Film: Under The Skin (2013)


Trailer © by Universum Film


Fakten
Jahr: 2013
Genre: Science-Fiction, Arthouse, Horror, Kunstfilm
Regie: Jonathan Glazer
Drehbuch: Jonathan Glazer
Besetzung: Scarlett Johansson, Jeremy McWilliams, Lynsey Taylor Mackay, Dougie McConnell, Kevin McAlinden, Andrew Gorman, Krystof Hádek, Paul Brannigan, Adam Pearson, Michael Moreland, Dave Acton
Kamera: Daniel Landin
Musik: Mica Levi
Schnitt: Paul Watts


Review
Es gibt eine Grenze, ab der es nicht mehr möglich ist, eine Erfahrung mit Worten so zu beschreiben, dass das Gesagte dem Erlebten auch nur im Ansatz gerecht wird. Der Punkt der vollkommenen Sprachlosigkeit. UNDER THE SKIN hatte ihn bereits nach der Eröffnungssequenz überschritten. Es ist dieser Moment, wo du plötzlich merkst, dass nicht nur dein Geist, sondern dein ganzer Körper beginnt auf einen Film zu reagieren. Plötzlich ist es da, dieses seltene Gefühl im Bauch, in den Gliedmaßen, überall – es beginnt dich zu durchströmen, in wilder Resonanz zu schwingen. Irgendetwas seltsames, prickelndes hat sich still und leise – und deshalb ist UNDER THE SKIN in seiner vielseitigen Lesbarkeit vielleicht der treffendste Filmtitel aller Zeiten – unter deiner Haut eingenistet. Unmöglich, diesen Zustand verbal zu beschreiben, gibst du dich der Erfahrung hin – ein Schwelen der Eingeweide, ein Kribbeln der Fingerspitzen, Euphorie und Beklemmung zugleich, Anziehung und Abstoßung im selben Moment. Zeit wird relativ, der Ort an dem man sich befindet auch. Weil du nur noch im Film bist. Oder er in dir – unter deiner Haut.

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Film: Das Ende einer Nacht (2012)

Fakten
Jahr: 2012
Genre: Justizthriller, Krimi
Regie: Matti Geschonnek
Drehbuch: Magnus Vattrodt
Besetzung: Barbara Auer, Ina Weisse, Jörg Hartmann, Matthias Brandt
Kamera: Judith Kaufmann
Musik: Florian Tessloff
Schnitt: Ursula Höf


Review
Die Polizei bekommt einen Anruf, im Hintergrund Lärm und Schreie: „Lass mich rein!“.
Als die Beamten an besagter Adresse ankommen, finden sie eine Frau – hilflos, blutüberströmt, geschunden – die behauptet ihr Mann habe sie übelst misshandelt. Er, einflussreich, Leiter einer großen Firma, streitet alles ab. Was nun? Zunächst, die finanziellen Mittel machen es möglich, eine Anwältin einer „Star“-Kanzlei engagiert und schon bald geht die juristische Schlammschlacht los. Die Suche nach der Wahrheit.

Doch was ist diese Wahrheit?
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Film: Eine Frau ist eine Frau – Une femme est une femme (1961)


Trailer © by STUDIOCANAL


Fakten
Jahr: 1961
Genre: Komödie
Regie: Jean-Luc Godard
Drehbuch: Jean-Luc Godard
Besetzung: Anna Karina, Jean-Claude Brialy, Jean-Paul Belmondo
Kamera: Raoul Coutard
Musik: Michel Legrand
Schnitt: Agnès Guillemot, Lila Herman


Review
1961 – Jean-Luc Godard schlendert lässig, die Kippe im Mundwinkel den roten Teppich der 11. Berlinale entlang. Er lächelt ein wenig – in Gedanken klopft er sich auf die Schulter, denn gerade wurde sein neuer Film UNE FEMME EST UNE FEMME aufgeführt. Um ihn herum bilden sich Trauben aus Kritikern, Fans, Groupies, Zeitungsreportern, rauchenden Männern deren Funktion ein Dasein im Zeichen der Coolness ist und wunderhübschen Frauen, mit und ohne Sprachfehler. Aus dem Raunen der Masse dringt der erste Ruf.
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Film: Die City Cobra (1986)


Trailer © by Warner Home Video


Fakten
Jahr: 1986
Genre: Thriller, Action
Regie: George P. Cosmatos
Drehbuch: Sylvester Stallone
Besetzung: Sylvester Stallone, Brigitte Nielsen, Reni Santoni, Andrew Robinson, Brian Thompson
Kamera: Ric Waite
Musik: Sylvester Levay, James Newton Howard
Schnitt: James R. Symons, Don Zimmerman


Review
DIE CITY COBRA – ob sie irgendwie mit dem CITY HAI verwandt ist? Eventuell verschwägert? Ach nein, das war ja bloß mal wieder die schwachmatische Titelwahl deutscher PR-Fuzzis. Ich finde diese Form der erklärenden Namensgebung hätte in den Achtzigern ruhig noch konsequenter gedroppt werden dürfen. RAMBO hätte eigentlich „DER KLEINSTADT UND SPÄTER DANN WALD RAMBO“ heißen müssen. Und BLOODSPORT besser „DER HONGKONG BLOODSPORT“. Oder „DER HONGKONG CITY BLOODSPORT“. So wüsste man beim lesen des Titels gleich wo die Geschichte spielt – nicht auszudenken was passieren würde, wenn man COBRA einfach COBRA sein ließe. Nachher erwartet da einer DIE HINTERWÄLDLER COBRA und bekommt DIE CITY COBRA. Skandalös wäre das.
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Film: Escape Plan (2013)


Trailer © by Concorde Film


Fakten
Jahr: 2013
Genre: Thriller, Knastfilm
Regie: Mikael Hafström
Drehbuch: Jason Keller, Miles Chapman
Besetzung: Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger, 50 Cent, Jim Caviezel, Sam Neill, Amy Ryan, Vincent D’Onofrio, Vinnie Jones
Kamera: Brendan Galvin
Musik: Alex Heffes
Schnitt: Elliot Greenberg


Review
„Hahaha, you hit like a vegetarian!“

Das war er nun also, mein erster post-Governator Arnie-Film.
Es hat lange gedauert und ich hatte wirklich Hemmungen mich an das Thema ran zu wagen – zu sehr lag die Vermutung nah, dass Arnies Tage als Schauspieler Mitte der Neunziger einfach gezählt waren und nun lediglich ein fortwährendes lauwarmes Aufkochen der großen Momente früherer Tage erfolgen kann. Doch um das Fazit direkt vorweg zu nehmen:

Herr Schwarzenegger ist in ESCAPE PLAN mit einer Spielfreude dabei, wie ich sie im Traum nicht erwartet hätte. Das ist weit mehr, als nur „da weiter machen, wo man damals aufgehört hat“. Man merkt zu jeder Sekunde wie pudelwohl sich er (und auch der Rest des Casts) am Set dieses straighten Knast-Actioners gefühlt haben müssen.
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