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Artikel: Das Film- & Kinojahr 2016 – Highlights, Quatsch und ein persönlicher Rückblick…

Anfang 2016 schrieb ich erstmalig einen ziemlich langen und ausführlichen Artikel über das deutsche Kinojahr 2015, nun haben wir 2017 und somit ist es an der Zeit das Unterfangen für 2016 zu wiederholen. Ich beginne mit dem zweiten Artikel dieser Form einfach mal eine „Tradition“ – zum Jahresbeginn noch schnell einen Blick zurückwerfen, damit des dann wieder nach vorne losgehen kann (was ich übrigens auch wieder in Podcast-Form getan habe). So ausführlich wie letztes Jahr wird es wahrscheinlich nicht werden und ich verwebe den Artikel (vielleicht) noch stärker mit einer persönlichen Sicht – nicht nur was ich an Veröffentlichungen erwähnenswert fand, sondern auch wie ich mich selbst und meine Leidenschaft für Film und Kino sich verändert haben, was sich für Entwicklungen abzeichnen, etc.

Ich hoffe, dass ich dem einen oder anderen vielleicht noch ein paar Warnungen und/oder Tipps mit auf den Weg geben kann. Auf geht’s, zunächst wieder etwas Statistik.

  • Ich habe bis jetzt 73 Filme mit deutschem DVD- oder Kinostart in 2016 gesehen (6 mehr als letztes Jahr).
  • 25 davon sind aus Europa (überwiegend Deutschland, UK, Frankreich), 41 aus den USA, 5 aus Asien (was fünf mal so viel wie letztes Jahr ist, aber ich ohrfeige mich dennoch wieder selbst) und weitere 2 aus Südamerika. Ich werde die blöde USA-Dominanz nicht los
  • 10 der Filme würde ich als großen Blockbuster, die restlichen 63 als Independent-, Arthouse- oder einfach kleinen Film einordnen.
  • 42 der Filme liefen in Deutschland im Kino, die restlichen 32 sind Direct-to-Video-, Netflix- oder Fernseh-Veröffentlichungen.
  • Öffentlich rechtliche TV-Produktionen habe ich dieses Jahr doch gezählt, TATORT-Episoden allerdings wieder nicht.
  • Im Kino war ich leider nur 28 mal. Auch hier geht mehr.

Erstes Resümee: Ich hatte Anfang 2016 einfach keinen Bock mehr auf große, laute, zumeist dumme Blockbuster und die Zahlen zeigen, dass ich mich zunehmend in kleineres Kino geflüchtet habe. Immerhin. Das Weltkino (meint: Alles von außerhalb USA) ist zwar noch sträflich vernachlässigt, aber zu meiner Verteidigung habe ich aus USA auch eher die kleineren Independent- oder Autorenfilme geschaut.

Nun zu den Filmen an sich. Auch dieses Jahr habe ich eine Handvoll Filme noch nicht gesehen, die sicher einen Platz weit oben gefunden hätten. Ein TONI ERDMANN gehört dazu ebenso, wie THE INVITATION, SWISS ARMY MAN, DER BUNKER, WILD, oder WE ARE THE FLESH. Werde ich alles noch gemütlich im Heimkino nachholen, kann aber leider hier keine Beachtung finden. Im Weiteren greife ich nun leicht abgeändert die Kategorien des letzten Jahres auf und schreibe über erwähnenswerte Filme – verlinkte Filmtitel gehen auf meine Besprechungen hier im Blog oder bei LetterboxdArtikel: Das Film- & Kinojahr 2016 – Highlights, Quatsch und ein persönlicher Rückblick… weiterlesen

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Horrorctober 2014, Film #10: The Fog (2005)


Trailer © by Sony Pictures Home Entertainment


Es war #horrorctober!
Was das ist und wer da mit macht, könnt ihr auf dieser Sammelseite der Cinecouch nachlesen. Wer meinen textuellen Ergüssen zum dunkelsten aller Genres regelmäßig beiwohnen will, kann natürlich diesen Blog hier, aber auch gern meiner Letterboxd-Liste, oder mir auf Twitter folgen. Nun zum Film…


Fakten
Jahr: 2005
Genre: Horror, Remake
Regie: Rupert Wainwright
Drehbuch: Cooper Layne, Debra Hill
Besetzung: irgendwelche Knalltüten
Kamera: Nathan Hope
Musik: Graeme Revell
Schnitt: Dennis Virkler


Review
Aye, Aye Captain, Hirn über Bord!
Nachdem sich relativ schnell abzeichnete, was für ein Schrott dieser Film ist, habe ich angefangen mir Stichpunkte, etc. zu notieren, die ich dann eigentlich in einen Text umwandeln wollte. Nun, da mir klar ist, dass diese Seegurke einer der miesesten Streifen ist, die ich je gesehen habe, bin ich nicht bereit (ausser dieser kurzen Einleitung) noch ein weiteres Wort darüber zu verlieren. Der Schinken ist es einfach nicht wert. Nada, digga! Deswegen hier meine lose Ideensammlung – fassungslos über die Schlechtigkeit des Films, ist sie ziemlich lang geworden. Wohl bekommts, meine verfaulten Seeleute!
Horrorctober 2014, Film #10: The Fog (2005) weiterlesen

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Film: Atlantic Rim (2013)


Trailer © by Asylum


Fakten
Jahr: 2013
Genre: Trash, Kopie, Mockbuster, Rip Off
Regie: egal
Drehbuch: egal
Besetzung: egal
Kamera: egal
Musik: egal
Schnitt: egal


Review
Bis jetzt habe ich „The Asylum“ einfach immer pauschal für das was sie tun verurteilt und gemieden – anderer Leute Ideen klauen und in schlecht nachmachen, ist meiner Meinung nach etwas, was keinen Applaus verdient.

