Film: The Wackness (2006)


Trailer © by Koch Media GmbH


Fakten
Jahr: 2006
Genre: Coming-Of-Age, Skurrile Komödie
Regie: Jonathan Levine
Drehbuch: Jonathan Levine
Besetzung: Josh Peck, Ben Kingsley, Olivia ThirlbyFamke JanssenMary-Kate OlsenMethod Man
Kamera: Petra Korner
Musik: David Torn
Schnitt: Josh Noyes


Review
Wie war das noch? Damals, im Sommer deines Lebens? In diesen paar außerordentlichen Wochen und Monaten, in denen die Sonne immer schien, das andere Geschlecht noch anziehender als sonst erschien und einfach alles perfekt war. Als die Musik so gut wie nie wieder klang, Sorgen zwar da, aber genauso schnell wieder vergessen waren und die Zukunft schien, als ob alles möglich sein wird. Alles! Wie fühlte er sich an, der „Sommer deines Lebens“?

Oft besungen, oft betextet und natürlich oft verfilmt wurde dieser – manch einer hat ihn erlebt, manch einer hat ihn sich im Nachhinein über Nostalgie erschaffen und manch einer hält derartiges Gerede sicher für völligen Schwachsinn. Eins jedoch ist klar: Für Jonathan Levine muss es ihn gegeben zu haben und er scheint heutzutage beim Gedanken daran ein angenehmes Kribbeln zu verspüren – THE WACKNESS ist pure, auf Film gebannte Nostalgie! Der direkte Versuch ein Gefühl zu verfilmen. Und auf dieser Ebene funktioniert der Gras- und Hip-Hop-geschwängerte Streifen wirklich exzellent.

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Film: Nebraska (2013)


Trailer © by Paramount Home Entertainment


Fakten
Jahr: 2013
Genre: Melodram, Roadmovie, Tragikkomödie
Regie: Alexander Payne
Drehbuch:  Bob Nelson
Besetzung: Bruce Dern, Will Forte, June SquibbBob OdenkirkStacy KeachMary Louise WilsonKevin KunkelDevin RatrayAngela McEwan
Kamera: Phedon Papamichael
Musik: Mark Orton
Schnitt: Kevin Tent


Review
Alexander Payne, Selbstfindung und die Familie – irgendwie gehört das zusammen, wie die schwarze und die weiße Farbe in den Bildern von NEBRASKA.

Was zunächst noch den Anschein einer verqueren, aber doch recht ulkigen Angelegenheit macht – ein sturköpfiger älterer Herr will auf Teufel komm raus zu einer zwei Bundesstaaten weiter sitzenden Firma reisen, zur Not zu Fuß, weil ihm ein SPAM-Postwurf die Chance auf den Gewinn von einer Million Dollar verspricht – entpuppt sich in gemütlichem Tempo als tief melancholische Reise in eine vergangene Welt aus geplatzten Träumen, verpassten Chancen und unausgesprochenen Vorwürfen. Film: Nebraska (2013) weiterlesen

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DJ-Mix: Paula Temple – Resident Advisor Podcast #464 (2015)


Ich halte eigentlich nicht mehr viel davon Musik lediglich durch Attribute wie „auf’s Maul“ oder „Brett“ zu beschreiben. Es reduziert die jeweiligen Stücke, Mixes, etc. viel zu sehr auf Härte – im gleichen Zug werden aber sämtliche weiteren musikalischen Qualitäten vom Tisch gewischt. Hart ist aber eben nicht immer nur hart. Gleiches gilt für diese Ausgabe des RA Podcasts – sie treibt mächtig und macht definitiv keine Gefangenen, trotzdem steckt in den vermixten Tracks eben dieses seltene Feingefühl, was miesen Techno (der nervt) von gutem Techno (der einen Sog entwickelt) unterscheidet. Hintergrundinfos gibt es auf der RA-Seite, das Set jedoch nicht mehr, da es schon ins Archiv gewandert ist.

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Film: Sunshine (2007)


Trailer © by 20th Century Fox


Fakten
Jahr: 2007
Genre: Science-Fiction, Horror
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Alex Garland
Besetzung: Cillian Murphy, Rose Byrne, Chris EvansMichelle YeohTroy GarityHiroyuki SanadaBenedict WongCliff CurtisMark Strong
Kamera: Alwin H. Küchler
Musik: John Murphy
Schnitt: Chris Gill


Review
Als ich SUNSHINE das erste Mal sah, empfand ich ein bekanntes Danny Boyle-Phänomen: der Film riss mich mit, konnte durch intensive Atmosphäre, sowie fantastische Audiovisualität überzeugen und lieferte für’s erste eine Blaupause für Spannung (in 127 HOURS gelang das sogar trotz bekanntem Ausgang). Trotzdem erschien mir SUNSHINE leicht durchsetzt von darstellerischen, inhaltlichen und dramaturgischen Klischees, weswegen ich etwas ratlos da saß – grübelnd ob ich den Film jetzt nur ganz nett, oder tatsächlich sehr gut fand. Durch recht hohe Affinität zu Weltraum-SciFi, die aus einer simplen Prämisse viel heraus holt, konnte der Film dann aber doch (mit kleineren Abstrichen) bedenkenlos das Prädikat „gelungen“ bekommen: Ein starker Vertreter des „Lost in Space“ Themas. (Fun Fact: Die Danny Boyle Ausnahme stellte übrigens SLUMDOG MILLIONAIRE da, den ich als modernes Märchen interpretiere und unter diesem Deckmantel auf Anhieb richtig stark fand, alle anderen seiner Werke endeten anfangs in zwiegespaltener Meinung.) Film: Sunshine (2007) weiterlesen

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Meinung: Media Monday #204

Hallo Freunde. Media gehört mittlerweile zum Monday, wie die Butter auf’s Brot. Und was machen die, die Margarine essen? Um solch schwierige Fragen zu erörtern ist keine Zeit, es warten schließlich 7 andere auf mich. Media Monday #204. Und los.


1. Ein Extended oder Director’s Cut, der einen Film gehörig aufgewertet hat, war der zu BLADE RUNNER, denn die Kinoversion wird durch einen von Produzentenseite erzwungenen Off-Kommentar verhunzt, der teilweise erst 10 Minuten bevor Ford ihn im Studio (höchst unmotiviert) einsprechen musste, geschrieben wurde. Kenne nur Ausschnitte, aber so klingt es auch. Meinung: Media Monday #204 weiterlesen

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