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Meinung: Media Monday #186

Eigentlich habe ich gerade gar keine Zeit. Aber egal, ich mache jetzt (um 20 vor 4, haha) einfach mal Mittagspause und versuche die Fragen des Media Monday #186 mal etwas knapper zu beantworten ;) Auf gehts.


1. Viele Filme, viele LPs und viele Bücher ist sind ja mittlerweile echt in die Jahre gekommen, dennoch werde ich nicht müde zu betonen, dass Alter in keinster Weise Aufschluss über Qualität gibt!

2. Die Oscar-Nominierungen sind da! Thema oder eher nicht und wieso? Seid ihr, so es euch denn interessiert, zufrieden oder könnt ihr euch gar nicht mit den Nominierungen anfreunden?
Ich habe mich gefreut, dass GRAND BUDAPEST HOTEL so viele Nominierungen eingefahren hat, denn obwohl ich den Film fast als einen seiner schwächsten einstuf(t)e, ist Wes Anderson ein Filmemacher ist, dessen Liebe und Hingabe man in jedem Frame spürt. Dass der Film einen der “großen” Awards gewinnt, glaube ich zwar nicht, hoffe es aber schon. Der Rest ist mir recht egal. Wenn ich es mir recht überlege, hab ich die meisten Nominierungen schon vergessen.
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Film: Match Point (2005)


Trailer © by Paramount Home Entertainment


Fakten
Jahr: 2005
Genre: Drama
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Besetzung: Scarlett Johansson, Jonathan Rhys Meyers, Emily Mortimer, Matthew Goode, Brian Cox, Penelope Wilton, Ewen Bremner, James Nesbitt
Kamera: Remi Adefarasin
Musik: Verschiedene (*)
Schnitt: Alisa Lepselter


Review
Lebst du so, wie es deinem Wesen entspricht, oder bist du unmerklich in eine Richtung gerutscht, die dir eigentlich gar nicht recht ist? Schaffst du, falls es in diese falsche Richtung geht, die Notbremse rechtzeitig zu ziehen, oder begibst du dich immer weiter in Abhängigkeiten, die dir irgendwann deine Eigenständigkeiten rauben werden? Spielst du nur eine Rolle, die andere von dir erwarten, weil dieser Erwartung zu entsprechen der bequemere Weg ist, der des geringsten Widerstandes?
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Film: Und Täglich Grüßt Das Murmeltier – Groundhog Day (1993)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Sony Pictures Home Entertainment


Fakten
Jahr: 1993
Genre: Tragik-Komödie, Fantasy
Regie: Harold Ramis
Drehbuch: Harold Ramis, Danny Rubin
Besetzung: Bill Murray, Andie MacDowell, Chris Elliott, Stephen Tobolowsky, Brian Doyle-Murray, Marita Geraghty, Angela Paton, Rick Ducommun, Rick Overton, Michael Shannon
Kamera: John Bailey
Musik: George Fenton
Schnitt: Pembroke J. Herring


Review
Ich habe diesen Film oft gesehen. Wirklich oft. Über die letzten zwanzig Jahre verteilt, in regelmäßigen Abständen immer wieder. Als Kind im Kino, wann immer er im TV lief, vorsätzlich mit Freunden auf DVD. Und immer mochte ich ihn sehr, immer hat der Film mich wahnsinnig gut unterhalten, amüsiert, zum Schmunzeln und Lachen gebracht. Aber dieses Mal war es noch anders. Da war mehr. Mehr Humor, mehr Tragik, mehr Begeisterung, aber vor allem eins: Mehr Gefühl. Zusätzlich, zu allem genannten, hat sich mir GROUNDHOG DAY dieses Mal von einer ungeahnt tragischen Seite offenbart und wirklich berührt – bis tief unter der Oberfläche. Film: Und Täglich Grüßt Das Murmeltier – Groundhog Day (1993) weiterlesen

Film: Die Zeit die bleibt – Le Temps qui reste (2005)


Trailer © by Prokino


Fakten
Jahr: 2005
Genre: Drama
Regie: François Ozon
Drehbuch: François Ozon
Besetzung: Melvil Poupaud, Jeanne Moreau, Valeria Bruni Tedeschi, Daniel Duval, Marie Rivière, Christian Sengewald, Louise-Anne Hippeau
Kamera: Jeanne Lapoirie
Musik: –
Schnitt: Monica Coleman


Review
Ein seltsamer Film.

Weil er ein unglaublich heftiges Thema behandelt, den Zuschauer (meint: mich)aber trotzdem über weite Strecken relativ kalt lässt, weil ihm ganz stark ein Handlungsfaden fehlt, er jedoch schafft dies gekonnt zu überspielen, weil er an einem Punkt an dem man schon fast mit ihm abgeschlossen hat, plötzlich ganz unerwartet voll einschlägt und zu guter letzt, weil er mit etwas Abstandganz andere Gedankengänge verursacht, als man in Anbetracht des Themas erwarten würde.

Der Protagonist Romain ist 30, Fotograf und ein egozentrisches Arschloch – arrogant, bösartig, beleidigend, egal ob zu seinen Liebsten oder “nur” den Modells die er shootet, er ist immer und überall schlichtweg ungenießbar. Dann bricht er unerwartet zusammen, dann die Diagnose: Krebs. Bereits gestreut, unheilbar, Restzeit zwischen Tagen und maximal Monaten.

Heftig. Das muss ein Mensch verarbeiten. Kann man das überhaupt? Film: Die Zeit die bleibt – Le Temps qui reste (2005) weiterlesen

(Neuer) deutsch(sprachig)er Genrefilm #2: Wir sind die Nacht (2010)


Trailer © by Constantin Film


Fakten
Jahr: 2010
Genre: Vampirfilm, Horror
Regie: Dennis Gansel
Drehbuch: Dennis Gansel, Jan Berger
Besetzung: Karoline Herfurth, Nina Hoss, Jennifer Ulrich, Anna Fischer, Max Riemelt, Arved Birnbaum, Steffi Kühnert
Kamera: Torsten Breuer
Musik: Heiko Maile
Schnitt: Ueli Christen


Review
Vor wenigen Wochen habe ich den deutschen 2011er Film MASKS gesehen und bin direkt in Begeisterungsrufe und fanatischen Applaus verfallen. Nicht weil Andreas Marschall mit diesem Film alles bisher Gesehene in den Schatten gestellt hätte (sein schnörkelloser Slasher ist zweifelsohne gut, aber eben auch “nur” gut), viel mehr weil in mir eine verloren geglaubte Hoffnung für die deutsche Kinolandschaft aufkeimte: Der Genrefilm aus unseren Landen schien plötzlich (wieder?) eine Möglichkeit für Filmemacher zu sein. Deutsches Kino – das ist doch eigentlich entweder Beziehungskomödie, oder Bewältigung der eigenen Vergangenheit (egal ob RAF/Stasi/NS) und im schlimmsten Fall alberner Bully Herbig- und Otto Waalkes-Klamauk. Von der banalen Vorabend-Treppenlift Unterhaltung nicht zu reden.
Aber Genrefilme? (Neuer) deutsch(sprachig)er Genrefilm #2: Wir sind die Nacht (2010) weiterlesen