Schlagwort-Archive: Batman V Superman – Dawn Of Justice

Podcast(s): Durch Den Podcatcher Gejagt #21 (2016)

Wenn Lebensumstände sich ändern, folgen zwangsweise auch Änderungen im medialen Verhalten, dem Blogging und schlussendlich Podcast-Genuss. Meint: Weniger Robot-Work und mehr Hirnschmalz-Nutzung zog bei mir in den letzten zwei Monaten weniger (weil: nicht mehr bei der Arbeit) gehörte Podcasts und das ständige Aufschieben eines neuen Sammel- und Empfehlungsposts mit sich. Wer Mathe kann (oder auch nicht), ahnt schon dass durch weniger hören, aber 5 Mal so lang warten nun ein Berg an empfehlenswerten Sendungen zusammen gekommen ist – aus diesem Grunde mache ich hier jetzt nur ein Best-Of mit den Ubor8urn3rn of se Podcastosphere und je einer knappen Zusammenfassungen meinerseits. Sonst ufert das. Wird sicher so schon genug, ihr quatscht einfach alle zu geilen Scheiß! Viel Spaß damit


Filme & Serien

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Meinung: Media Monday #251

Viel zu schreiben dieser Tage, nur eben alles andere als Blog-Artikel und co. Dennoch soll der Media Monday #251 nicht unbeachtet bleiben. Meine Antworten auf Wulf’s Text sind in kursiv gehalten. Habt eine schöne Woche allerseits.


1. Enttäuschung drückt nicht annähernd aus, was ich empfand, als NYMPHOMANIAC VOL. II den bereits nicht wie erwartet geglückten, aber gerade noch okay’en NYMPHOMANIAC VOL. I unterbot. Warum? Einfach auf die Links zu meinen Reviews klicken.

2. Wenn andere so über BATMAN V SUPERMAN reden, könnte man gar meinen es sei ein schlechter Film. Ich sage: Nein. Es ist lediglich ein Film, der anders an die Sache ran geht.

3. Manchmal fragt man sich ja, was die Verantwortlichen sich bei der Auswahl der Filmtitel denken, wie etwa bei 9 von 10 deutschen Titel-Zusätzen (WILD wird zu WILD – DER GROßE TRIP, FREEHELD wird zu FREEHELD – JEDE LIEBE IST GLEICH, HOME wird zu HOME – EIN SMEKTAKULÄRER TRIP, etc.), oder erst recht den völlig dümmlichen Eindeutsch- bzw. dänglischungen von Filmen. Wie man aus THE NIGHT BEFORE nur DIE HIGHLIGEN DREI KÖNIGE machen kann, ist mir nach wie vor schleierhaft.

4. Bei historischen Stoffen bin ich oft raus. Viktorianische Kostüme mit Perücken, Adel- und Rittergedöns, leicht bekleidete Trojaner – ist alles nicht mein DingMeinung: Media Monday #251 weiterlesen

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Podcast(s): Gespräche über Batman V Superman (2016)

Titelbild © by Warner


Snyder’s zweiter Ausflug in die Welt des blauen Kryptoniers mit Cape bringt seit zwei Wochen die Blogosphäre, Social-Media, sämtliche Film-Portale und das Real-Life zum Glühen – völlig unabhängig davon, wie man zu dem Werk steht, ist ein derart polarisierendes Potential immer zu begrüßen. Ich sammele, weil scheinbar jeder drüber spricht, nun mal alle Podcasts, die ich zum Film entdecke, wie ich es damals auch schon zu INTERSTELLAR tat. Wenn ihr Sendungen kennt, die hier noch nicht aufgeführt sind, haut sie in die Kommentare, oder schreibt mich auf Twitter an, damit ich sie ergänzen kann.

