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Serie geschaut: Sense8 – Season #2 (2017)


Sense8 (IMDb) – Season #2, Science-Fiction, Drama, Ganze Welt, 2017 – Creator: Lana WachowskiLilly Wachowski , KameraJohn Toll, MusikJohnny KlimekTom Tykwer, Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Netflix


Review
In Anbetracht der inhaltlichen und inszenatorischen Großartigkeit der ersten Staffel von SENSE8 (wir erinnern uns, ich war „leicht“ begeistert) hatte ich trotz unglaublicher Vorfreude und einem gelungenen Weihnachts-Special im Dezember etwas Angst die lang ersehnte zweite Season der Wachowski-Serie anzugehen. Season #1 ist so unbeschreiblich gut, konnte es also überhaupt gelingen dieses Niveau zu halten, geschweige denn sogar noch zu toppen? Ich war kribbelig. Ich fieberte. Ich hoffte. In der Eröffnungs-Episode WHO AM I? dauerte es genau 11 Minuten bis zur ersten absolut herausragenden Montage, die unter Erzeugung von Gänsehaut bis ins Letzte den SENSE8-Vibe atmet. Zweifel weg. Und sie sollte nicht die Letzte bleiben.

Die zweite Staffel (ich zähle das Weihnachtsfest-Special dazu) setzt stilistisch und emotional nahtlos da an, wo die vorherige ihren Schlussstrich zog – trotz Toby Onmuwere als neuem Darsteller des lebensfrohen Busfahrers Van Damme, trotz des Rückzugs von Lilly Wachowski aus der Produktion und trotz der Bringschuld, nach der Staffel-umspannenden Origin-Story des Clusters als Gemeinschaft, nun langsam tiefer in den Verschwörungs-Plot um Whispers und dessen geheime Organisation einzutauchen.  Serie geschaut: Sense8 – Season #2 (2017) weiterlesen

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Film: UHF – Sender mit beschränkter Hoffnung (1989)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Capelight Pictures


Fakten
Jahr: 1989
Genre: Satire, Komödie
Regie: Jay Levey
Drehbuch: „Weird Al“ YankovicJay Levey
Besetzung: „Weird Al“ YankovicMichael RichardsVictoria Jackson, Kevin McCarthyFran DrescherDavid BoweStanley BrockAnthony GearyTrinidad SilvaGedde WatanabeBilly Barty
Kamera: David Lewis
Musik: John Du Prez
Schnitt: Dennis M. O’Connor


Review
Wir befinden uns in einer Zeit des medialen Umschwungs, die vor allem dadurch gezeichnet ist, dass die (zuvor über ein halbes Jahrhundert andauernde) immense Vorherrschaft des linearen Fernsehens zunehmend schwindet – und mit ihr sowohl Einfluss der speziellen Formate auf den Menschen, wie auch der Stellenwert der wohnzimmerlichen Mattscheibe im Leben der Massen. Welche Umstrukturierungen das langfristig zur Folge hat, wird sich zeigen, dass die „Religion TV“ zunehmend um ihre Jünger bangen muss, zeigen bereits jetzt die Quoten.

„Sometimes you gotta stand up and say: This floor is dirty as hell, and I am not gonna take it anymore!“

Greift also eine Satire mit dem offensichtlichen Ziel, den jahrzehntelangen Irrsinn des Dauerschleifen-TV-Alltags von vorne bis hinten frei zu legen und durch den Kakao zu ziehen, auch noch knapp 30 Jahre nach ihrer Entstehung? In einer völlig veränderten Medienwelt? Es hängt wahrscheinlich von der Ausgangslage ab – definitiv geht es allerdings als kluger Schachzug durch, die Wiederveröffentlichung eines solch „geheimen Klassikers“ um ein Event herum zu bringen, dass die Zugkraft des Unterhaltungsfernsehens in seinen besten Zeiten immer noch herauf beschwört und die Nation vor den flimmernden Schirmen vereint – Live und in Farbe wird gekickt, zig Millionen schalten ein, fast wie damals.  Film: UHF – Sender mit beschränkter Hoffnung (1989) weiterlesen

