Archiv der Kategorie: Videos

Visuelle Kritiken // Essays // Analysen // Supercuts // Mashups // YouTube // Vimeo

Video: Studio Ghibli in Real Life (2016)

Titelbild © by KOJER


Studio Ghibli in Real Life from KOJER on Vimeo.


Stellt euch mal vor, ihr sitzt in der Bahn und plötzlich sitzen euch Chihiro und das Ohngesicht gegenüber. Wär das nicht schön? Mir wird ja eh sofort ganz warm um’s Herz wenn ich nur irgendeine beliebige Hisaishi-Komposition und all diese Figuren zusammen erlebe. Schöne Idee.

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Video: Cinefix – 1 Brilliant Moment Of Tension (2016)

Titelbild Copyright by Studiocanal



Copyright by Cinefix Youtube Channel


Kino fühlen ist das eine. Sich als interessierter Film-Liebhaber damit auseinandersetzen, warum es diese Gefühle auslöst, ein ganz anderer Schuh. Im neuen Video von Cinefix (sowieso ein sehr starker Kanal), wird nur eine einzige Szene, nämlich die Mexiko-Sequenz aus SICARIO dekonstruiert und analysiert. Wer den Film noch nicht kennt, sollte ihn auf jeden Fall erst gucken! Nach meinem Empfinden hat Villeneuve mit ihr einen der spannendsten Momente der Kinogeschichte geschaffen (und zwar nicht der jüngeren, sondern der gesamten) und Cinefix hilft zu verstehen, warum sie so exzellent funktioniert. Spoiler: Eine Viertelstunde Build-Up für 9 Sekunden Payoff… Nuff Said!

Als nächstes bitte die Wirtshaus-Szene aus INGLOURIOUS BASTERDS

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Video: Strange Adventures In Film Language (2016)

Titelbild © by Fandor


Strange Adventures in Film Language from Fandor Keyframe on Vimeo.


Ich selbst plädiere beim Filmgenuss ja immer dafür im Originalton zu gucken. Entgegen der weitläufigen Praxis, diese Aussage nur auf englischsprachige Werke zu beziehen, allerdings konsequent bei sämtlichen Filmen aus aller Herren Länder. Ich will Lokalkolorit schnuppern, den Ausdruck der Schauspieler (nicht der Synchronsprecher) ungefiltert erleben und empfinde das Filmerlebnis, gerade bei Werken, die in völlig anderen Kulturkreisen spielen (z.B. Indien oder Südostasien), als wesentlich stimmiger. Ist Präferenz und Gewöhnung. Einen gewissen Anteil bei dieser Entscheidung spielt allerdings auch der Faktor „Lost in translation“ – wenn lippensynchron gedubbt werden muss, fällt immer mal was unter den Tisch, oder wird verfälscht. Eine Untertitelspur mit direkter Übersetzung ist da in meinen Augen die optimale Wahl, was zur Folge hat, dass ich Asia- und Weltkino mittlerweile am liebsten aus UK importiere – dort werden nur selten Synchros angefertigt, die Untertitel stellen also die bestmögliche, nicht Lippen-gebundene Übersetzung des gesprochenen dar.In Deutschland sind sie ja oft nur ein Transskript der deutschen Tonspur.

In diesem kurzen Fandor-Essay aus der Keyframe-Reihe, gibt es ein paar schöne Beispiele für gelungenes und gescheitertes Dubbing. Sehenswert.

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Video: Farb-Psychologie im Kino (2016)

Titelbild © by Lilly Mtz-Seara


COLOR PSYCHOLOGY from Lilly Mtz-Seara on Vimeo.


Haha, wie immer, den Tab seit zwei Tagen offen, aber zu unfokussiert, um das mal ins Blog zu schmeißen. Egal, um Aktualität geht es mir hier ja eh nicht. Viel sagen muss man zu dem Video auch nicht – wer schon mehr als 1-2 mal über die Funktionsweisen von Film nachgedacht hat, ist sicher zu dem Schluss gekommen, dass Farbgebung kein Zufall ist. Hier wird einem das mal schön vor Augen geführt (obwohl ich die Musik drunter nicht sooooo passend finde).


via SPLOID

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Video: Sunspring – ein Film, dessen Drehbuch von einer K.I. geschrieben wurde (2016)


Direktlink


Wir alle wissen, dass Künstliche Intelligenzen mittlerweile Aufgaben wie maschinelle Texterstellung problemlos meistern – Fußball-Spielberichte sind zum Beispiel überhaupt kein Problem mehr. Oder auch die menschlichen Großmeister des komplexen Brettspiels Go schlagen. Oder, was schon langsam in diese Richtung hier führt, Bilder in eine Chronologie ordnen, die zu einer sinnvollen Geschichte führt. Doch wie sieht es mit komplexerer, weniger auf Beobachtung und Analyse, sondern mehr auf einer Eigenleistung fußender Texterstellung aus?

Diese Frage stellten sich der Filmemacher Oscar Sharp und ein befreundeter Techie namens Ross Goodwin. Sie fütterten in eine K. I. deren eigentlicher Zweck in der Vorhersage von Texteingaben (basierend auf den zuvor getätigten ) liegt, einen Berg an Science-Fiction- und Drama-Skripten und ließen die Algorithmen auf einer geringen Anzahl Ausgangsbedingungen aufbauend (mehr dazu im Video) ein Drehbuch verfassen, welches sie gnadenlos (und mit vollem Ernst) in den Kurzfilm SUNSPRING umsetzten.

Und das Ergebnis ist schon ziemlich bizarr – wer auch immer meint, er müsse in großen Hollywood-Produktionen ständig kritisieren, dass das Drehbuch ja keinen Sinn ergäbe (was ich ja selbst tue), bekommt hier eindrucksvoll vor Augen geführt, wie es aussieht wenn ein komplettes Drehbuch tatsächlich keinen – und das meint: absolut Null, nicht ein bisschen, wirklich nicht im geringsten – Sinn macht. Die Dialoge sind ein so unfassbarer Nonsens, dass man daraus schon fast wieder eine Art dadaistische Qualität ableiten kann – als hätte die K.I. ihr Werk schon bei der Erstellung verstanden, fallen nicht umsonst mehrfach Sätze wie „I do not understand what you are talking about“. Hölzern, weird, aber vom Ansatz her eine spannende Sache, die definitiv einen Blick wert und auf eine ganz eigene Art auch ziemlich schräg ist.


via Gizmodo

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