echte Assoziationen von schöner Natur, heiler Welt und angenhmer Wärme bewirkt. Teilweise sind die Titel zwar (für meinen Geschmack) etwas zu krass in der Klangästhetik von 90er-Jahre Warteschleifen-Musik verhaftet (konkret: 324-A 4 oder ADEPT) und dudeln heutzutage wie aus der Zeit gefallen vor sich hin – um diese Titel bereinigt, ist SMART jedoch ein wirklich wunderschönes Ambient-Album, das dieses Jahr mit zwei Bonustiteln und neuem Cover auf Psychonavigation Records wiederveröffentlicht wurde.  LP: New Composers & Brian Eno – Smart (1999) weiterlesen

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LP: Douglas Dare – Whelm (2014)


Quelle: Erased Tapes Vimeo-Kanal


Irgendwie verirren sich verstärkt die LPs von Erased Tapes, Raster Noton und Project Mooncircle in den Blog – keine Absicht, sondern lediglich Resultat der übermenschlich guten Musik dieser drei Labels. In diesem Fall ist es Erased Tapes, die letztes Jahr die Debut-LP des jungen Briten Douglas Dare veröffentlichten. Auf den Spuren junger multi-Instrumentalist-Electronica-Songwriter wie James Blake, oder Nicolas Jaar und Piano-Göttern vom Schlage eines Nils Frahm (letzterer passt zwar weniger zu den ersten beiden, aber findet sich in Dare’s Musik eindeutig als Einfluss wieder) hat Dare zehn Stücke zusammengschustert, die vor Gefühl, Melancholie und Qualität quasi überlaufen. Piano trifft auf Synthesizer und paart sich mit dem Drum-Computer – das Resultat ist nuancierter, gefühlvoller Sound zum träumen und schweben. Einziges Manko: Dem einen oder anderen mag hier sicher zu viel Einfluss und zu wenig eigenes drin stecken. Ansichtssache – ich zumindest bin relativ begeistert und werde WHELM (vor allem, passend zur Melancholie, bei grauem Himmel) noch einige Durchläufe im Player gönnen.

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Soundtrack: Ólafur Arnalds – Broadchurch (2013)

Titelbild © by Mercury Classics



Quelle: Decca Records Classical YouTube-Kanal


Der Name sollte jedem ein Begriff sein: Ólafur Arnalds steht für verträumte, melancholische, minimalistische (Kammer-)Musik mit eigenem Charakter. Für die UK Serie BROADCHURCH (*) hat der Multiinstrumentalist mal wieder feinste Qualität geliefert und einen Score irgendwo wischen Ambient, zeitgenössischer Klassik und Piano-Stücken komponiert. Soundtrack: Ólafur Arnalds – Broadchurch (2013) weiterlesen

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LP: Nicolas Bernier – Music For A Piano (2012)


Quelle: mojuvideo YouTube-Kanal


Die graue Jahreszeit beginnt und zwingt förmlich zum Ambient-Genuss. Passend zur aufkommenden Melancholie, empfehle ich das Album MUSIC FOR A PIANO auf Home Normal Records aus dem letzten Jahr. Wundervolle, schwebende Verwebungen von elektronischen Komponenten und klassischen Instrumenten, vorwiegend Piano und Violine (aber auch gern mal ein winterliches Glockenspiel). Einfach Musik zum genießen und treiben lassen. LP: Nicolas Bernier – Music For A Piano (2012) weiterlesen

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