Archiv der Kategorie: B-Movie

Direct to DVD, etc. mit geringerem Production Value

Film: Wyrmwood – Road Of The Dead (2014)


Wyrmwood – Road Of The Dead (IMDb) – Zombiefilm, Fun-Splatter, Australien, 2014 – Kiah Roache-Turner: Regisseur, Skript: Kiah Roache-Turner, Tristan Roache-Turner, Kamera: Tim Nagle, Musik: Michael Lira, Copyright (Titelbild, Bildausschnitte, Trailer): Tiberius Film


Review
Wenn ein Haufen Leute, die merklich Bock auf ihr Sujet haben, sich kreativ (im sinne von: mach viel aus wenig) und motiviert an selbigem versucht – in diesem Fall einem temporeichen Zombiefilm mit deftigen Funsplatter-Einlagen – ist besagte Motivation oft bereits die halbe Miete. Filme können durch den offen nach außen getragenen Enthusiasmus ihrer Macher enorm mitreißen – so geschehen in WYRMWOOD.

In beschränkter Kulisse (viel Wald, ein paar abgeranzten Schuppen und Garagen, ein Versuchslabor), aber mit treffsicherem Gespür für Tempo und Schnitt, sowie trockenem, mit australischer Laid-Back Attitude versehenem Humor, lassen Regisseur Roache-Turner einen Haufen sympathisch skurriler Figuren durch die verseuchte Pampa stolpern und in Eishockey-Uniform reichlich Headshots verteilen.  Film: Wyrmwood – Road Of The Dead (2014) weiterlesen

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Film: Moonwalkers (2016)


Moonwalkers (IMDb) – Stoner-Satire, Universal PicturesUK2016 – RegieAntoine Bardou-Jacquet, Skript: Dean Craig, Kamera: Glynn Speeckaert, Copyright (Titelbild, Trailer): Universal Pictures Germany


Review
Wie wir alle wissen ist unsere von Echsenmenschen bewohnte (Hohl)Erde flach, ihre Atmosphäre wird von geheimdienstlich/imperialistisch/BRD AG (bitte zutreffendes ankreuzen) gesteuerten Flugzeugen, äääh, Reichsflugscheiben mit Chemtrails verseucht, die uns gefügig machen, um uns von amerikanischen Horror-Clowns purgen zu lassen und natürlich war die Menschheit niemals auf dem Mond. Alles eine Inszenierung der Bilderberger, oder Illuminaten, oder Rothschilds, oder eben von Stanley Kubrick, dem kenianischen Islamisten. Ach nee, das ist ja schon der scheidende US-Präsident. Macht keinen Sinn, doch sei es drum, wer all das glaubt, was in der Lügenpresse so an Mutti-Propaganda läuft, ist dem westlichen Brainwashing hoffnungslos erlegen. Weil is so. Wacht auf Leute!!!!11 #aufwachenjetzt

Wie Kubrick’s getürkte Mond-Bilder ihren Weg auf die Schirme der mitfiebernden Welt fanden, ergründet der Film MOONWALKERS auf höchst amüsante Weise. Ron Perlman als grummeliger, schwer traumatisierter Vietnam-Veteran wird (ohne die Option auf Wiederrede – this is an order) damit betraut, den Meisterregisseur und dessen Agenten in London zu treffen, um sie mit einem Koffer voll überzeugender Argumente zur Inszenierung der Mondlandung zu bringen. Arglistige Täuschung von höchster Stelle? Nein, alles nur als Backup-Plan gedacht, falls die echte Apollo an der Technik scheitert, denn die Blöße, den Russen den Sieg im Wettrüsten der Raumfahrt zu überlassen, kann und will sich „The greatest nation on earth“ nicht geben. Film: Moonwalkers (2016) weiterlesen

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Horrorctober 2016, Film #8: Das Haus Der Vergessenen – The People Under The Stairs (1991)


Titelbild & Trailer © by Universal Pictures Germany


Der #horrorctober (was das ist, erfahrt ihr auf dieser Info-Seite, die auch alle Links zu meinen Filmbesprechungen im Rahmen der „Events“ enthält, oder auf dieser anderen Info-Seite der CineCouch) ist längst vorbei, ich habe im Laufe des Monats 10 von den geplanten 13 Filmen geschafft und schiebe nun die Reviews so fix es geht hinterher. Zum Schreiben kam ich im Oktober nämlich wirklich kaum…


Fakten
Jahr: 1991
Genre: Horror, Abenteuer, Gesellschaftskritik
Regie: Wes Craven
Drehbuch: Wes Craven
Besetzung: Brandon Quintin Adams, Everett McGill, Wendy RobieA.J. LangerVing RhamesSean WhalenBill CobbsKelly Jo MinterJeremy Roberts
Kamera: Sandi Sissel
Musik: Don Peake
Schnitt: James Coblentz


