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Comic: Steve Niles – 30 Days Of Night Vol. 1 (2002)

Titelbild & Bildausschnitte © by IDW Publishing


Und mal wieder ein Titel, der mir ins Auge sprang, weil ich den zugehörigen Film kannte. In diesem Falle ist es aber noch etwas komplizierter, als dass eine reine Adaption vorlag: Autor Steve Niles pitchte die Idee erst mit der Absicht einen Film draus zu machen, wurde abgewiesen, verfasste den Comic, welcher dann wieder als Drehbuch adaptiert und als Film umgesetzt wurde. Kompliziert. Als kleinen Spoiler kann ich schon mal vorweg sagen, dass ich weder vom Film, noch vom Comic vollständig angetan war. Aber lest selbst.


Eckdaten
StorySteve Niles
ArtworkBen Templesmith
ColoristBen Templesmith
Genre: Horror, Gore
Label: IDW Publishing
Umfang: ca. 70 Seiten
Gelesen: Englisch, Digital, August 2016



Plot
In dem abgelegenen Kaff Barrow, Alaska dauert die längste Nacht des Jahres 30 Tage. Am Vorabend dieses alljährlichen Ereignisses registrieren die Sheriffs des Örtchens seltsame, als Vandalismus getarnte Angriffe auf das Energieversorgungs- und Telefon-Netz. Als die Nacht dann beginnt, fällt eine Horde blutrünstiger Vampire ein und veranstaltet ein Wochen andauerndes Schlachtfest. Die letzten Überlebenden haben sich unbemerkt in einem Keller verschanzt und wägen ihre Optionen ab.


Review
Rückblickend ruft 30 DAYS OF NIGHTS in mir ein hohes Maß an Zerrissenheit hervor, denn der ursprünglich in drei Ausgaben veröffentlichte Comic verpackt eine ziemlich uninteressant erzählte 08/15 Horror-Geschichte, wie sie generischer nicht sein könnte, in Bilder, die mit Worten nur schwer (oder vielleicht gar nicht) zu beschreiben sind. Ohne zu übertreiben, behaupte ich, dass mir ein solch seltsames Hybrid aus Stilen und Techniken, wie es dieser Zeichenstil darstellt, in den über 30 Jahren, die ich nun – von Micky Maus bis Gaspar Noé – bewusst verschiedenste Arten von Bildern, etc. wahrnehme, noch nicht untergekommen ist.  Comic: Steve Niles – 30 Days Of Night Vol. 1 (2002) weiterlesen

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Film: Freaks Of Nature (2015)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Sony Pictures Home Entertainment


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Highschool-Komödie, Fun-Splatter, Horror
Regie: Robbie Pickering
Drehbuch: Oren Uziel
Besetzung: Nicholas Braun, Mackenzie Davis, Josh Fadem, Denis Leary, Ed Westwick, Vanessa Hudgens, Mae Whitman, Patton Oswalt, Keegan-Michael Key, Bob Odenkirk, Joan Cusack, Chris Zylka, Werner Herzog
Kamera: Uta Briesewitz
Musik: Fil Eisler
Schnitt: Craig Alpert


Review
Oh nooo – not another american Highschool-Comedy?!

Hä? Was? Wer den Trailer zum 2016er Direct-To-Video Streifen FREAKS OF NATURE zur Kenntnis genommen hat, dürfte sich über diesen pikierten Aufschrei der Entrüstung sicherlich ein wenig wundern – das sah doch nach etwas gänzlich anderem aus? Ja, sah es, doch im Kern ist FREAKS OF NATURE tatsächlich ein typisches amerikanisches Highschool-Filmchen – mit Bullying durch sich laut aufspielende Sportler-Prolls, coming-of-age und geheimer Verliebtheit in die super-sweete Highschool-Queen, sowie Konflikten von Teenagern mit Eltern (die es partout nicht blicken wollen), Gezeter zwischen verschiedenen Subkulturen und dem typischen „It was like.. so cool! Yeah, totally!“-Gequatsche. So weit, so gut, so bekannt – nur gibt es hier jedoch diesen einen, klitzekleinen Unterschied: Eben auch mit Vampiren, die als eigene Gruppe unter den Menschen leben. Und der Zombie-Apokalypse, die durch Elektroshock-Halsbänder im Griff gehalten wird. Und einer Alien-Invasion, die dieses sorgsam balancierte soziologische Konstrukt massiv in’s Wanken bringt. Und mit… okay, let’s not spoil it all!

