Film: Insomnia – Schlaflos (2002)


Trailer © by Warner Home Video


Fakten
Jahr: 2002
Genre: Thriller, Drama
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Hillary Seitz
Besetzung: Al Pacino, Robin Williams, Hilary SwankMartin Donovan
Kamera: Wally Pfister
Musik: David Julyan
Schnitt: Dody Dorn


Review
Ein melancholischer, unheilvoller Score setzt ein. Die ersten Bilder, eine karge Eiswüste, so zerfurcht und roh, dass sie fast surreal erscheint, ein Tuch saugt sich voll Blut, ein Mensch verreibt es auf einem Hemd – unscharf, mysteriös. Bereits diese ersten Sekunden in INSOMNIA lassen unmissverständlich durchscheinen, dass sich unheilvolles anbahnt.

Nolan inszeniert hier ein Remake eines norwegischen Thrillers – ein oft unnötiges Prozedere, denn die langsame, kühle nordische Machart wird in US-Remakes zumeist entschärft, wenn nicht sogar verkitscht – aber selbst ohne das Original zu kennen, kann man ohne Bedenken sagen: Er inszeniert es angemessen kühl. Durch die Art seiner Kameraführung, durch das Tempo der Geschichte, durch die Farbgebung und zuletzt (und vielleicht vor allem?) im wahrsten Sinne des Wortes durch die unglaublich imposante Kulisse. Film: Insomnia – Schlaflos (2002) weiterlesen

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Film: Geständnisse – Confessions Of A Dangerous Mind (2002)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by STUDIOCANAL


Fakten
Jahr: 2002
Genre: Satire, Thriller
Regie: George Clooney
Drehbuch: Charlie Kaufman
Besetzung: Sam Rockwell, Drew Barrymore, George ClooneyMichelle SweeneyMichael CeraJennifer HallMaggie GyllenhaalRutger HauerJulia Roberts
Kamera: Newton Thomas Sigel
Musik: Alex Wurman
Schnitt: Stephen Mirrione


Review
Ein starkes Regiedebut liefert George Clooney mit CONFESSIONS OF A DANGEROUS MIND ab. Unter allen Aspekten – inszenatorisch, visuell und dramaturgisch – gelungen, verfilmt er die aberwitzige Literaturvorlage der TV-Show Legende Chuck Barris, welcher in seiner Autobiografie mal eben behauptete Jahrzehnte lang ein Doppelleben geführt zu haben und – neben dem kreieren zahlreicher Gameshows, die wohl das Daily-Format maßgeblich prägten und Tür und Tor für Bloßstellungs-Fremdscham-TV, wie es heute (leider) der Standard ist öffneten – eine geheime Identität als C.I.A. – Auftragskiller gelebt zu haben. Film: Geständnisse – Confessions Of A Dangerous Mind (2002) weiterlesen

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Film: Enter The Void (2011)


Titelbild, Trailer und Bildausschnitte © by Capelight Pictures


Fakten
Jahr: 2011
Genre: Kunstfilm, Spiritueller Trip, Mystery
Regie:  Gaspar Noé
Drehbuch: Gaspar Noé,  Lucile Hadzihalilovic
Besetzung: Nathaniel Brown, Paz de la Huerta, Cyril Roy, Olly Alexander
Kamera: Benoît Debie
Musik: Thomas Bangalter
Schnitt: Gaspar NoéMarc Boucrot, Jérôme Pesnel

Review
Für jemandem, der diesen Film noch nicht gesehen hat, ein kurzer Hinweis: Man kann nicht recht von SPOILERN sprechen, denn was in ENTER THE VOID konkret (im Sinne eines Plots) passiert, ist eigentlich sekundär – primär zählt eher die Art wie es passiert – aber hier sei dennoch ich eine dezente Spoilerwarnung ausgesprochen, sowie der Hinweis, dass ich versuche zu ergründen, wie der Film zu verstehen ist. Ich glaube, das kann bei der Sichtung dieses angenehm sperrigen Werkes vielleicht sogar hilfreich sein, denn die Ansätze werden zwar im Film angedeutet, aber etwas Wissen über das in Dialogen transportierte hinaus kann nicht schaden. Los gehts.. Film: Enter The Void (2011) weiterlesen

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Film: Bringing Out The Dead – Nächte der Erinnerung (2000)


Trailer © by Touchstone Pictures


Fakten
Jahr: 2000
Genre: Drama
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch:  Paul Schrader
Besetzung: Nicolas Cage, Patricia Arquette, John Goodman, Ving Rhames, Tom Sizemore
Kamera: Robert Richardson
Musik: Elmer Bernstein
Schnitt: Thelma Schoonmaker


Review
Wenn man an Scorsese denkt, dann sind direkt die Gangster-Epen – CASINO, GOODFELLAS vielleicht auch DEPARTED – und die großen Zeiten von DeNiro – RAGING BULL und TAXI DRIVER – präsent. Aber wenn man genau hinschaut, dann sind da zwischen diesen großen, als unantastbare Klassiker gehandelten Filmen in jeder Filmografie die kleinen unscheinbaren Perlen, denen der große Ruhm (leider) verwehrt blieb, die den großen Platzhirschen aber (wenn überhaupt) nur in Nuancen nachstehenden. So ein Film ist BRINGING OUT THE DEAD.
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