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Podcast(s): Durch den Podcatcher Gejagt #4 (2015)

Diese Woche werden es (vielleicht) etwas weniger Sendungen, weil ich das ganze WE ohne Stöpsel in den Ohren unterwegs war. Wir werden sehen


  • Meine Podcast-Woche dominierte das Bahnhofskino und schaffte es in sämtlichen Formen und Farben in die Playlist: Die aktuelle Ausgabe #22 von Kurz und Schmerzhaft legt den Hörern den österreichischen Psycho-Horror ICH SEH, ICH SEH ans Herz – mein Interesse steigt von groß auf unmenschlich. Nachgeholt wurde von mir zudem Kurz und Schmerzhaft #7 – THE INCREDIBLE MELTING MAN (aka DER PLANET SATURN LÄSST GRÜßEN) klingt so, wie es der Titel verspricht, schleimig und schräg! Desweiteren gingen die beiden Herren in Podcast #128 die deutschen Kino Top 100 des Jahres 1993 durch und schwadronierten in Podcast #129 über die großen Momente, sowie Schattenseiten der filmischen 80er-Jahre. So unterhaltsam wie informativ – ich denke: Wie kann man denn sooo viel Zeug gesehen haben?!
  • Wer sich dafür interessiert, was eigentlich in NSA-Untersuchungsausschuss passiert, kann in Logbuch: Netzpolitik #147 lauschen wir Andre von netzpolitik.org aus den vielen Sitzungen berichtet. Irre!
  • Auch die Second Unit war gleich zwei Mal im Player: Christian hat in L.A. schon ANT-MAN gesehen und eine (gar nicht so kleine) Mini-Unit dazu aufgenommen. Der Film interessiert mich null und Christian bestätigt mir diese Entscheidung. Außerdem geht es weiter mit den STAR WARS-Prequels: In Episode #161 kommt das Machwerk EPISODE II – ATTACK OF THE CLONES ausgiebig auf den Prüfstand und wird angemessen zerlegt. Falls irgendwer von euch der Meinung ist, es gäbe auch nur irgendeinen Grund diesen filmischen Sondermüll zu mögen oder verteidigen – hört die Episode und schweiget für immer ;)  Podcast(s): Durch den Podcatcher Gejagt #4 (2015) weiterlesen

Film: Videodrome (1983)


Trailer © by Universal Pictures Germany GmbH


Fakten
Jahr: 1983
Genre: Horor, Mystery
Regie: David Cronenberg
Drehbuch: David Cronenberg
Besetzung: James Woods, Deborah Harry, Sonja Smits, Peter Dvorsky, Julie Khaner, Leslie Carlson, Jack Creley, Lynne Gorman
Kamera: Mark Irwin
Musik: Howard Shore
Schnitt: Ronald Sanders


Review
Wir schreiben 1983, der Home-Video Markt boomt in den USA genau so sehr wie die Cable-Networks und David Cronenberg liefert unter dem Deckmantel des Horror-/Psychothrillers eine faszinierend vielschichtige Betrachtung des Metiers, inklusive umfassender Reflektion der Medienlandschaft und des Realitätsbegriffes.

Zum einen weist VIDEODROME bissige satirische Züge vor: Der Mensch als Endabnehmer einer endlosen, und vor allem undurchsichtigen Produktionskette, als blinder Wiederkäuer. Wie der, auf Neudeutsch so schön als “Content” bezeichnete Inhalt entsteht ist hinter einem dunklen Vorhang verborgen – wir, die Abnehmer, sehen nur das fertige Endprodukt auf unseren Bildschirmen und wollen auch nur das. Und bitte immer extremer. Und bitte immer mehr. Je dubioser und abgedrehter, desto besser, je näher die Illusion an der Realität ist, umso mehr beißen wir an. Folgen blind und wollen uns hinein flüchten, weil es sich so schön von unseren “langweiligen Leben” unterscheidet.

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Film: Wag The Dog (1997)


Trailer © by Warner Home Video


Fakten
Jahr: 1997
Genre: Satire, Medienkritik, Komödie
Regie: Barry Levinson
Drehbuch: Larry Beinhart, Hilary Henkin, David Mamet
Besetzung: Dustin Hoffman, Robert De Niro, Anne Heche, Denis Leary, Kirsten Dunst, William H. Macy, Woody Harrelson
Kamera: Robert Richardson
Musik: Tom Bähler, Mark Knopfler
Schnitt: Stu Linder


Review
“Who killed Kennedy? I read the first draft of the Warren report. It said he was killed by a drunk driver.”

Die Medien, die Wirklichkeit und die Kluft dazwischen. Eine einerseits endlos weite, andererseits völlig unsichtbare Kluft aus Geschichten, Details, Halbwahrheiten, Ganzwahrheiten. Eine Kluft in der nach Belieben Fakten verschwinden können, oder wie der Hase aus dem Zylinder herausgezogen werden. Wie man es gerade braucht. Denn was Realität und was wahr ist, liegt im Ermessen der Berichterstatter. Journalistische Kodizes und moralische Leitlinien sind schön und gut – ganz sicher hält sich auch ein Großteil der Schreiber und co. an sie.
Doch der Rest?
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Film: Geständnisse – Confessions Of A Dangerous Mind (2002)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by STUDIOCANAL


Fakten
Jahr: 2002
Genre: Satire, Thriller
Regie: George Clooney
Drehbuch: Charlie Kaufman
Besetzung: Sam Rockwell, Drew Barrymore, George ClooneyMichelle SweeneyMichael CeraJennifer HallMaggie GyllenhaalRutger HauerJulia Roberts
Kamera: Newton Thomas Sigel
Musik: Alex Wurman
Schnitt: Stephen Mirrione


Review
Ein starkes Regiedebut liefert George Clooney mit CONFESSIONS OF A DANGEROUS MIND ab. Unter allen Aspekten – inszenatorisch, visuell und dramaturgisch – gelungen, verfilmt er die aberwitzige Literaturvorlage der TV-Show Legende Chuck Barris, welcher in seiner Autobiografie mal eben behauptete Jahrzehnte lang ein Doppelleben geführt zu haben und – neben dem kreieren zahlreicher Gameshows, die wohl das Daily-Format maßgeblich prägten und Tür und Tor für Bloßstellungs-Fremdscham-TV, wie es heute (leider) der Standard ist öffneten – eine geheime Identität als C.I.A. – Auftragskiller gelebt zu haben. Film: Geständnisse – Confessions Of A Dangerous Mind (2002) weiterlesen