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Meinung: Media Monday #314

Noch nicht ganz wach und dennoch ist bereits Zeit für das (ehemals allwöchige, mittlerweile sporadische) Ritual des Media Monday. In Ausgabe #314 gilt es erneut 7 Lückensätze von Wulf mit Leben zu füllen. Und los…


1. Der Moment, als in der dritten Staffel BETTER CALL SAUL erstmalig das LOS POLLOS HERMANOS gezeigt wird, war absolut episch. Grandios vorbereitet umtanzt die Kamera eine ganze Weile aus der Ferne den Laden, ohne ihn jedoch wirklich zu zeigen, ein beklemmender Score sorgt für flimmernde Spannung (weil Mike gerade einen Gangster observiert), und jeder weiß bereits wo wir uns befinden, doch als wir das riesige Schild dann endgültig zu Gesicht bekommen, ist der Effekt dennoch enorm! Ganz allgemein ist es zudem großes Kino, wie der Erzählstrang um Mike rapide Fahrt in Richtung BREAKING BAD aufnimmt.

2. Als ich seinerzeit den ersten Teil von IRON MAN gesehen habe, hätte ich ja nie gedacht, dass das Marvel Cinematic Universe sich bis zum AVENGERS-Film so großartig entwickeln und dann rapide in die TOTALE Belanglosigkeit abdriften würde. Ich fand das Konzept des offiziellen shared-Universe mit Querverweisen und Referenzen richtig spannend, hatte aber von Anfang an Probleme damit, wie wenig dieses eigentlich in die Filme eingebaut wurde. Ich hätte mir da weit mehr gewünscht, als News-Reports und Zeitungsartikel im Hintergrund, die vom New York-Incident berichten. Ganze Szenen, die man in anderen Filmen durch die Augen einer anderen Figur sieht (wie z.B. die MEtropolis-Zerstörung in MAN OF STEEL und später BATMAN V SUPERMAN), Handlungsstränge, die sich auseinander dividieren und wieder zusammenfinden, etc. Meiner Meinung nach haben sich die Damen und Herren nicht genug getraut – was perfekt zu MARVEL passt, denn wenn es ein Dogma gibt, dann „play it safe“Meinung: Media Monday #314 weiterlesen

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Podcast(s): Durch den Podcatcher Gejagt #22 (2016)

Es sollen nicht wieder drei Monate bis zur nächsten Rutsche vergehen, von daher nun hier eine etwas überschaubarere Ladung an Sendungen. Hört rein, unterstützt die fleißigen Sabbelköppe und habt Spaß!


Filme & Serien

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Video: Strange Adventures In Film Language (2016)

Titelbild © by Fandor


Strange Adventures in Film Language from Fandor Keyframe on Vimeo.


Ich selbst plädiere beim Filmgenuss ja immer dafür im Originalton zu gucken. Entgegen der weitläufigen Praxis, diese Aussage nur auf englischsprachige Werke zu beziehen, allerdings konsequent bei sämtlichen Filmen aus aller Herren Länder. Ich will Lokalkolorit schnuppern, den Ausdruck der Schauspieler (nicht der Synchronsprecher) ungefiltert erleben und empfinde das Filmerlebnis, gerade bei Werken, die in völlig anderen Kulturkreisen spielen (z.B. Indien oder Südostasien), als wesentlich stimmiger. Ist Präferenz und Gewöhnung. Einen gewissen Anteil bei dieser Entscheidung spielt allerdings auch der Faktor „Lost in translation“ – wenn lippensynchron gedubbt werden muss, fällt immer mal was unter den Tisch, oder wird verfälscht. Eine Untertitelspur mit direkter Übersetzung ist da in meinen Augen die optimale Wahl, was zur Folge hat, dass ich Asia- und Weltkino mittlerweile am liebsten aus UK importiere – dort werden nur selten Synchros angefertigt, die Untertitel stellen also die bestmögliche, nicht Lippen-gebundene Übersetzung des gesprochenen dar.In Deutschland sind sie ja oft nur ein Transskript der deutschen Tonspur.

In diesem kurzen Fandor-Essay aus der Keyframe-Reihe, gibt es ein paar schöne Beispiele für gelungenes und gescheitertes Dubbing. Sehenswert.

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