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Comic: Ed Brubaker & Matt Fraction – Immortal Iron Fist, Vol. I – The Last Iron Fist Story (2007)

Titelbild & Bildausschnitte © by Marvel


Nachdem die Netflix Adaption der Marvel-Figur IRON FIST mich komplett überzeugt, und vor allem wahnsinniges Interesse an der Mythologie der Figur geweckt hatte, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich in die Comicwelt dieser Figur abtauchen würde. In die Arme spielte mir dabei, dass ich im Rahmen eines Comixology-Sales einige Monate zuvor (wiederum im Primo-Hype der Serie) die Vol. 1 des Brubaker Runs THE LAST IRON FIST STORY umsonst erhalten hatte. Also uff den Schirm damit und ab dafür.



The last Iron Fist Story (ComicbookDB) – StoryEd Brubaker & Matt Fraction, ArtworkDavid Aja & andere, ColoristDavid Aja, Genre: Superheld, Noir, Fantasy, Label: MARVEL, 2007, Umfang: 144 Seiten, Gelesen: April 2016, Digital, Englisch


Plot
In seinem konsequenten Kampf gegen das Verbrechen (aka Hydra) muss die Immortal Iron Fist kräftig einstecken – nicht zuletzt liegt dies an der ungewöhnlich ausgeprägten Übermacht, der sich der agile Kämpfer aus K’un-Lun gegenüber sieht. Als Gerüchte einer weiteren „Iron Fist“ aufkommen, wird Danny klar, dass hier größeres geschieht und ihn seine Vergangenheit einholt.



Review
Die sechs Hefte, aus denen sich die Story zusammensetzt, sind der perfekte Einstieg in die Materie – nicht nur bekommen wir ein gutes Gefühl für Danny Rand aka Iron Fist, sein Umfeld (zu dem unter anderem LUKE CAGE und DAREDEVIL zählen), seine moralischen Ansichten, sowie die beeindruckenden Martial-Arts-Fähigkeiten, welche er in krachenden Kämpfen zu Parkett bringt, sondern werden auch Historie und Entwicklung der Figur „Iron Fist“ in stetig eingewobenen Rückblenden auf die verschiedensten Epochen der Menschheit umrissen.  Comic: Ed Brubaker & Matt Fraction – Immortal Iron Fist, Vol. I – The Last Iron Fist Story (2007) weiterlesen

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Serie: MARVEL’s Iron Fist – Season #1 (2017)


MARVEL’S Iron Fist (IMDb) – Season #1, 13 Episoden, Netflix – Superheld, Drama, USA, 2017 – Creator: Scott Buck, Kamera: Manuel Billeter, Musik: Trevor Morris, Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Netflix


Review
Aufmerksamen Lesern dieses Blogs dürfte aufgefallen sein, dass ich von der ersten MARVEL/Netflix-Zusammenarbeit DAREDEVIL (mit kleinen Abstrichen in den letzten Episoden der zweiten) über beide bis dato existenten Seasons hinweg ziemlich angetan war. Weitere Reviews zu Formaten aus besagter Produktions-Konstellation sucht man jedoch (noch) vergebens.

Im Falle von JESSICA JONES war mir lediglich der Faktor Zeit nicht gnädig, ich aber ebenfalls begeistert und hätte eigentlich gern geschrieben: Ein starker Villain, eine noir’esk gebrochene Hauptfigur, gesunder Rhythmus, viel Spannung und echtes Charakterdrama. Passte. LUKE CAGE hingegen ließ mich einfach nur erleichtert aufatmen, als ich mich endlich vollständig durch die überwiegend drögen 13 Episoden gequält hatte – zu zäh das Erzähltempo, zu uninteressant der Held, zu belanglos die Action. Klar, die Soul-, Funk- und Rap-schwangere Welt von Harlem sorgte für extrem gelungene Stimmung (vielleicht die beste der vier Serien), und die Serie brachte es insgesamt schon auf einige bemerkenswerte Momente, aber dennoch langweilte mich der Stoff fast durchweg. Man muss nicht zwischen jedem Satz eine (gefühlte) Pause von 10 Sekunden einlegen.  Serie: MARVEL’s Iron Fist – Season #1 (2017) weiterlesen

