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Film: John Carter (2012)


Trailer © by Walt Disney


Fakten
Jahr: 2012
Genre: Science-Fiction, Abenteuer, Western, Sandalenfilm, Trash
Regie: Andrew Stanton
Drehbuch: Andrew Stanton, Mark Andrews
Besetzung: Taylor Kitsch, Lynn Collins, Willem Dafoe, Samantha Morton, Thomas Haden Church, Mark Strong, Ciarán Hinds, Dominic West, James Purefoy, Bryan Cranston, Polly Walker, Daryl Sabara
Kamera: Daniel Mindel
Musik: Michael Giacchino
Schnitt: Eric Zumbrunnen


Review
JOHN CARTER, oder auch: wie man dem Zuschauer die Chance auf emotionale Empathie verwehrt.

Ganz selten trifft man auf einen Film, der es bewerkstelligt, wirklich alles was er zeigt in kaum beschreibbarem Maße unspektakulär, fad und blutleer wirken zu lassen. So hier: Nichts regt sich in diesem wild zusammengewürfeltem Mashup aus Western, Science-Fiction, Sandalenquatsch, Romanze und einigem, was uns noch an Genres einfällt. Nicht einen Moment interessiert es, ob und wie der Herr Carter seiner misslichen Lage entrinnen kann, kein Frame lang kauft man Herrn Kitsch und Frau Collins irgendeine zwischenmenschliche Emotion ab. Völlig ohne Dynamik, Esprit und Seele inszeniert, grauenhaft flach geschrieben, der Gipfel der audiovisuellen Teilnahmslosigkeit.

Kein Wunder, denn entscheidend für das Popcorn-fordernde Filmerlebnis sind nun mal die Figuren. Man will mit ihnen fiebern, man will sie lieben, sie hassen, man will irgendeine Form der Bindung entwickeln. Das funktioniert hier von Minute Eins an nicht. Kitsch beweißt, nach dem gescheiterten SAVAGES, erneut, dass seine einzige Qualität der offensichtlich regelmäßige Kampf mit der Hantelbank ist, Lynn Collins steigt direkt auf diesen Level ein und der schauspielerische Unterbietungs-Wettbewerb ist entfesselt. Wer schlechter ist, fällt schwer zu sagen – unterirdisch spielen sie beide, zwei leere Hüllen in albernen Kostümen. Film: John Carter (2012) weiterlesen

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Film: Cosmopolis (2012)


Trailer © by Falcom Media / Ascot Elite Home Entertainment


Fakten
Jahr: 2012
Genre: Gesellschaftskritik, Psychothriller, Kunstfilm
Regie: David Cronenberg
Drehbuch: David Cronenberg, (Romanvorlage: Don DeLillo)
Besetzung: Robert Pattinson, Juliette Binoche, Paul GiamattiSarah GadonKevin DurandJay BaruchelSamantha Morton
Kamera: Peter Suschitzky
Musik: Howard Shore
Schnitt: Ronald Sanders


Review
Manchmal ist es so einfach: Komponente A und B sind gut, C ging so, aber D glich das wieder aus – Fazit: Toller Film.

Aber an David Cronenberg’s vollkommen seltsamen COSMOPOLIS ist nichts einfach, erst recht nicht zu erklären warum ich ihn herausragend finde. Worte zu finden, gestaltete sich selten komplizierter.  Erster Versuch. Es ist die Audiovisualität: Der Film ist grandios, weil bereits die Atmosphäre von der ersten Sekunde an unvergleichlich irreal und falsch ist – so sehr, dass ich direkt und ohne zu zögern gebannt war. Zweiter Versuch. Es ist der surreale Inhalt: COSMOPOLIS ist grandios, weil ich wahrscheinlich noch nie eine so vollständige Dekonstruktion der (marktwirtschaftlichen) Wirklichkeit im Verhalten einer einzigen Person manifestiert erleben durfte und die Entkopplung des Hardcore-Kapitalismus von der Realität hier enorm kryptisch und dennoch so klar wie es nur sein könnte beschrieben wird. Hmm. Dritter Versuch: Er ist grandios, weil Entfremdung selten so überzeugend verbildlicht und so packend gespielt wurde.  Puh, sicher von allem etwas und doch noch viel mehr.
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