Schlagwort-Archive: Stilbruch

Film: We Are Still Here (2015)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Tiberius Film


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Horror, Haunted-House
Regie: Ted Geoghegan
Drehbuch: Ted Geoghegan
Besetzung: Barbara Crampton, Andrew Sensenig, Lisa Marie, Larry Fessenden, Monte Markham, Susan Gibney
Kamera: Karim Hussain
Musik: Wojciech Golczewski
Schnitt: Aaron Crozier, Josh Ethier


Review
Selbst ohne sich durchweg mit der Fülle an neuen Veröffentlichungen im Horrorgenre auseinanderzusetzen, fällt unübersehbar ins Auge, dass das klassische Sujet des Spukhaus-Films eines der am breitesten ausgetretenen Stilrichtungen der dunkleren Sorte ist. Da inhaltlich sowieso immer das gleiche passiert, aber besonders, weil die Rückkehr zur altbekannten Langsamkeit und Stilistik vergangener Tage, welche in den letzten Jahren zum Beispiel durch frische Vertreter wie THE HOUSE OF THE DEVIL oder INSIDIOUS erfolgte, von vielen Genre-Freunden als die längst überflüssige Rettung (von anderen hingegen als endgültiger Untergang) der verwunschenen vier Wände abgefeiert wurde, ist es mittlerweile inmitten der Flut an Vertretern kaum bis gar nicht mehr möglich sich ohne besondere Originalität oder eine markante eigene Handschrift in relevanten Qualitätsregionen oberhalb des Durchschnitts zu tummeln. Das Langfilm-Debüt des US-amerikanischen Autorenfilmers Ted Geoghegan trägt eine solche Handschrift in sich. Film: We Are Still Here (2015) weiterlesen

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Film: Love & Mercy (2015)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by STUDIOCANAL


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Biopic, Drama, Musikfilm
Regie: Bill Pohlad
Drehbuch: Oren Moverman, Michael A. Lerner
Besetzung: John Cusack, Paul Dano, Elizabeth BanksPaul GiamattiErin DarkeBill CampJake AbelKenny Wormald
Kamera: Robert D. Yeoman
Musik: Atticus Ross
Schnitt: Dino Jonsäter


Review
Hollywood hat uns in den letzten Jahr(zehnt)en gezeigt, dass Biografien und generell Filme die auf realen Persönlichkeiten aufbauen, ein zweischneidiges Schwert sind. Die gelungenen Vertreter schaffen es, über die feststehenden Eckdaten aus dem Leben der jeweiligen Person hinaus etwas spannendes, menschliches, im Optimalfall universelles zu erzählen. Die weniger spannenden Exemplare (und dies sind von J. EDGAR bis COCO CHANEL leider die meisten) arbeiten sich strikt an verschiedenen Stationen einer Laufbahn ab und stellen so im Endeffekt nicht viel mehr dar, als meist hochkarätig besetzte, dramatisch aufbereitete Dokumentarfilme. Trockene Wissens- und Fakten Vermittlung stehen über dem Anspruch eine vom Lebensweg der jeweiligen Person losgelösten, bewegenden Geschichte zu erzählen. Film: Love & Mercy (2015) weiterlesen

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LP: Hudson Mohawke – Lantern (2015)


Quelle: HudsonMohawkeVEVO YouTube-Kanal


Vor sechs Jahren (verdammt, so lang ist das her) hat mich Hudson Mohawke mit seiner Polyfolk Dance EP auf WARP Records (und speziell dem Tune OVERNIGHT) ziemlich umgehauen. Der Sound war frisch und bildete eine lang überfällige Brücke zwischen entspannten Detroit-Hip-Hop Beats aus der J. Dilla-Schule und frickeliger UK-Bass-Electronica. Als dann das Debut-Album BUTTER kam, konnte es für meinen Geschmack nicht wirklich mithalten. Leichte Enttäuschung, die dazu führte dass Mohawke langsam aus meinem Blickfeld driftete.

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