Da mubi.com ja in letzter Zeit scheinbar so etwas wie eine Trash-Reihe aufmacht, hab ich da nun (aufgrund der sonst ja soliden Filmauswahl des Portals) letztens mal drauf geklickt – an einem Tag, wo man eh schon ungebeten eine Ladung dümmliche Volksverhetzung im Briefkasten findet, erschien das irgendwie passend.

Fazit: Nennt mich engstirnig, oder humorlos, aber ich finde es gibt nichts, was solchem Schund auch nur eine Daseinsberechtigung erteilt! Film: Atlantic Rim (2013) weiterlesen

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Lektionen in Zeitverschwendung #3: Resturlaub (2011)


Trailer © by Sony Pictures Home Entertainment


Jeder sieht schlechte Filme, das liegt in der Natur der Sache. Der natürliche Auswahlprozess hilft jedoch in der Regel dabei, sie so gut wie möglich zu umschiffen. Doch wie ist es mit Werken, die mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die Kategorie „Schund“ fallen? Manchmal siegt die Neugier – nach dem Sichten bleibt dann meist die ernüchternde Erkenntnis, dass es besser gewesen wäre auf die innere Stimme zu hören. Lektionen, die man lernen muss. Es besser zu wissen, aber trotzdem zu tun – das ist Zeitverschwendung. In dieser Rubrik berichte ich von meinen traurigen Versuchen ein Terrain zu beackern, das sich eigentlich schon beim ersten Blick als unfruchtbar heraus stellte – von meinen „Lektionen in Zeitverschwendung“. Eine Auflistung aller gelernten Lektionen findet ihr in der Kategorie des Blogs und kompakter auf dieser Übersichtsseite.


Fakten
Jahr:
Genre:
Regie: Gregor Schnitzler
Drehbuch: Tommy Jaud
Besetzung: Maximilian Brückner, Mira Bartuschek, Antoine Monot Jr.Stephan LucaJeff BurrellMartina HillDave Davis
Kamera: Andreas Berger
Musik: Robert MeisterMarco Meister
Schnitt: Alexander Dittner


Review
Mal wieder war es so weit: Meine (knappe und aufgrund aller Dinge, die ich mit ihr gerne anstelle, als höchst kostbar einzustufende) Lebenszeit wurde gedankenlos und leichtfertig über Bord geworfen. Selbst Schuld, denn auch wenn die bessere Hälfte an einem verkaterten Sonntag für „eine leichte Komödie“ plädiert, kann ein kurzer Blick auf Namen (und vor allem Historie) der Beteiligten viel Leid ersparen. In diesem Fall wäre dieser Blick auf den Drehbuchautor Tommy Jaud und dessen grandioses Erstlingswerk VOLLIDIOT gefallen und das hätte im Konsens zu weiträumiger Meidung von RESTURLAUB geführt. Dem war leider nicht so.

Stattdessen mümmelte man sich entspannt und nichtsahnend auf das Sofa, hoffend auf etwas weniger fordernden Komödien-Quark mit ein paar pointierten Lachern – aber bekam das relativ exakte Abbild des Hirns eines zurückgebliebenen Drittklässlers, der aus Ideen-Armut heraus die standardisierten 0815-Nummern der deutschen Comedy B-Front zitiert und bei jeglichem Versuch aus eigener Feder Humor walten zu lassen, so kläglich versagt, dass das infantile Resultat körperliche Schmerzen bereitet. Hauptsache Menschen sind nackt und irgendwie hat es was mit Arsch und Pimmel zu tun.  Lektionen in Zeitverschwendung #3: Resturlaub (2011) weiterlesen

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Film: Silent Hill – Revelation (2012)


Trailer © by Concorde Film


Fakten
Jahr: 2012
Genre: Horror
Regie: Michael J. Bassett
Drehbuch: Michael J. Bassett, Laurent Hadida
Besetzung: Adelaide Clemens, Kit Harington, Sean Bean, Carrie-Anne Moss, Radha Mitchell, Malcolm McDowell, Martin Donovan, Deborah Kara Unger, Roberto Campanella, Erin Pitt, Peter Outerbridge
Kamera: Maxime Alexandre
Musik: Jeff Danna, Akira Yamaoka
Schnitt: Michele Conroy


Review
Horror ist nun wirklich nicht die Art von Film, welche durch besonders differenzierte Drehbücher punkten muss. Selbst Meilensteine des Genres sind „objektiv“ gesehen teilweise ziemlich platt. Aber ein Mindestmaß sollte erfüllt sein und was Filmemacher Michael J. Bassett hier auf Skript- und inszenatorischer Seite verbricht, ist vielleicht der unterirdischste Erzähl-und Dialogflow den ich je erleben musste.

Hölzern, dumm und völlig belanglos quatschen die Protagonisten sich uninspiriert die Hucke zu – und das obwohl den Dialogen hier eine ungeheure Bedeutung zukommt: Alles was an Story vorhanden ist, wird uns wie eine lahme Märchenbucherzählung, vorgetragen von der senilen Oma Hildegard, erzählt. Da gibt es am laufenden Band Geschichten über okkulte Vereinigungen im geheimnisvollen Silent Hill, der Erklärbär musste hier eindeutig die Mittagspause ausfallen lassen (und unbezahlte Überstunden hinten dran hängen) – im Resultat veranstalten die Facepalms eine gesellige Schnitzeljagd und keine fünf Minuten ohne schmerzhafte Maximalpeaks an Dummheit vergehen. Film: Silent Hill – Revelation (2012) weiterlesen

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