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Film: Mother – Madeo (2009)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Ascot Elite Home Entertainment


Fakten
Jahr: 2009
Genre: Drama, Thriller
Regie: Bong Joon-ho
Drehbuch: Bong Joon-ho, Park Eun-kyo
Besetzung: Kim ye-ja, Bin Won, Ku Jin, Yun Je-mun, Jeon Mi-seon, Song Sae-byeok, Kim Byoung-Soon
Kamera: Hong Kyung-pyo
Musik: Lee Byung-woo
Schnitt: Moon Sae-kyoung


Review
Ein unverkennbar mit koreanischer Handschrift in Szene gesetztes Stück Kino liefert Bong Joon-Ho mit MADEO ab – leider im Resultat nicht ganz auf dem Level vieler seiner Landsleute (und dessen was er selbst bereits zuvor ablieferte) weil etwas durchwachsen.

Die ruhige Atmosphäre, die ansprechende Bildsprache, die extremen Spitzen in der Dramaturgie – das alles ist durchweg gelungen und garantiert streckenweise höchst angenehmen, packenden, mal sogar fordernden Filmgenuss. Doch mittendrin schleichen sich leichte bis mittelschwere Durststrecken ein, in denen wenig passiert und der emotionale Link nicht zur vollkommenen Fesselung ausreicht.

Die eigentliche Geschichte ist schnell erzählt: ein geistig leicht behinderter (vielleicht nur etwas zurückgebliebener) junger Mann, liebevoll umsorgt von seiner aufopferungsvollen Mutter, gerät unter Verdacht nachts in einer dunklen Ecke ein Mädchen getötet zu haben. Schnell stehen alle Zeichen auf schuldig, ein zurückgelassener Golfball soll ausschlaggebend sein. Der Fokus rückt jedoch zunehmend auf die aufgelöste Mutter, die vollkommen von der Unschuld ihres Sohnes überzeugt ist und auf eigene Faust beginnt den Fall aufzurollen.

Kim Hye-Ja als eben diese Mutter trägt MADEO über die Laufzeit – ihr Spiel ist tief emotional, mitreißend und sie wechselt problemlos (und abrupt) zwischen liebender mütterlicher Wärme und hasserfüllter steinerner Härte. Kurz gesagt: eine große Leistung. Rückt der erzählerische Fokus von ihr ab, fehlt Joon-Ho’s Inszenierung gelegentlich leicht die Substanz, denn Story und Atmosphäre geben sich zu inkonsistent, um diese herausragende schauspielerische Qualität dauerhaft ebenbürtig zu flankieren. Auch wenn hier klar der Weg das Ziel ist und der Plot eher in den Hintergrund gerückt, haut die maue Auflösung des Falls nicht wirklich vom Hocker.

Dennoch: Eine starke Veranschaulichung von bedingungsloser mütterlicher Aufopferung, die zeitweise fast irrsinnig zwischen versatzstücken verschiedenster Genres springt und sicher keinen schwachen Film ergibt. Ein Meisterwerk jedoch auch nicht.


Wertung
6-7 von 10 verzweifelten Detektiv-Aktionen


Veröffentlichung
MOTHER ist bei Ascot Elite Home Entertainment als BluRay und DVD erschienen. Im Bonusmaterial befinden sich: . Die Discs kommen im Wendecover ohne FSK Logo.


Weblinks
IMDB
MOVIEPILOT
LETTERBOXD
Streamen: Werstreamt.es
Leihen: LOVEFILM
AMAZON (*) (falls ihr das Widget nicht seht, wird es von eurem Ad-Blocker gekillt):

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