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Film: Tokyo Tribe (2015)


Tokyo Tribe (IMDb) – Groteske, Musical, Japan, 2015 – Regie: Sion Sono, Skript: Sion Sono, Kamera: Daisuke Sôma, Musik: B.C.D.M.G., Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Rapid Eye Movies


Review
Tödliche Haarverlängerungen, ein vierstündiges Splatter-Liebes-Epos mit Martial-Arts-Hößchenfotografie und nun ein abgedreht-buntes Gangsta-Rap-Musical, das sich wie die Smartphone-Game-Version der ENTER-THE-VOID-Variante von THE WARRIORS anfühlt – immer wenn man denkt Sono Sion kann keinen mehr drauf setzen, tut er es einfach. Wer zelebrierten Exzess zum vielleicht einzigen roten Faden des eigenen Werks erkoren hat, trumpft eben in den unerwartetsten Momenten durch ein seltenes As im Ärmel auf.

Lässt man sich den Inhalt von TOKYO TRIBE genüßlich auf der Zunge zergehen – dauer-rappende Gangs in Tokyo, die mit Fäusten und Punchlines in einer blinkend-verzerrten Neon-Variante der Stadt um Territorien battlen, sich aber dann zusammenschließen um den fiesen, kleine Kinder verspeisenden Oberboss vom Thron zu schmeißen – so steht eigentlich nur eines fest: zu erahnen, was in diesem Konglomerat der weirden Ideen an überbordenden Motiven auf den Zuschauer wartet, gestaltet sich unmöglich. Zu ungewöhnlich, zu schräg und (ganz in Tradition des Regisseurs) eben auch zu einzigartig. Aus eben dieser Unberechenbarkeit generierte Sono oft einen nicht unerheblichen Teil seiner Schlagkraft, die Konsequenz mit der er Dinge einfach tat, statt sich vorsichtig heranzutasten, zeichnet sein Werk von jeher aus.  Film: Tokyo Tribe (2015) weiterlesen

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Artikel: Das Film- & Kinojahr 2016 – Highlights, Quatsch und ein persönlicher Rückblick…

Anfang 2016 schrieb ich erstmalig einen ziemlich langen und ausführlichen Artikel über das deutsche Kinojahr 2015, nun haben wir 2017 und somit ist es an der Zeit das Unterfangen für 2016 zu wiederholen. Ich beginne mit dem zweiten Artikel dieser Form einfach mal eine „Tradition“ – zum Jahresbeginn noch schnell einen Blick zurückwerfen, damit des dann wieder nach vorne losgehen kann (was ich übrigens auch wieder in Podcast-Form getan habe). So ausführlich wie letztes Jahr wird es wahrscheinlich nicht werden und ich verwebe den Artikel (vielleicht) noch stärker mit einer persönlichen Sicht – nicht nur was ich an Veröffentlichungen erwähnenswert fand, sondern auch wie ich mich selbst und meine Leidenschaft für Film und Kino sich verändert haben, was sich für Entwicklungen abzeichnen, etc.

Ich hoffe, dass ich dem einen oder anderen vielleicht noch ein paar Warnungen und/oder Tipps mit auf den Weg geben kann. Auf geht’s, zunächst wieder etwas Statistik.

