LP: Hudson Mohawke – Lantern (2015)


Quelle: HudsonMohawkeVEVO YouTube-Kanal


Vor sechs Jahren (verdammt, so lang ist das her) hat mich Hudson Mohawke mit seiner Polyfolk Dance EP auf WARP Records (und speziell dem Tune OVERNIGHT) ziemlich umgehauen. Der Sound war frisch und bildete eine lang überfällige Brücke zwischen entspannten Detroit-Hip-Hop Beats aus der J. Dilla-Schule und frickeliger UK-Bass-Electronica. Als dann das Debut-Album BUTTER kam, konnte es für meinen Geschmack nicht wirklich mithalten. Leichte Enttäuschung, die dazu führte dass Mohawke langsam aus meinem Blickfeld driftete.

Als nun zur Vorbereitung auf das neue Album LANTERN in den letzten Wochen einige Tracks vorab als Single heraus kamen, dominierte vor dem inneren Ohr vor allem eine Empfindung: Seltsam! Und genau das ist LANTERN nun auch – verdammt seltsam. Und doch, bei aller Schrägheit, auf die weirdest-mögliche Art ziemlich stark. Mohawke veranstaltet maximal chaotischen Totalabriss, quietschige Synths geben sich ein Stelldichein mit zerhacktem White-Noise, wilden Drums udn wenn es passt (oder auch nicht) mal ein wenig Soul-Gesang – vollgestopfter geht nicht! Doch trotz der explosionsartigen Rausch-Überflutung bewahrt der Klang sich eine kindliche Verspieltheit. Immer wieder grinsen die Tunes mich schelmisch an und flüstern augenzwinkernd (oder brüllen gut gelaunt): “Ich wollte doch nur ein bißchen rumspielen”. Ich mag Musik, die mich spaltet – ein Teil in mir findet diesen überladenen Zirkus fürchterlich, der andere schwingt in Resonanz mit der puren Freude, die die Lieder transportieren – und deswegen mag ich auch LANTERN. Irgendwie zumindest.



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