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In Eigener Sache: Es ist vollbracht… I’m back online. Totally! (2016)

Ich bin froh. Sehr sogar. Denn es ist vollbracht. Finally. Aber Moment. Vollbracht? Wer, wie, was? Worum geht es hier denn eigentlich?

Ich erkläre mal: Da wir ein Schaltjahr haben, veröffentlichte ich vor genau – und das ist jetzt ein verdammt kurioser Zufall – 365 Tagen einen Post, in dem ich darüber aufklärte, warum mein Blog zwei Wochen nicht erreichbar gewesen und mit nur einem einzigen verfügbaren Post wieder online gegangen war. Die Kurzfassung: Abmahnung bekommen, es ging zwar glimpflich aus, aber ich machte mir doch starke Sorgen aufgrund der eingebundenen Bildern, deren teils ungeklärten Nutzungs-Rechten und eventuellen weiteren (kostspieligen) Scherereien in der Zukunft. Deswegen wurden meine damaligen knapp 700 Beiträge auf Entwurf zurück gesetzt und warteten darauf, in rechtlich sicherer Art und Weise zurückgeholt zu werden.

Wie ich so bin – jemand der sich selbst, wenn es auch nur irgend möglich ist, Steine in den Weg wirft, und einfache Dinge unnötig verkompliziert, ohne die Konsequenzen zu beachten – setzte ich mir in den Kopf das Ganze als Chance zu sehen: einfach nur kritische Bilder löschen wäre ja langweilig, nein, die Posts (Filme und Musik), sollten endlich mal auf ein einheitliches Layout gebracht werden. Bei Filmen z.B. erst Fakten zur Produktion, dann das Review, dann Infos zur Veröffentlichung, dann Web-, Kauf und Stream-Links. Wer hier mitliest, weiß ja, wie das aussieht. Außerdem nahm ich mir vor, mich um abgesicherte Nutzung von Stills, Postern, etc. zu kümmern, denn ich weiß nicht wie es euch geht, aber nur Text finde ich oft etwas dröge. Dies war der positive Effekt des ganzen – ich habe mich ein wenig rein gehängt, hab bei den meisten Verleihern Zugang zum offiziellen Promo-Material bekommen und jedes Bild, was ihr hier nun eingebunden vorfindet, wurde platziert, weil ich es platzieren durfte. Ein paar weitere Vorteile hatte die ganze Presse-Aquirierung natürlich auch noch In Eigener Sache: Es ist vollbracht… I’m back online. Totally! (2016) weiterlesen

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Film: Straight Outta Compton – Kinoversion (2015)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Universal Pictures Germany


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Biopic, Musikfilm, Drama
Regie: F. Gary Gray
Drehbuch: Jonathan Herman, Andrea Berloff, S. Leigh Savidge, Alan Wenkus, Andrea Berloff
Besetzung: O’Shea Jackson Jr., Corey Hawkins, Jason Mitchell, Neil Brown Jr., Aldis Hodge, Paul Giamatti, Marlon Yates Jr., R. Marcos Taylor, Keith Stanfield, Carra Patterson, Alexandra Shipp, Elena Goode
Kamera: Matthew Libatique
Musik: Joseph Trapanese (Score)
Schnitt: Billy Fox, Michael Tronick


Review
Als sich in der zweiten Hälfte der Achtziger Jahre eine Gruppe DJs und MCs im berüchtigten L.A.-Stadtteil Compton zusammenschloß, um das zu tun, was (einige von ihnen) am besten konnten – Rap-Musik produzieren – hätte wohl niemand von ihnen geahnt, dass sie Jahrzehnte später als die Wegbereiter eines ganzen Sub-Genres, dem Gangsta-Rap, gelten sollten. N.W.A., die Niggaz wit Attitudes, schafften das damals undenkbare: trotz Radio- und MTV-Boykott, ohne wirkliche Promo, also einzig über Hörensagen und Mund-zu-Mund-Propaganda, erkämpfte sich ihr roher, harter Straßen-Sound schleichend einen Platz in den Charts, einige (auf kontroversen Lyrics basierende) Probleme mit den Bundesbehörden und vor allem eine landesweite fanatische Anhängerschaft. Fast 25 Jahre nach dem Auflösen der Gruppe (und 20 nach dem tragischen AIDS-Tod Eazy-Es) setzen sich die vier verblieben Gründungsmitglieder ein filmisches Denkmal: STRAIGHT OUTTA COMPTON.

