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Großartige Musik: ASC – Colours Fade. Volume One (2016)

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Quelle: Evening Selection YouTube-Kanal


ASC macht durchweg so großartige Musik, dass ich tendenziell (wenn ich mir mehr Zeit für dieses Blog nehmen würde, und mehr Disziplin in der Verbreitung von mir geliebter Musik hätte, und dies-das, und bla-blubb) jede seiner Veröffentlichungen ungehört hypen könnte und dabei selten bis nie im Nachhinein zurück-rudern müsste. Immer absolut brillant produziert, immer Innovations-technisch weit vorn und dabei stilistisch von Weltraum-Ambient über pumpende 4/4-Dinger bis hin zu verspielt futuristischem Drum & Bass/170 äußerst breit aufgestellt. So breit, dass man statt von Genres eher von „dem ASC-Sound“ sprechen kann. Läuft bei ihm.

Die Krux dabei ist lediglich, dass der Mann einen immensen Output hat (5 LPs und unzählige Singles & EPs in den letzten 3 Jahren) und allein durch diese Quantität ab und an den Eindruck erweckt, sich zu wiederholen, manchmal gar einzelne Tracks regelrecht zu replizieren. Bei all dem (übermenschlich guten) kristallklaren Sounddesign bleibt in Einzelfällen die Idee auf der Strecke und ich frage mich: „Kenne ich das nicht schon?“. 

Ein Album (mit 8 Tunes vielleicht auch noch eine EP – wer weiß das schon?) was für mich aus der Flut seiner VÖs enorm heraussticht, vielleicht weil es als Compilation aus unveröffentlichten Tracks, die bis dato bereits 5-6 Jahre auf dem Buckel haben, die Vielfalt seiner Musik auf einen enorm kohärenten Kern verdichtet, ist der Start der (nur digital veröffentlichten) COLOURS FADE.-Serie auf seinem eigenen Label AUXILIARY. Verspielter 170-Sound, mal Halftime, mal etwas vertrackter (und somit dem D&B näher, den er vor fast 10 Jahren gemeinsam mit Instra:mental & co. revolutionierte), pulsiert, wabert und klickt nicht bloß vor sich hin, sondern überzeugt durchweg durch Eigenständigkeit und Charakter. Musik, zu der es mich immer wieder zieht, weil sie die kühle Reverb-/Space-Ästhetik des Machers immer wieder aufbricht und mit Basslines anreichert, die problemlos aus Richtung Loxy, CX, etc. kommen könnten.

Ein Highlight (unter vielen) in einer Diskografie, die es uns schwer macht, nicht den Anschluss zu verlieren. Bass rein drehen, Augen zu und anhören. Dann wieder hören. Dann Teil Zwei und Drei nachlegen. Danke!


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