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Film: (500) Days Of Summer (2009)


Trailer © by 20th Century Fox


Fakten
Jahr: 2009
Genre: Indiefilm, Hipster-Kino, Romanze, Drama
Regie: Marc Webb
Drehbuch: Scott Neustadter, Michael H. Weber
Besetzung: Zooey Deschanel, Joseph Gordon-Levitt, Geoffrey Arend, Chloë Grace Moretz, Matthew Gray Gubler, Clark Gregg, Patricia Belcher, Rachel Boston
Kamera: Eric Steelberg
Musik: Mychael Danna, Rob Simonsen
Schnitt: Alan Edward Bell


Review
Eigentlich alles wunderhübsch anzusehen.
Eigentlich erzählerisch und von der Machart her kreativ.
Eigentlich eine relativ tragische Geschichte.
Eigentlich auch größtenteils sympathische Figuren.
Eigentlich. Und doch kommt das alles nur maximal mit halber Kraft im Herzen an.

Im Kern ist (500) DAYS OF SUMMER dem gleichen Problem wie die Grußkarten, die Hauptfigur Tom halbherzig zusammenschustert erlegen: Das alles fühlt sich nicht hundertprozentig echt an. Film: (500) Days Of Summer (2009) weiterlesen

Film: Cosmopolis (2012)


Trailer © by Falcom Media / Ascot Elite Home Entertainment


Fakten
Jahr: 2012
Genre: Gesellschaftskritik, Psychothriller, Kunstfilm
Regie: David Cronenberg
Drehbuch: David Cronenberg, (Romanvorlage: Don DeLillo)
Besetzung: Robert Pattinson, Juliette Binoche, Paul GiamattiSarah GadonKevin DurandJay BaruchelSamantha Morton
Kamera: Peter Suschitzky
Musik: Howard Shore
Schnitt: Ronald Sanders


Review
Manchmal ist es so einfach: Komponente A und B sind gut, C ging so, aber D glich das wieder aus – Fazit: Toller Film.

Aber an David Cronenberg’s vollkommen seltsamen COSMOPOLIS ist nichts einfach, erst recht nicht zu erklären warum ich ihn herausragend finde. Worte zu finden, gestaltete sich selten komplizierter.  Erster Versuch. Es ist die Audiovisualität: Der Film ist grandios, weil bereits die Atmosphäre von der ersten Sekunde an unvergleichlich irreal und falsch ist – so sehr, dass ich direkt und ohne zu zögern gebannt war. Zweiter Versuch. Es ist der surreale Inhalt: COSMOPOLIS ist grandios, weil ich wahrscheinlich noch nie eine so vollständige Dekonstruktion der (marktwirtschaftlichen) Wirklichkeit im Verhalten einer einzigen Person manifestiert erleben durfte und die Entkopplung des Hardcore-Kapitalismus von der Realität hier enorm kryptisch und dennoch so klar wie es nur sein könnte beschrieben wird. Hmm. Dritter Versuch: Er ist grandios, weil Entfremdung selten so überzeugend verbildlicht und so packend gespielt wurde.  Puh, sicher von allem etwas und doch noch viel mehr.
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