Und man braucht sich nichts vormachen – dieser Film feiert das Vermächtnis der Crew bis ins Letzte und ist demnach wohl vor allem ein Werk für langjährige Hip-Hop-Fans! Formell zwar ein gewöhnliches Biopic vom Reißbrett, das sämtliche wichtigen Stationen von Gründung, über erste Konflikte, bis zur Auflösung abgrast, sowie den folgenden rasanten Solo-Karrieren von Ice Cube und Dr. Dre genügend Platz einräumt, atmet STRAIGHT OUTTA COMPTON doch durch und durch den Geist der Musik und lässt des Rap-Fan’s Herz in regelmäßigen Abständen höher schlagen. Persönliche, tiefe Einblicke in das tatsächliche Wesen der fünf Musiker gewähren Regisseur F. Gary Gray (und die 5 (!) Drehbuchautoren) zwar nur selten, faszinierende Auszüge aus dem begeisterten Schaffensprozess in Studios, dem energetischen Eskalieren auf Bühnen und den Problemen, die Lebensstil und Einstellung der jungen Männer zwangsweise mit sich bringen, dafür umso mehr. Wenn das Ensemble auf einem heiklen Konzert in Detroit gegen alle vorherigen Warnungen FUCK THA POLICE performed und das Publikum schier ausrastet, oder Dr. Dre und sein langjähriger Wegbegleiter Snoop Doggy Dogg Jahre nach der Trennung der Gruppe in einer spontanen Session die Vocals von NUTTIN‘ BUT A G THANG erarbeiten, geht das so sehr ins bouncende Herz, das dies vor Freude mit dem Kopfnicken beginnt. Film: Straight Outta Compton – Kinoversion (2015) weiterlesen

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Serie: Mad Men – Season #7 (2014-2015)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Universal Pictures Germany


Fakten
Jahr: 2014, 2015
Genre: Drama
Showrunner: Matthew Weiner
Crew (Writer, Director, Cinematographer, Editor): IMDb-Übersicht
Besetzung: Jon Hamm, Elisabeth Moss, Vincent Kartheiser, January Jones, Christina Hendricks, Aaron Staton, Rich Sommer, John Slattery, Kiernan Shipka, Robert Morse, Jessica Paré, Alison Brie
Musik: David Carbonara


Review
Wenn die Geschichte uns eins gezeigt hat, dann wohl dass jede Ära, so großartig und prunkvoll sie sich auch darstellt, so ewig sie auch anzudauern scheint, irgendwann einmal zu Ende geht. Zwangsweise zu Ende gehen muss, denn aller Erfolg, alle erreichten Meilensteine und aller nur erdenklicher Wille das Bestehende aufrecht zu erhalten, sind doch nicht imstande den Fortlauf der Zeit zu verhindern. Jeder Erfolg wird abklingen, jedes Hoch sich nach und nach wieder legen, jeder noch so originelle Gedanke irgendwann nur noch zur Kopie seiner selbst. Und so musste früher oder später auch MAD MEN, die schier epische Saga um Don Draper, Peggy Olsen und die restlichen Damen und Herren aus der vergänglichsten aller Branchen, ihres Zeichens perfekte Puppenspieler der vermeintlichen Wünsche und Sehnsüchte des Menschen, in 2014 die Weiche auf die (zweigeteilte) Zielgerade nehmen – „It was fun while it lasted“. Serie: Mad Men – Season #7 (2014-2015) weiterlesen