„Do you listen?“
WHAAAAAAM!
„You will!“


  • Unmittelbar nach der PV haben Batz und Sebastian ein Wasting Away Special aufgenommen, was eigentlich in eine reguläre Sendung geschnitten werden sollte, aber mit 1.5h etwas zu lang wurde. Ich bin überrascht, denn ich hätte gewettet, dass der Film weit mehr aufs Mowl bekommt – zusammengefasst gilt natürlich dennoch (Zitat): „Es ist die selbe Scheiße wie MAN OF STEEL, nur vielleicht nicht ganz so schlimm„. Sehr schöne Sendung! (Alternativ über 5 Filmfreunde)
  • In Second Unit #184 setzt sich Christian am Tag nach der Vorpremiere mit Patrick Suite zusammen und diskutiert umfangreich und in die Tiefe über den Film. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle: Erwartungen an die Figuren, Enttäuschung/Hass über den Vorgänger, persönliche Schwerpunkte beim Schauen… Insgesamt ist Christian zwar positiv überrascht, weil er nichts erwartet hat, was ihn den Film aber immer noch nicht gut finden lässt und Patrick gibt sich enttäuscht. Tolle Diskussion!
  • Ich selbst kam völlig breit-geprügelt und zermürbt aus dem Kino (ebenfalls aus der Vorpremiere noch vor dem regulären Start) und habe, um meiner angenehmen Konfusion ein Ventil zu verschaffen, einfach mal das Handy gezückt und drauflos gequatscht. Herausgekommen ist ein circa 20-minütiger Sneak Talk!, dem man (glaube ich) ziemlich gut anhören kann, wie überfordert dieser Film zurücklässt.
  • Im Frotcast #285 geht es (angeblich) auch um den Film. Allerdings nur für zehn von insgesamt 100 Minuten und mit Filmbesprechung hat das Ganze herzlich wenig zu tun, denn die Hosts quatschen eigentlich nur eine Menge Bullshit (wie man es von diesem Format ja auch gewöhnt ist). Der Vollständigkeit halber, führe ich die Sendung trotzdem mit auf.
  • Die Flimmerfreunde sind zurück. Nur leider mit einem Bernd Begemann, der wahrscheinlich selten enttäuschter als nach diesem Film klang. Vor allem depri-Stimmung und fehlender Humor des Blockbusters lassen ihn immer wieder zu schimpfen beginnen. Viel zu loben haben die beiden in Ausgabe #62 auch sonst nicht. Schade, aber dennoch war es eine Freude, ihnen mal wieder zuhören zu können.
  • Bei Nerdtalk hat Lars den Film gesehen und ist in Sendung #431 ebenso wenig begeistert. Vor allem (wie an den meisten Orten anderweitig auch) gibt es Kritik am Skript und der fehlenden Kontinuität, sowie der Materialschlacht, die man im Comic-Film schon sooooo oft gesehen hat. Dennoch hofft er, dass der Film für irgendwen was ist.
  • Im /Filmcast #360 legen die drei Hosts, anfangs noch mit Gast, eine großartige Diskussion hin. Keiner mag BVS, aber das Verständnis dafür, warum der Film evtl. so ist, wie er ist – ein Spiegel eines traurigen Zeitgeists – geht voll in meine Richtung.
  • Im Lichtspielcast #41 reicht die Bandbreite von „war doch so okay, wie jeder andere große Blockbuster auch“, bis zu purem Hate seitens Dennis, der weder an Snyder, noch an an BVS ein gutes Wort lässt. Vor allem die fehlende Motivation von, in seinen Augen, allem, stößt bitter auf. Aber danke Mo, für’s milde Verteidigen.
  • Bei den Celluleuten ist BVS in Sendung #108 (an der Memo mal wieder teilnimmt) nur einer von vielen. Auch hier versteht man den extremen Hass, der BVS entgegen sprang nur bedingt, auch wenn Carsten und Philip, die den Filme beide sahen, nicht so richtig umgehauen sind.
  • Der Cinecast #46 haut, bevor es mit dem BVS-Review los geht erst mal zwei spannende Interviews raus – u.A. mit „Darth Maul“ aus DARTH MAUL APPRENTICE – dann folgt eine ausgeglichene Diskussion (zu Gast: Mr. Turkelton), in der von harscher Kritik bis zu partiellem Lob einiges dabei ist.
  • Das Bahnhofskino gibt in Episode #165 eine dicke Rutsche „was haben wir gesehen“ Filme zum besten – eine von Daniels Nennungen ist BVS. Auch er hat positives wie negatives zu berichten.

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Meinung: Media Monday #249

Eine Doktorarbeit will geschrieben werden, deswegen gibt es heute Media Monday #249 – Ultra Short Edition! Ob kurz besser als gar nicht ist, bezweifle ich als Mann der vielen Worte zwar, aber was soll’s…


1. Weil es heute so schön passt: Bei technischen Problemen mit meinem Blog muss ich sie fixen, da bei Eigenhosting alles was schief läuft auf meine Kappe geht.

2. ____ wird – wie ich finde – seiner Vorlage absolut nicht gerecht, da ____ . Die meisten Adaptionen empfinde ich als gelungen, weil ich sie für sich werte.

