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Film: Ghostbusters (1984)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Sony Pictures Home Entertainment


Fakten
Jahr: 1984
Genre: Komödie, Geisterfilm
Regie: Ivan Reitman
Drehbuch: Dan Aykroyd, Harold RamisRick Moranis
Besetzung: Bill Murray, Dan Aykroyd, Sigourney WeaverHarold RamisRick MoranisAnnie PottsErnie Hudson
Kamera: László Kovács
Musik: Elmer Bernstein
Schnitt: David E. BlewittSheldon Kahn


Review
“When there’s something strange. In the Neighborhood. Who you gonna call…”

Wundervoll – alles an dieser Perle des 80er Kinos ist einfach nur unterhaltsam, locker und liebenswürdig, vorne voran der charismatische Vollzeit-Charmeur, Ideen-Verwirklicher, durchs-Leben-wurschtler Peter Venkman und sein gesundes Ego. Doch damit nicht genug, auch Messwert-Nerd und Emotions-Invalide Egon Spangler, Quietschkissen Janine mit der “kleinen” Brille, der grüne Slimer, dazu die putzig in die Jahre gekommenen Effekte, die Naivität mit der die simple Story so überzeugend dargereicht wird, der feine Score – einfach alles. 

“Back off, man, I’m a scientist”

Peter weiß was er will und wie er es bekommt -seine entscheidenden wissenschaftlichen Entdeckungen sind gemacht und nach dem unvermeidlichen Rausschmiss aus der Uni führen Charme, Überzeugungskraft und eine gesunde Portion Narzissmus den guten Venkman und seine Wissenschaftler-Kollegen Ray und Egon schnell an den Punkt, wo sie plötzlich einen neuen Handwerks-Zweig aus dem Boden gestampft haben:
Geisterjagd! Was sonst?

Ray: “Sir, what you have there is what we refer to as a focused, non-terminal, repeating phantasm, or a Class Five full roaming vapor. Real nasty one, too!”

Warum es überhaupt Geister gibt und wie man sie technisch fängt, ist für den Inhalt des Films natürlich maximal egal, hier schaut kein unnötiger Erklärbär vorbei, um todernst Dinge zu faseln, die niemand wissen will, doch das hindert die Autoren (nämlich Dan Aykroyd und Harold Ramis aka Ray und Egon) nicht daran, dem Zuschauer trotzdem ein phänomenales Unsinns-Potpourri aus jedem nur erdenklichen Wissenschafts- und Esoterik-Slang vorzusetzen: Materie-Umkehr, Proton refreshing rates, Particle reversal, ectoplasmisches Geschleime…

Janine: “Do you believe in UFOs, astral projections, mental telepathy, ESP, clairvoyance, spirit photography, telekinetic movement, full trance mediums, the Loch Ness monster and the theory of Atlantis?
Winston: “Ah, if there’s a steady paycheck in it, I’ll believe anything you say!”

Einfach herrlich, immer humorvoll und durchweg Zitat-würdig.

GHOSTBUSTERS stammt aus einer Zeit, in der Simplizität noch nicht verschrien war und deshalb auch Blockbuster aus ihrer geradlinigen Konsumierbarkeit noch keinen Hehl machen mussten. Dieser nicht vorhandene Zwang zur künstlichen Komplexität bescherte uns mit McFly und dem Doc, Indy und eben den Geisterjägern einige der tollsten und ehrlichsten Filmfiguren überhaupt. All die Charaktere hier sind eine Nummer für sich – simpel und effektiv geschrieben, gerade deshalb rund und in sich schlüssig. Das funktioniert, ähnlich wie anderen Klassikern der Epoche, auch 30 Jahre später gut, durch die Nostalgie-Brille betrachtet sogar absolut großartig. Was hier an Dialogen von Stapel gelassen wird, steckt die meisten Frontal-Komödien mit links in die Tasche.

Ray: “Everything was fine with our system until the power grid was shut off by dickless here.
Walter Peck (gemeint mit Dickless): “They caused an explosion!”
Mayor: “Is this true?”
Peter Venkman: “Yes it’s true… This man has no dick.”

Nonstop darf sich mit packender Freude gekringelt werden, jede Zeile sitzt – da ist es auch egal, dass gegen Ende (wo es eigentlich spannend werden soll) geradezu jegliche Dynamik flöten geht – solange die Bande verbal fleißig ihren Senf dazu abgibt ist und bleibt die Welt in Ordnung!

Dana (besessen): “NOT DANA, JUST ZOOL!”
Peter: “You must have a lovely singing voice, Darling.”
Dana: “Come inside me.”
Peter: “Well it seems like you got at least two or three people in there already.”

Ein genialer Klassiker voller Kindheits-Erinnerungen mit schier unendlichem Wiederschau-Potential!


Wertung
8-9 von 10 köstlichen Bibliotheks-Besuchen


Veröffentlichung
GHOSTBUSTERS ist bei Sony Pictures Home Entertainment einzeln als BluRay Single Disc, BluRay Deluxe EditionBluRay 4K-Mastered, sowie DVD Collector’s Edition und im BluRay Bundle mit GHOSTBUSTERS II erschienen. Im Bonusmaterial der BluRays befindet sich: Audiokommentar mit Ivan Reitman, Harold Ramis & Joe Medjuck, Schleimer Modus (PiP und Trivia Track), ECTO-1 Mobil, Making of Ghostbusters – Video Game, Ghostbusters Garage – ECTO-1 Galerie, Szenenfriedhof, 1984 – DOKU, Team und Besetzung , Das Special Effects Team, Special Effects vorher/nacher (Multi-Angle), Vergleich Storyboard, Trailer, Blu-wizard – Funktion und Cine-Chat (BD-Live).


Weblinks
IMDB
MOVIEPILOT
LETTERBOXD
Streamen: Werstreamt.es
Leihen: LOVEFILM
AMAZON (*) (falls ihr das Widget nicht seht, wird es von eurem Ad-Blocker gekillt):

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4 Gedanken zu „Film: Ghostbusters (1984)“

    1. Ach, ich weiß auch nicht. Ich brauche es so wenig, wie jedes andere Remake. Auch Paul Feig als Director und Co-Autor haut mich nicht aus den Socken. Ebenso wenig Katie Dippold, die ja bis jetzt eigentlich auch nur all die Paul Feig Filme, die mich nicht interessieren geschrieben hat. Einzige pro Argumente sind bis jetzt für mich eigentlich Kristen Wiig und Andy Garcia.

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