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Film: Sucker Punch – Extended Cut (2011)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Warner Home Video


Fakten
Jahr: 2011
Genre: Action, Science-Fiction, Kunstfilm
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: Zack Snyder, Steve Shibuya
Besetzung: Emily Browning, Vanessa Hudgens, Abbie CornishJena MaloneJamie ChungCarla GuginoOscar IsaacJon HammScott GlennRichard CetroneGerard Plunkett
Kamera: Larry Fong
Musik: Tyler Bates, Marius de Vries
Schnitt: William Hoy


Review
Über SUCKER PUNCH kann sicher verschiedenstes gesagt werden (und das wurde es auch) -er wurde zerrissen, in den Himmel gelobt, als platt, sexistisch und dumm abgetan, als tiefgründiger meta-Film, emanzipatorisch und multipel interpretierbar gefeiert – was aber für mich, nachdem ich von ursprünglicher Total-Abneigung, über Unsicherheit was mein Interesse betraf, irgendwann bei (durch MAN OF STEEL ausgelöste) neugieriger Kribbeligkeit angekommen bin, das wohl entscheidendste ist: Ich habe den Film geschaut und er hat verdammt viel Spaß gemacht! Film: Sucker Punch – Extended Cut (2011) weiterlesen

Film: Haze (2005)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Rapid Eye Movies


Fakten
Jahr: 2005
Genre: Horror, Survival
Regie: Shin’ya Tsukamoto
Drehbuch: Shin’ya Tsukamoto
Besetzung: Shin’ya Tsukamoto, Takahiro Murase, Takahiro Kandaka, Masato Tsujioka, Mao Saito, Kaori Fujii
Kamera:  Shin’ya Tsukamoto
Musik: Chu Ishikawa
Schnitt: Shin’ya Tsukamoto


Review
Aufgewacht. Beängstigendes Dröhnen überall. Angst. Verstörende Schreie. Panik. Beklemmende Enge. Orientierungslosigkeit. Schmerzen. Aber woher sind wir gekommen? Und wohin in diesem kargen, unwirklichen Labyrinth?

48 Minuten Laufzeit sind im filmischen Sinne äußerst kurz. Gerade so ein mittellanger Film. Doch in Angesicht dieser verstörenden, von Anfang bis Ende maximal fordernden Reise durch morbide Phantasien von Hölle, Verlorenheit und Qual und der tiefen Immersion die sie hervorruft, erscheinen sie 1) endlos und 2) trifft DIY-One-Man-Army Tsukamoto genau die Entscheidung, bei der andere Filmemacher zu häufig hadern: er lässt den Film nur so lange gehen, wie er gehen muss, um sein Anliegen auszuerzählen. Das ist kurz? Egal, es reicht trotzdem, denn HAZE strahlt eine Eiseskälte aus und geht tief im Hirn auf Penetrationstour – erfolgreich: jede Synapse die zur Rezeption dieses Films herangezogen wird, reicht danach erstmal zur Erholung den gelben Schein ein. Auch wenn ich mich gegen den Begriff eigentlich sträube (weil er zu unpräzise ist und somit nichts sagt): Viel zu durchgeknallt ist das dargebotene, um es entspannt anzusehen und danach unbeirrt im Tagesprogramm weiterzumachen.

Wahrscheinlich steht und fällt der Film mit den ersten paar Sekunden: Ein unbekannter wacht in einer dunklen, kalten und klaustrophobischen Umgebung auf. Verwundet und unfähig sich an ein “Vorher” zu erinnern. Kalte Betonwände, erdrückende Enge, der einzige Weg geht tiefer rein. Film: Haze (2005) weiterlesen