  • Ich habe bis jetzt 73 Filme mit deutschem DVD- oder Kinostart in 2016 gesehen (6 mehr als letztes Jahr).
  • 25 davon sind aus Europa (überwiegend Deutschland, UK, Frankreich), 41 aus den USA, 5 aus Asien (was fünf mal so viel wie letztes Jahr ist, aber ich ohrfeige mich dennoch wieder selbst) und weitere 2 aus Südamerika. Ich werde die blöde USA-Dominanz nicht los
  • 10 der Filme würde ich als großen Blockbuster, die restlichen 63 als Independent-, Arthouse- oder einfach kleinen Film einordnen.
  • 42 der Filme liefen in Deutschland im Kino, die restlichen 32 sind Direct-to-Video-, Netflix- oder Fernseh-Veröffentlichungen.
  • Öffentlich rechtliche TV-Produktionen habe ich dieses Jahr doch gezählt, TATORT-Episoden allerdings wieder nicht.
  • Im Kino war ich leider nur 28 mal. Auch hier geht mehr.

Erstes Resümee: Ich hatte Anfang 2016 einfach keinen Bock mehr auf große, laute, zumeist dumme Blockbuster und die Zahlen zeigen, dass ich mich zunehmend in kleineres Kino geflüchtet habe. Immerhin. Das Weltkino (meint: Alles von außerhalb USA) ist zwar noch sträflich vernachlässigt, aber zu meiner Verteidigung habe ich aus USA auch eher die kleineren Independent- oder Autorenfilme geschaut.

Nun zu den Filmen an sich. Auch dieses Jahr habe ich eine Handvoll Filme noch nicht gesehen, die sicher einen Platz weit oben gefunden hätten. Ein TONI ERDMANN gehört dazu ebenso, wie THE INVITATION, SWISS ARMY MAN, DER BUNKER, WILD, oder WE ARE THE FLESH. Werde ich alles noch gemütlich im Heimkino nachholen, kann aber leider hier keine Beachtung finden. Im Weiteren greife ich nun leicht abgeändert die Kategorien des letzten Jahres auf und schreibe über erwähnenswerte Filme – verlinkte Filmtitel gehen auf meine Besprechungen hier im Blog oder bei LetterboxdArtikel: Das Film- & Kinojahr 2016 – Highlights, Quatsch und ein persönlicher Rückblick… weiterlesen

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Film: Mutant Girls Squad (2010)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Ascot Elite Home Entertainment


Fakten
Jahr: 2010
Genre: Splatter, Trash, B-Movie
Regie: Tak SakaguchiNoboru Iguchi, Yoshihiro Nishimura
Drehbuch: Noboru IguchiJun Tsugita
Besetzung: Yumi SugimotoSuzuka MoritaTak SakaguchiYûko TakayamaKanji TsudaCay IzumiAsami
Kamera: Shu G. Momose
Musik: Kou NakagawaTakashi Nakagawa
Schnitt: Yoshihiro NishimuraTakeshi Wada


Review
„Liebe Fans aus Deutschland. Bitte genießt MUTANT GIRLS SQUAD, während ihr Bier trinkt und Würstchen esst“. In diesem kleinen Vorwort des gut gelaunt grinsenden Yoshihiro Nishimura, einem von drei Regisseuren des Films, schwingt geradezu perfekt die Einstellung mit, die er selbst in Bezug auf das Werk hat: Nimm’s locker, hab Spaß und ergötze dich an der Fülle absurder Ideen. Man tut gut daran, als Zuschauer dieser 90 Minuten geballten Over-The-Top Irrsinns, eben diese lockere Attitude zu teilen, denn todernst an ein überzogenes Trashfest, dass sich selbst nicht eine Sekunde ernst nimmt, ran zu gehen, führt selten zu einem harmonischen Miteinander. Obwohl derartige Pauschalisierungen an sich immer gefährlich sind, ist MUTANT GIRLS SQUAD mal wieder einer dieser Filme, die in der vorliegenden Form einfach nur aus Japan kommen können. Der immense Splatter-Faktor, die ständigen sexuellen Anzüglichkeiten und nicht zuletzt die Schulmädchen- und Krankenschwester-Uniformen – Zitat der Hauptdarstellerin Yumi Sugimoto “Ich glaube schon, dass die drei Regisseur etwas pervers sind.“ – sowas kann man nicht imitieren, sowas kommt halt aus Japan. Aber Schritt für Schritt.

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