Video: Cinefix – 1 Brilliant Moment Of Tension (2016)

Titelbild Copyright by Studiocanal



Copyright by Cinefix Youtube Channel


Kino fühlen ist das eine. Sich als interessierter Film-Liebhaber damit auseinandersetzen, warum es diese Gefühle auslöst, ein ganz anderer Schuh. Im neuen Video von Cinefix (sowieso ein sehr starker Kanal), wird nur eine einzige Szene, nämlich die Mexiko-Sequenz aus SICARIO dekonstruiert und analysiert. Wer den Film noch nicht kennt, sollte ihn auf jeden Fall erst gucken! Nach meinem Empfinden hat Villeneuve mit ihr einen der spannendsten Momente der Kinogeschichte geschaffen (und zwar nicht der jüngeren, sondern der gesamten) und Cinefix hilft zu verstehen, warum sie so exzellent funktioniert. Spoiler: Eine Viertelstunde Build-Up für 9 Sekunden Payoff… Nuff Said!

Als nächstes bitte die Wirtshaus-Szene aus INGLOURIOUS BASTERDS

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Video: Free Bear Hugs… und die Welt ist plötzlich doch nicht mehr so scheiße (2016)


Copyright by Stuart Edge YouTube Channel


Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das alltägliche Blättern durch den Feedreader immer mehr zur Qual wird. „Paar Tausend Flüchtlinge ertrunken“ hier, „Faschistischer Führer 1 will Mauer um Land bauen“ da, „Vollhonk XY will Koran verbieten“ hier, „Populistischer Führer 2 macht gegen ein Kleidungsstück mobil“ da… So kann man leider ewig weiter aufzählen – alle haben einen weg und ich blick es nicht warum! Aber dann, während man so blättert und blättert und gegen den ganzen Mist immer weiter abstumpft, kommt plötzlich das hier. Und ich denke nur: „So scheiße kann die Welt doch gar nicht sein, wenn Menschen dermaßen coole Aktionen reißen.“

MACHT EUCH LOCKER, ES GIBT FREE HUGS FÜR ALLE!

Heute wird ein guter Tag


via Kraftfuttermischwerk

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Film: Synchronicity (2015)


Titelbild, Trailer & Bildausschnitte © by Pandastorm Pictures


Fakten
Jahr: 2015
Genre: Science-Fiction, Zeitreise, Film Noir
Regie: Jacob Gentry
Drehbuch: Jacob GentryAlex Orr
Besetzung: Chad McKnight, Brianne Davis, AJ BowenScott PoythressMichael Ironside
Kamera: Eric Maddison
Musik: Ben Lovett
Schnitt: Jacob Gentry


Review
Science-Fiction-Filme, die sich dem theoretischen Konstrukt der Zeitreise bedienen, werden nur allzu oft für vermeintliche Logik-Schwächen, unsinnige Auflösungen oder derartiges kritisiert – ob dieser Streit über die Möglichkeiten des Unmöglichen  tatsächlich zielführend ist, sei mal dahingestellt. Ein viel gravierenderes , die Filmemacher forderndes Problem, welches dem sub-Genre geradezu inhärent ist, sehe ich eher, dass (den durchschnittlichen Einfallsreichtum vieler Drehbuch-Autoren vorausgesetzt) nicht viel mehr als nur zwei gängige Geschichten zu erzählen sind. Immer wieder.

Entweder Figuren reisen in der Zeit zurück, drehen dort an den Schräubchen ihres eigenen Schaffens und realisieren letzten Endes, dass genau dieses Drehen erst zum ihnen bekannten Ausgang führte – die Realität also fest steht und unmöglich zu ändern ist – oder selbiges geht eben doch, sie erschaffen dadurch Parallel-Universen und enden in der Regel in ziemlichem Chaos, man sehe sich nur mal PRIMER an. Kreative Vertreter (wie zum Beispiel Ryan Johnson’s LOOPER) treiben zwar ein buntes Spiel mit Misch-Formen dieser beiden Wege, im Großen und Ganzen lässt sich aber wohl sagen, dass wir auf diesem Sektor meist sehr ähnliche Plots vorgesetzt bekommen. Kennt man einen (bzw. zwei), kennt man alle. Doch ist das schlimm? Film: Synchronicity (2015) weiterlesen

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Meinung: Media Monday #269

Heute wieder früher, aber genauso knapp. Geht aktuell nicht anders. Media Monday #269 heißt die Devise, meine Ergänzungen zum Lückentext des guten Wulf sind kursiv.


1. Für (Film/Buch(reihe)/Serie/etc.) das Sci-Fi-Genre kann ich mich schon immer begeistern, denn ALIEN hat eine nie endende Liebe angefeuert. Später hab ich aber gemerkt wie wenig der Film mit Sci-Fi zu tun hat (und stattdessen volles Brett Horror ist). Eine Falle in die viele tappen. Sci-Fi sollte sich nicht mit Schauwerten zufrieden geben, sondern substanziell und voller elementarer philosophischer Fragen stecken – ALIEN schmälern, tut das natürlich nicht!

2. Allein das Setting tief im Weltall, gefangen mit sich selbst, mitten im Nichts, umringt von den Wänden eines verranzten Raumschiffs, oder unter tausenden gesichtslosen Mitmenschen in einer verregneten Zukunftsstadt… herrlich. Da kommt auch mein Crush für etwas dreckigere Stoffe durch, denn mit den 200 Millionen Dollar Hochglanz-Dingern der letzten Jahre kann ich wenig anfangenMeinung: Media Monday #269 weiterlesen

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Comic: Charles Berberian – Cinerama (2013)

Titelbild & Bildausschnitte © by Reprodukt


Eckdaten
Story: Charles Berbérian
ArtworkCharles Berbérian
ColoristCharles Berbérian
Genre: Satire, Autobiografisches Werk
Label: Reprodukt
Umfang: 57 Seiten
Gelesen: Deutsche Übersetzung, Trade Paperback, August 2016



Plot
Autobiografisch reist Autor Charles Berberian durch seine eigene cineastische Sozialisation und reflektiert den Geist all der unsäglich-komischen B-, C- und Schundwerke, die er im Bagdad der 60er und/oder Frankreich der 80er in sich aufsog. Humorvolle Nacherzählungen wirrer Plots gehören ebenso zu dieser Reise durch die Welt der Obskuritäten, wie eine lockere Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhältnis zum Kino.


Review
Begegnungen mit jenem B- und C-Kino früherer Epochen, welches gemeinhin als qualitativ minderwertig angesehen wird, können ein unablässiger Quell der Freude sein. Offenherzige Filmfreunde (wie ich) mit einem notwendigen Hang zum Obskuren, wissen und schätzen dies auf verschiedenste Weise – die einen bezeichnen Gummimonster im Kampf mit unfähigen Schauspielern als „liebenswert naive Trashfilme“, die anderen sprechen mit strahlenden Augen vom „Zauber vergangener Tage“ und ganze Youtube-Kanäle (und Festivals und Podcasts) sind augenzwinkernd den „besten schlechten Filmen“ gewidmet. Was die meisten dieser Blickwinkel jedoch vereint, ist die ironische Distanz, welche durch Jahrzehnte andauernde Verschollenheit der Werke im Dunst des Vergessens und eine (oft kollektiv gefeierte) rituelle Wiederentdeckung entsteht. Sind halt „nur“ die netten Filmchen von damals.  Comic: Charles Berberian – Cinerama (2013) weiterlesen

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