3. Davon ausgehend, dass Tarkovski’s SOLARIS von 1972 grandios ist, hätte ich nicht gedacht, dass auch die Soderbergh Variante von 2002 so viel kann.

4. Alles redet über Batman und Superman. Ich für meinen Teil rede ebenfalls über BATMAN V SUPERMAN.

5. Müsste ich euch mal so ein richtig tolles Buch empfehlen, wäre das sicher eins von Stephen King, den Strugatzki-Brüdern, oder Chuck PalahniukMeinung: Media Monday #249 weiterlesen

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Film: Batman V Superman – Dawn Of Justice (2016)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Warner


Fakten
Jahr: 2016
Genre: Comic, Superheld, Action, Science-Fiction
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: Chris Terrio, David S. Goyer
Besetzung: Ben Affleck, Henry Cavill, Amy Adams, Jesse Eisenberg, Diane Lane, Laurence Fishburne, Jeremy Irons, Holly Hunter, Gal Gadot, Scoot McNairy, Callan Mulvey, Tao Okamoto
Kamera: Larry Fong
Musik: Junkie XL, Hans Zimmer
Schnitt: David Brenner


Review
In der Filmwelt ist es 18 Monate her, dass Zack Snyder Superman auf der Erde seinen ersten großen Kampf ausfechten lies – einen Kampf in dem weit mehr zu Bruch ging, als die Masse der Kinogänger und Kritiker zu akzeptieren bereit war, in dem der einst so strahlende Superman nie gekannte, gemeinhin als „falsch“ angesehene Seiten entwickelte und der somit eine Welle der Entrüstung auslöste. Man wurde nicht müde Snyder, der sich in den folgenden Jahren ohne Ablass eingekesselt und mit dem Rücken zur Wand wiederfand, immer und immer wieder zu rechtfertigenden Aussagen zu nötigen, was im Wandel der Zeit zu widersprüchlichen Äußerungen seinerseits und der stetigen Behauptung er und sein Autor David S. Goyer hätten „Superman nicht verstanden“ führte. Man war sich einig, dass Snyder mit den Sequel in der Bringschuld stünde, Fehler glattbügeln müsse, um den Leuten nun endlich den Superman zu geben, den sie schon immer wollten und verdienen.

Doch nun, da BATMAN V SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE in den Kinos gestartet ist, wird deutlich klar, dass Snyder zu großen Teilen eben nicht das getan hat, was von ihm erwartet wurde. Dass er sich nicht dem Konsens (und somit dem Mythos) beugt und auf den Klang der fordernden Gesänge eingeht, die endlich wieder das strahlende, ungebrochen Gute auf der Leinwand sehen wollen, weil seine Auffassung der (Film)welt anders ist – durch und durch düster und ohne sinnvollen Platz für das, was Superman „sein muss“. Ohne Frage in zynischem Tonfall, erschafft er stattdessen ein tief pessimistisches Szenario, in dem ein Held der Hoffnung streng genommen nur scheitern kann, weil kaum mehr Hoffnung da ist. Für nichts. Es regieren Zweifel und die Frage, ob es sich überhaupt lohnt für das Gute einzustehen? Weiter noch: Ob das Gute überhaupt Bestand haben kann, oder zwangsweise immer korrumpiert und vom Schlechten aufgesogen werden wird?

Snyder’s Superman strauchelt und versteht seine machtvolle Gabe keineswegs als Segen, den es unentwegt einzusetzen gilt – nein, für diese Inkarnation des Kryptoniers ist sie eine Bürde, um die er nicht gebeten hat. „This means something“, redet Lois Lane, mit Blick auf das geschwungene Emblem auf seiner Brust, in einem Moment auf Superman ein, in dem er den Glauben daran, dass die Agenda der Rettung überhaupt jemals seine eigene war, endgültig verloren zu haben scheint. „In my world it did. But there’s nothing left of it“ entgegnet er resigniert. Worte von Tragweite, denn sie verdeutlichen eins: Trotz der stetigen Versuche sich einzugliedern und ein normales Leben zu führen, ist dieser fremde Held immer noch ein Kuriosum, ein Alien was unter uns wandert und tief in seinem Inneren nie wirklich auf dieser Welt angekommen ist – auch weil sie sich ihm zunehmend verschließt, anstatt ihn wie einst als Heilsbringer und Botschafter des Optimismus zu feiern. Film: Batman V Superman – Dawn Of Justice (2016) weiterlesen

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