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Film: Was ist mit Bob? – What About Bob? (1991)


Trailer © Touchstone Pictures


Fakten
Jahr: 1991
Genre: Komödie, Gesellschaftskritik
Regie: Frank Oz
Drehbuch: Alvin Sargent, Laura Ziskin, Tom Schulman
Besetzung: Bill Murray, Richard Dreyfuss, Julie Hagerty, Charlie Korsmo, Kathryn Erbe, Tom Aldredge, Susan Willis
Kamera: Michael Ballhaus
Musik: Miles Goodman
Schnitt: Anne V. Coates


Review
Bill Murray ist einfach der Größte und darf dies auch Anfang der Neunziger glücklicherweise noch zur Genüge unter Beweiß stellen. Auch in meinem persönlichen dritten Durchgang des Films, attackieren Frank Oz, eine Riege fähiger Darsteller und die drei Drehbuchautoren Sargent, Ziskin und Schulman mit der wundervoll skurrilen Comedy WHAT ABOUT BOB? noch frontal meine Lachmuskeln, und das mit Sicherheit nicht in Form von zaghaften „Baby-Steps“ – im Gegenteil: hier wird erfolgreich offensiv die humoristische Keule geschwungen.

Murray und Richard Dreyfuss geben ein herrliches Paar an Kontrahenten – ersterer als kaum lebensfähiger Vollzeit-Neurotiker Bob, der in letzterem, seinem neuen Therapeuten Leo, die nie für möglich gehaltene Lebens-Rettung sieht und eben dieser Psychologe, der doch eigentlich nur in Ruhe seinen Sommerurlaub verbringen wollte – wäre ihm nicht besagter Patient wie eine Klette am Bein ins Urlaubsparadies gefolgt. Die Chemie der Darsteller stimmt zu jeder Sekunde, die Zwei spielen charmant und knuffig auf und das grandios überzeichnete Skript lässt sie gewähren. Film: Was ist mit Bob? – What About Bob? (1991) weiterlesen

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Film: Das wilde Schaf – Le Mouton Enragé (1974)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by FilmConfect


Fakten
Jahr: 1974
Genre: Satire, Drama
Regie: Michel Deville
Drehbuch: Christopher Frank, Roger Blondel (Vorlage)
Besetzung: Jean-Louis Trintignant, Jean-Pierre Cassel, Romy Schneider, Jane Birkin, Henri Garcin, Georges Beller, Georges Wilson, Estella Blain, Florinda Bolkan, Dominique Constanza, Jean-François Balmer
Kamera: Claude Lecomte
Musik: Verschiedene Originalmusik
Schnitt: Raymonde Guyot


Review
Wenn ich mich irgendwann erinnern muss, was mir aus LE MOUTON ENRAGÉ am meisten in Erinnerung geblieben ist, dann wird das wohl (abseits der bezaubernden Romy Schneider) die extreme Diskrepanz zwischen dynamischem, modernem, konsequentem, unheimlich experimentierfreudigem Inszenierungsstil und dem zwar zeitweise überzeugenden, über weite Durststrecken jedoch nur zäh und schleppend voransschreitendem Inhalt sein.

Besagter Inhalt vereint, mal offensichtlich, mal (leider) ganz tief versteckt eine Fülle genialer Ansätze – etwas Satire, eine interessante Vielschichtigkeit und Doppeldeutigkeit auf narrativer Ebene, gesellschafts- und sozialkritische Elemente, Humor und Zynismus. Das alles ist, vielleicht auch aufgrund der Fülle an gesammelten Inhalten, fasts chon zu viel und dennoch leider wenig ausformuliert, vielleicht auch lediglich mir persönlich zu wenig prägnant herausgearbeitet. Film: Das wilde Schaf – Le Mouton Enragé (1974) weiterlesen

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