Review
Ohne Frage ist Wes Craven (auch) dafür bekannt, seine abgedrehten Horror-Szenarien oft mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor bzw. Absurdität zu würzen. Er scheint sich voll bewusst zu sein, dass er da streng genommen ziemlich seltsames Zeug inszeniert und verpackt es daher mit einer auflockernden Portion Augenzwinkern (ohne dabei die notwendige Ernsthaftigkeit aus dem Blick zu verlieren). Nicht dass ein morbider Albtraum-Slasher wie NIGHTMARE dadurch maßgeblich weniger creepy wäre, doch das Spiel mit der gesunden Übertreibung sorgt für einen ganz eigenen Charme, der neben der erwünschten Horror-Wirkung regelmäßig auch für erleichternde Erheiterung sorgt.  Horrorctober 2016, Film #8: Das Haus Der Vergessenen – The People Under The Stairs (1991) weiterlesen

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Horrorctober 2016, Film #6: Nightbeast (1982)


Titelbild & Trailer © by Troma Movies


Der #horrorctober (was das ist, erfahrt ihr auf dieser Info-Seite, die auch alle Links zu meinen Filmbesprechungen im Rahmen der „Events“ enthält, oder auf dieser anderen Info-Seite der CineCouch) ist längst vorbei (ja, hab ich mitbekommen), ich habe 10 von 13 Filmen geguckt und schiebe nun die Reviews nach und nach hinterher. Zum schreiben kam ich im Oktober nämlich wirklich kaum.


Fakten
Jahr: 1982
Genre: Science-Fiction, Horror
Regie: Don Dohler
Drehbuch: Don Dohler
Besetzung: Tom Griffith, Jamie Zemarel, Karin KardianGeorge StoverDon LeifertAnne FrithEleanor HermanRichard Dyszel
Kamera: Richard Geiwitz
Musik: J.J. AbramsRobert J. Walsh
Schnitt: Don Dohler


Review
Wer einen gewissen Hang zu naiven B-Movies in seinen filmischen Vorlieben pflegt, wird sicher nicht widersprechen, dass Troma aus der eigenen, immerfort lauthals zelebrierten Schlampigkeit und Inkompetenz oftmals eine Menge Spaß generiert. Hier nicht. Der Anfang der 80er anderswo produzierte und dann erst nachträglich ins Troma-Portfolio zugekaufte NIGHTBEAST ist nämlich vor allem eines: dröger, repetetiver C-Movie-Schrott, der sich größtenteils ohne jeglichen Charme, Charakter oder Unterhaltungswert über die Zeit schleppt.  Horrorctober 2016, Film #6: Nightbeast (1982) weiterlesen

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Film: Der Mörder des Klans – Prega il morto e ammazza il vivo (1971)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Koch Media


Fakten
Jahr: 1971
Genre: Italo-Western
Regie: Giuseppe Vari (aka Joseph Warren)
Drehbuch: Adriano Bolzoni
Besetzung: Klaus Kinski, Victoria Zinny, Paolo CasellaPatrizia AdiutoriDino StranoAntonio La RainaDante MaggioAnna ZinnemannAdriana GiuffrèAldo BarberitoJohn Ely
Kamera: Franco Villa
Musik: Mario Migliardi
Schnitt: Giuseppe Vari


Review
Es gibt Filme, die es einem unheimlich schwer machen, zu ergründen (und erst recht zu artikulieren), warum sie einem verdammt gut gefallen haben. Der Italo-Western MÖRDER DES KLANS – vor einigen Jahren mit einem erneuten Popularitätsschub gesegnet, da von Filmfanatiker Quentin Tarantino in dessen, vor dem Start von DJANGO UNCHAINED veröffentlichten Spaghetti-Western-Topliste (auf Platz #16) platziert – ist einer dieser Kandidaten, dennoch folgt der Versuch einer Beschreibung.

Nach klassischen Handlungs-Maßstäben liefert MÖRDER DES KLANS nicht wirklich viel, die wenigen (präziser: zwei) Schauplätze glänzen nicht gerade durch Abwechslungsreichtum und das Tempo der Erzählung ähnelt eher den Zeitlupen-artigen Werken europäischer Autorenfilmer – schlechte Karten also für ein spaßiges Filmerlebnis? Ganz im Gegenteil, denn so sehr Statistiken und vermeintliche Regelwerke sich auch von jeher bemühen, uns zu verklickern, dass es eine gültige Formel für funktionierendes Kino gäbe, kommen doch immer wieder zahlreiche Kandidaten auf die Leinwand, die einiges, manchmal sogar alles anders machen – eigentlich also mit wehenden Fahnen scheitern müssten -aber gerade deshalb etwas hochgradig eigenes erschaffen und all die formelhaften Kollegen hinter sich lassen. Überspitzt könnte man formulieren, dass das größte Kino jenes ist, das sich in kein Raster pressen lässt und eines jeden Verständnisses entzieht. Steile These.  Film: Der Mörder des Klans – Prega il morto e ammazza il vivo (1971) weiterlesen

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