Film: To Rome with Love (2012)


Trailer & © by Universal Pictures Germany


Fakten
Jahr: 2012
Genre: Feelgood, Romanze, Komödie, Drama
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Besetzung: Woody Allen, Penélope Cruz, Jesse Eisenberg, Judy Davis, Roberto Benigni, Alison Pill, Alessandra Mastronardi, Alec Baldwin, Carol Alt, Greta Gerwig, Ellen Page
Kamera: Darius Khondji
Musik: Soundtrack (*)
Schnitt: Alisa Lepselter


Review
Woody Allen beeindruckt mich mit den aktuellen Beiträgen seines Spätwerks. Genug mit vertrackten, unlösbaren Irrungen und Wirrungen des Lebens, genug mit tiefschwarzem Zynismus, genug mit Verzweiflung und zwanghafter Neurotik – Allen konzentriert sich in TO ROME WITH LOVE noch auf genau eins: Die pure Schönheit. Inhaltlich, wie auch optisch ist sein neuster Streich einfach wundervoll, warm und enorm leicht. Leichtigkeit, die in keinem Fall mit Banalität gleichzusetzen ist – Allen versteht es nach wie vor, im Kern von wichtigen Themen und Elementen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens zu erzählen, allerdings hat sich der Fokus verändert. Mit 77 Jahren scheint der Autorenfilmer tatsächlich an einem Punkt zu stehen, in dem er uneingeschränkt die schönen Dinge des Lebens betrachtet – sei es um persönliche Erfüllung zu finden, sei es um sich den Lebensabend frei von Neurosen zu halten – und diese auch in seinen Filmen verbaut.

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Film: Praxis Dr. Hasenbein (1997)


Titelbild & Trailer © by Universum Film GmbH


Fakten
Jahr: 1997
Genre: Satire, Nonsens, Komödie, Trash
Regie: Helge Schneider
Drehbuch: Helge Schneider
Besetzung: Helge Schneider, Peter Berling, Andreas Kunze, Horst Mendroch, Bernhard Sondermann, Werner Abrolat, Carina Berns, Carlos Boes, Bernd Jungkurth, Bodo Österling, Peter Thoms, Andrea Rottmann, Norbert Losch
Kamera: Serge Roman
Musik: Helge Schneider
Schnitt: Andrea Schumacher


Review
“Wir sind die 5 vom Waisenhaus und Tante Uschi gibt einen aus, für jeden eine Currywurst, nur der Carlos hat noch Durst… Wir sind die 5 vom Waisenhaus und Tante Uschi gibt einen aus, für jeden Eis mit Sahne, nur Bodo will Banane… Wir sind die 5 vom Waisenhaus und Tante Uschi gibt einen aus, für jeden einen Stinkekäse nur Annegret kriegt Mayonaise”

Stinkekäse und PRAXIS DR. HASENBEIN, das gehört zusammen und die meisten – selbst Helge-Schneider-Fans – erinnern sich bei diesem Film wohl lediglich an eine Komponente: den miefigen Gestank einer unerträglich lahmen Reise in die Mottenkiste. PRAXIS DR. HASENBEIN schmeckt wie Käsefüsen. Nach Stinkekäse? Doch, wie heißt es so schön: “LECKER, Papa! Stinkekäse!”. Ja, und lecker ist sie, diese Ode an die Einsamkeit, diese nachdenkliche Abhandlung über die Tristesse der Klein(st)stadt, diese kritische Auseinandersetzung mit den Problemen und Hürden alleinerziehender Elternteile. Film: Praxis Dr. Hasenbein (1997) weiterlesen

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Film: Als Das Meer Verschwand – In My Father’s Den (2004)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Capelight Pictures


Fakten
Jahr: 2004
Genre: Drama
Regie: Brad McGann
Drehbuch: Brad McGann
Besetzung: Matthew Macfadyen, Miranda Otto, Emily Barclay, Colin Moy, Jimmy Keen, Jodie Rimmer, Vanessa Riddell
Kamera: Stuart Dryburgh
Musik: Simon Boswell
Schnitt: Chris Plummer


Review
Von strikten (und endgültigen) Genre-Einteilungen halte ich zumeist nichts, da man durch ein bestimmtes Label immer auch eine bestimmte Funktionsweise vorgibt. Action muss krachen, Horror muss schocken, Drama muss bewegen. Aber auch ohne letzteres Label im Hinterkopf zu behalten wird in MY FATHER’S DEN schnell klar, worauf der Film hinaus will: eine bittere, tief-tragische Geschichte erzählen und somit wohl auch den Zuschauer bewegen. Und obwohl objektiv eigentlich alles rund läuft, hat Filemmacher Brad McGann es nicht geschafft den essentiellen Kern seines angestrebten Ziels frei zu legen – und mich damit tiefgehend zu berühren. Film: Als Das Meer Verschwand – In My Father’s Den (2004) weiterlesen

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