Film: Wyrmwood – Road Of The Dead (2014)


Wyrmwood – Road Of The Dead (IMDb) – Zombiefilm, Fun-Splatter, Australien, 2014 – Kiah Roache-Turner: Regisseur, Skript: Kiah Roache-Turner, Tristan Roache-Turner, Kamera: Tim Nagle, Musik: Michael Lira, Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Tiberius Film


Review
Wenn ein Haufen Leute, die merklich Bock auf ihr Sujet haben, sich kreativ (im sinne von: mach viel aus wenig) und motiviert an selbigem versucht – in diesem Fall einem temporeichen Zombiefilm mit deftigen Funsplatter-Einlagen – ist besagte Motivation oft bereits die halbe Miete. Filme können durch den offen nach außen getragenen Enthusiasmus ihrer Macher enorm mitreißen – so geschehen in WYRMWOOD.

In beschränkter Kulisse (viel Wald, ein paar abgeranzten Schuppen und Garagen, ein Versuchslabor), aber mit treffsicherem Gespür für Tempo und Schnitt, sowie trockenem, mit australischer Laid-Back Attitude versehenem Humor, lassen Regisseur Roache-Turner einen Haufen sympathisch skurriler Figuren durch die verseuchte Pampa stolpern und in Eishockey-Uniform reichlich Headshots verteilen. 

Zwar hat auch der ein oder andere (funktionierende) emotionale Beat seinen Weg ins Drehbuch gefunden, um den lakonisch-mürrischen Figuren eine schicksalhafte Backstory zu verpassen – die eigene Frau und Tochter erschießen zu müssen dürfte wohl niemanden kalt lassen – doch die eigentliche Würze bekommt das (auf dem Papier recht abgedroschen klingende) Unterfangen durch eine Vielzahl skurril-durchgeknallter Ideen.

Da kommen ganz selbstverständlich steampunkige pseudo-Nazi-Wissenschaftler vor und Zombies werden zu garantiert gesundheitsschädlichem Bio-Brennstoff umfunktioniert, oder während einer Fotosession mutiert eine Frau in mexikanischer Totenmaske zum tatsächlichen Untoten, was für leichte Verwirrung sorgt – WYRMWOOD bietet einige sympathische Einfälle, sowie (besonders von Jay Gallagher und Bianca Bradey verkörperte) selbstbewusste Badass-Figuren und macht im Resultat fast durchweg eine Menge Spaß. Mehr verspricht der Film auch nicht – Mission erfüllt.

Gegen Ende geht etwas die Luft aus und Subtexte vom Schlage eines Romero sucht man vergeblich, aber WYRMWOOD ist kurz genug, um mit absurden Tanzeinlagen, energetischen Showdowns und (ausnahmsweise mal) gelungener, übersättigter Colourgrading-Optik als Partyfilm bei der Stange zu halten. Wenn simpel, dann bitte so.


Wertung
7 von 10 tief in die Nase geschobenen Spritzen


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