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Film: Sie Nannten Ihn Plattfuß – Piedone Lo Sbirro (1973)


Trailer © by Universum Film GmbH


Fakten
Jahr: 1973
Genre: Komödie, Gangsterfilm
Regie: Steno
Drehbuch: Lucio De Caro, Nicola Badalucco, Luciano Vincenzoni
Besetzung: Bud Spencer, Adalberto Maria Merli, Raymond Pellegrin, Juliette Mayniel, Enzo Cannavale
Kamera: Silvano Ippoliti
Musik: Guido De Angelis, Maurizio De Angelis
Schnitt: Daniele Alabiso


Review
Mein Name ist Plattfuß.

Ich lebe im pulsierenden Neapel der Siebziger – umgeben von Schlaghosen, bunten Krawatten, Bärten, langen Haaren – und bin ein grummeliger Cop mit ganz eigenen Methoden. „Sie sagen ich sei brutal, na was soll’s, ab und zu gibts bei mir mal Saures!“. Und wenn es dazu kommt, höre ich danach: „Plattfuß, du hast ne Kelle, dafür brauchst du nen Waffenschein.“. Hab ich ja auch, aber die Waffe trage ich selten. Ich brauche sie nicht, denn „ich hab auf jeder Seite eine labile Faust!“
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Kurzfilm: Das Pfandleihhaus – The Pawnshop (1916)


Film © by absolut Medien GmbH


Fakten
Jahr: 1916
Genre: Komödie
Regie: Charles Chaplin
Drehbuch: Charles Chaplin
Besetzung: Charles Chaplin, Henry Bergman, Edna PurvianceEric CampbellAlbert AustinCharlotte Mineau
Kamera: Roland Totheroh
Musik (1989er-Release): Michael Mortilla
Schnitt: Charles Chaplin


Review
Und wieder erspielt sich Charlie Chaplin als frecher Tramp das Prädikat „besonders köstlich“.

Er arbeitet als fauler Assistent des Besitzers bei einem Pfandleiher. So richtig viel Lust auf die Arbeit scheint er aber nicht zu haben, denn er kommt zu spät, faulenzt, legt sich mit seinem Kollegen an, lässt sich unachtsam von Gaunern über den Tisch ziehen und ramponiert in seiner tollpatschigen Art das gesamte Inventar (und die zu reparierenden Güter seiner Kunden).

Vom Feinsten! Kurzfilm: Das Pfandleihhaus – The Pawnshop (1916) weiterlesen

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Kurzfilm: Der Einwanderer – The Immigrant (1917)


Copyright by Absolut Medien


Fakten
Jahr: 1917
Genre: Slapstick, Komödie
Regie: Charles Chaplin
Drehbuch: Charles Chaplin
Besetzung: Charles Chaplin, Edna Purviance, Eric Campbell, Albert Austin, Henry Bergman
Kamera: Roland Totheroh
Musik: –
Schnitt: Charles Chaplin


Review
Der Tramp immigriert in die USA. Rund läuft es jedoch nicht – nachdem er auf dem Schiff bereits mit schwankenden Decks und rabiaten Kartenspielern zu kämpfen hatte, bilden resolute Kellner und auf dem Gehsteig gefundenes Falschgeld die nächste Hürde in der neuen Heimat.

THE IMMIGRANT ist Slapstick vom Allerfeinsten und einer dieser Chaplin-Filme, in denen sein außerordentliches Talent für Bewegung, Mimik und Gestik besonders zum Tragen kommt. Wie der Tramp auf dem (insgesamt etwa 90° von links nach rechts) schwankenden Schiffsdeck mit weiten Ausfallschritten herumstolziert, mit unschuldigem Lächeln dem Zorn des Garcons zu entkommen versucht, oder unbemerkt unter den Augen desselben beim unauffälligen Aufheben einer Münze immer wieder vom Boden auf die Sitzbank und zurück rutscht – einfach köstlich und in der Art der Bewegungen absolut einmalig. Kurzfilm: Der Einwanderer – The Immigrant (1917) weiterlesen

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