Zugegeben, dieser Ansatz klingt zwar auch nach einer höllisch absurden, durchaus vergnüglichen Idee, primär jedoch vollkommen überladen – Leute, lasst uns doch einfach mal alles (!), was die Horror-Welt an gängigen Figuren zu bieten hat in einen Topf werfen, wild rühren und aus dem überwürzten Brei, der dabei heraus kommen mag, ein überdrehtes Mashup basteln. Schnell kommen Zweifel auf, ob die tatsächliche Umsetzung es im Gesamtbild über diese irre, vermeintlich recht schnell abgenutzte Idee hinaus schaffen wird. Prognose unmöglich, Bedenken berechtigt, denn häufig sind genau die Filme, die aus einer solchen „Wir setzen einen drauf„-Mentalität entstehen, weit weniger clever, als die Macher es (wahrscheinlich) glauben und verlieren sich in stumpfem Abfeuern von Referenzen und Zitaten, anstatt sinnvoll mit den Objekten ihres ausufernden Raubbaus umzugehen, um diese in einen eigenen Kontext zu setzen. Film: Freaks Of Nature (2015) weiterlesen

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Meinung: Media Monday #247

Neue Woche, neuer Montag. Wulf hat wieder einen Lückentext gepostet und ich fülle die Gaps des Media Monday #247 jetzt mit meinen kursiven Antworten.


1. Ob fiktiver oder realer Ort, einmal die Welt aus THE LIFE AQUATIC WITH STEVE ZISSOU zu besuchen, wäre wundervoll, denn dort könnte man lustige Tiere betrachten, die am Meeresboden herum schwimmen und einfach nur niedlich aussehen, man könnte sich zwischen eine Bande verrückter Seeleute mischen, die mit ihren roten Mützen ebenso ulkig aussehen, und überhaupt, wie in jeder Welt von Wes Anderson, wäre alles knuffig und liebenswert.

2. Fernab des Media Monday gefällt mir die Blog-Aktion stöbern, lesen, kommentieren“ am besten. Was das sein soll? Ganz einfach: die klassische Art wie man ein Schriftmedium nutzt. Ich persönlich habe ja (außer bei der Sache hier) bei Stöckchen, oder Paraden noch nie mitgemacht, denn irgendwie artet das für mich in Stress und Zwang aus, weil man sich unbedingt etwas überlegen muss und ich nicht weiß, ob das so recht mein Ding ist. Bin ja eher sod er Slacker. Daher klicke ich lieber ab und zu, wenn Zeit da ist, einfach mal in fremden Blogs rum, freue mich wenn E-Mail-Benachrichtigung über neue Beiträge kommen, versuche diese, sofern sie mich inhaltlich interessiert haben, auch zu kommentieren und das war’s.

3. Ben Mendelsohn hätte ich ja länger schon den großen Durchbruch gewünscht, schließlich hat der Mann eine unfassbar starke Ausstrahlung und ist zwar bis jetzt (fast ausschließlich) nur in Rollen als schmieriger Drecksack aufgetreten, macht das aber derart genial, dass ich mich kaum satt-sehen kann. Meinung: Media Monday #247 weiterlesen

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Serie: The Strain – Season #1 (2014)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by 20th Century Fox


Fakten
Jahr: 2014
Genre: Horror
Showrunner: Guillermo del Toro, Chuck Hogan
Crew (Writer, Director, Cinematographer, Editor): IMDb-Übersicht
Besetzung: Corey Stoll, David Bradley, Kevin DurandRichard SammelMía MaestroMiguel GomezJonathan HydeNatalie BrownRuta Gedmintas
Musik: Ramin Djawadi


Review
Ein Passagierflugzeug bleibt auf der Einfahrt von Landebahn zu Flughafen-Terminal plötzlich stehen. Kein Funkkontakt mehr, keinerlei Lebenszeichen. Als nach Treffen sämtlicher Vorsichtsmaßnahmen ein Team von Seuchen-Spezialisten die Maschine betritt, macht es einen grausamen Fund: alle Passagiere sind verstorben. Kreidebleich, kleine Einschnitte am Hals, von einer Sekunde auf die andere dieser Welt entschwunden. Schnell wird klar, dass es hier nicht mit rechten Dingen, eventuell gar übernatürlich zu geht.  Serie: The Strain – Season #1 (2014) weiterlesen

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Artikel: Trick or Treat – the #horroctober’s coming… Der Status des Horrors im Stream.

Titelbild © by José Antonio Gil Martínez under CC BY 2.0 License. Source: Flickr


Der Regen plätschert leise vor sich hin, es wird langsam aber sicher wieder gefährlich früh dunkel und der Sommer verliert im Kampf um die wetterliche Oberhand langsam die Kraft – eine Prise Herbst ist bereits spürbar, Herbst heißt Halloween und Halloween heißt #horrorctober (was genau das ist, kann der interessierte Leser hier erfahren)! Das macht den wetterlichen Umschwung erträglicher, denn ich hatte, trotz einiger filmischer Fehlgriffe (siehe Kategorie), letztes Jahr eine Menge Spaß dabei: Ein Hashtag, dreizehn Horrorfilme und ein Haufen gleichgesinnter – besonders der Echtzeit-Austausch über die gesehenen Filme, das Stöbern durch die Listen der anderen Teilnehmer und vor allem die Flut an Reviews und Podcasts machte das gemeinsame Gruseln zu einer vollständig runden Sache. Und wie man trotz des (noch) recht frühem Datums an den sporadischen Einträgen auf Twitter aus den letzten Tagen (oder sogar Monaten) sehen kann, scheine ich diesbezüglich nicht der einzige zu sein, dem es im Finger auf der Fernbedienung juckt:

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